* Rund Europa 2008, 2. Etappe – 13. Tag: Methoni – Kamena Vourla (2008-09-06)

Auch diesen Campingplatz verlässt man nicht gerne, im Gegensatz zu dem der Familie Heide zum Beispiel. Lis‘ erster Eindruck am frühen Morgen…

Sonnenaufgang Methoni

Das Schwimmbecken hat zwar nicht die Temperatur, die man sich zur Abkühlung wünscht, für Menschen mit erhöhtem Wärmebedürfnisse ist es aber ok., jedenfalls schwimmt es sich zumindest angenehm und die Zelte ringsum sind nicht mit dem ersten Anzeichen der Abenddämmerug verschlossen. Im Gegenteil: es geht rund bis Mitternacht. Aber dann ist auch auf einem griechischen Campingplatz Schluss. Da verstehen Camper offenbar weder Ausnahmen noch Spass…

Ziel: Die Meteora-Klöster

Was vor zwei Jahren fast oder ganz im Regen unterging, das lag dieses Jahr im alles verhüllenden Dunst spätsommerlicher griechischer Hitze: Die Meteora-Klöster



(mehr Bilder weiter unten und hier) am Gebirgsrand nördlich von Kalampaka. Bis dorthin fährt man durch eine weitgehend verdorrte Agrarlandschaft, die nur getupft ist von den wenigen Bäumen, die noch Grün tragen, oder aber durch Bergwälder, vorzugsweise aus Ahorn und vor allem Eichen. Das Ganze sehr wuchtig, weitgehend unbewohnt.

Bäumchen & Haus

Schafe






Panoramen:

Panorama (36 ΜB)

Panorama (11 ΜB)

Das Städtchen Katerini ist der letzte grössere Ort bis auf weiteres. Dort, im Aussenbezirk in Svoronos, steht der Priester, modern ohne Hut!, vor seiner ziemlich unfertigen Kirche.

Katerini



Der Olymp zeigt sich von Wolken unverhüllt, dennoch ist es so diesig, dass man sein wahres Gesicht nicht erkennt.

Olymp

Zuweilen…

…fühlt man sich an ganz andere Gegegenden erinnert, wie hier an diesem Teich, der mich spontan an Litauen erinntert hat.

Teich


Einschub:

Etwas zur Transkription von Ortsnamen etc.

Wenn ich Ortsnamen in Lateinisch schreibe, richte ich mich i.d.R. nach den Ortsschildern im Land selbst. Das betrifft vor allem alle Länder mit kyrillischer Schrift (Ukraine, Bulgarien, Griechenland). Die sollten eigentlich wissen, wie sie’s gerne hätten. In Lexika und im Internet findet sich häufig eine andere Schreibweise – sorry, wonach soll man sich richten? Wer also sucht, der sei erfinderisch…

Die Klimaanlage des Twingo müht sich redlich, den Berg hinauf merkt man das deutlich. Teilweise schalte ich sich kurzfristig aus, weil ich da Gefühl habe, wir kommen dann hoch… Irgendwie muss ich dann doch immer wieder raus – Fotografieren aus mehr als der Sitzend-Hinter-Glas-Perspektive hat ihren Schweiss.

Eine Taverne, eine Ziege…

…auf dem Grill und ein paar Griechen, die alle zu warten schienen, dass dieses Grillgut fertig wird, liessen uns nicht ungerührt.

Grill

Wir hielten und setzten uns unters Sonnendach und reihten uns so in die Schar der Wartenden ein. Nebenan wurde noch mächtig Erde bewegt; das Anwesen ist in »griechischem Zustand«, nicht nascendi aber eben nicht fertig, wie ordentliche Deutsche (und wie uns scheinen will, auch Palmeros) sich das so vorstellen und wünschen 😉 Und auch diese am Samstag so fleissigen Männer bekommen später ihre Portion. Das Warten nervte…

Tavernenschildkritischer Blick

Wir wurden nicht enttäuscht. Nicht nur, dass der Wirt Ökofleisch erzeugt, er war auch zwei Jahre in Deutschland – Sachsenheim und Kirchheim, also ganz in der Nähe unserer schwäbischen Bleibe. Er spricht deutsch und freut sich über einen kleinen Plausch.

Und während wir auf die Ziege warten, die vom Opa betreut wird, während er nebenher Kokoritsia und Kotletts grillt, geht Lis zum Grill, um sich das alles mal anzusehen: Grillen, Würzen und so. Der Opa quittiert ihre wohl prüfenden Blicke mit einem knappen Entaxei?

Grill mit Opa

Als Vorspeise hatten wir i.Ü. die beste Rote Wurst, die wir je zwischen die Zähne bekamen: In dicke Scheiben geschnitten und einzeln gebraten. Lecker! Ja und dann die Portion Ziege – kein weiterer Kommentar. Vorbeifahren, selbst geniessen!

Rote Wurst

Ziege



Die Klöster…

…lagen in der heissen, unbarmherzigen Sonne – und im Dunst, nicht sonderlich geeignet für gute Fotos. Aber die gibt es ja zur Genüge im Internet und in Bildbänden. Wie diese Felsen mitten in der Gegend herumliegen, das ist schon einmalig und in seiner Wuchtigkeit nicht zu beschreiben.

GoogleEarth: Meteora

Der Touristenansturm übrigens auch nicht… Busse über Busse, Touristem mit ihren fahrenden Wohnburgen; solche wie wir fallen überhaupt nicht auf. Jedenfalls: Gelohnt hat sich der zweite Besuch, ein dritter würde nicht schaden in den Morgenstunden.

Aber nun…

…ein paar Eindrücke aus »eigener Produktion«





















Panorama (11 MB)

Die Suche…

…nach einer Bleibe erwies sich dann zunächtst mal wieder als problematisch. Das Hotel in Karditsa ist belegt, das andere auch. Und mehr war da nicht. Am Wochenende gehen die Griechen wohl »auf’s Land«, Hochzeiten und andere Feste finden statt. Auch die Weiterfahrt nach Lamia brachte nichts Neues: Alles belegt. Mythologisches zu Lamia, einer der vielen Geliebten des Zeus, ist vielleicht interessant. Wem das nicht reicht: hier gibt’s noch mehr

Also Flucht nach vorne…

…will heissen weiter nach Süden. Athen hat sicher was – aller-aller-letzte Rettung gewissermassen. Vorbei an den Thermopylen Hier in GoogleEarth landeten wir in dem schönen Küstenort Kamena Vourla. Dort scheint es nur griechische Urlauber zu geben, wir sind die einzigen Fremden. Und man hat gleich im ersten Hotel ein Zimmer für uns, samt Sitzplatz auf der anderen Strassenseite am Meer. Und was zu Essen & Trinken.

Der Ort war schon vor zwei Jahren einen Aufenthalt wert gewesen. Aber nichts darüber berichtet vor lauter reisen. Aber man sieht: Es zieht einen immer wieder irgendwo hin…

Reisestatistik

Tagesleistung: 392km 07:10h 01:42h 129km/h 54,7km/h 42,2km/h

GPS Track Logs 2008-09-06 Methoni-KamenaVourla.kml

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