* Rund Europa 2008 – 3. Etappe, 8. Tag: Todi – Siena

Als wir heute Morgen aus dem Fenster Schauten, sahen wir gar nichts. Oder besser: Wir sahen Nebel. Das bescherte uns wohl der Tiber, der da unten im Tal fliesst. Das war auch nach dem Frühstück noch so. Ein Spaziergang oben in Todi würde keinen Sinn haben, meinten wir. Fotowetter war das nicht und so legten wir uns wieder hin – »warten wir noch ein Stündchen, dann wird sich der Nebel heben oder senken«.

Tat er aber nicht und so packten wir mit kultur-wunder Seele alles ins Auto und fuhren los. Nach ein paar hundert Metern Fahrt um den Berg herum bot sich folgendes Bild:

Todi, Blick nach oben

Todi, Blick nach unten

Strahlender Sonnenschein oben, Wolken unten. Und das Hotel liegt eben »unten um die Ecke«. Wobei »unten« vielleicht 50 Meter Höhenunterschied machte.

Und so kam es doch noch zum kräftezehrenden Aufstieg zu den Kirchen und Palästen von Todi und in den Genuss der Darbietung eines deutschen Kirchenchors (MP3, 2,1 MB) in der Kirche San Fortunato: Er war aus der Partnerstadt Melsungen hier zu Gast. »Zu wenig Bässe« meinte die Dame, die ich hinterher draussen nach der Herkunft des Chors fragte; sie meinte damit, dass Männer fehlten, es könnten eben nicht immer alle mit. Fussball oder warum…? Ich finde jedenfalls, für ein einfaches digitales Diktiergerätchen klingt’s ganz passabel.

Und so sieht’s in Todi aus









Nach ausgiebiger Besichtigung und einem passablen Capuccino (1,60 € pro Tasse!) ging’s dann weiter, hinunter zum Tiber (»Tevere«, wie die Italiener ihn nennen)


und eine Weile gemeinsam mit ihm durch das von ihm geschaffene Tal. Alle Achtung! Gut gemacht 😉


Der Versuch,…

…ein weiteres Bergstädtchen, nämlich Montepulciano (überall gelobt) geriet zum Frusttrip nach Todi am Morgen: Touristik pur, eine bergauf steigende shopping-Meile.



Wir kehrten nach – vermutlich – 3/4 der Wegstrecke nach oben um, tranken und assen was in einer von zwei Bars, die Tische draussen auf der Gasse hatten (!) und waren weg. Alle Kaschmir-Pullover, Lederjacken und Schuhe blieben in den Geschäften. Nur 2 Salamis, die mussten wohl mit, meinte jedenfalls Lis.

Ach ja,…

…auch Orvieto, unter dessen Namen unser sehr guter Wein am Abend zuvor lief, verschmähten wir nach kurzer Inspektion: Es liegt beeindruckend auf einem roten Felsen, seine Mauern und Gebäude sind auf den ersten Blick davon kaum zu unterscheiden.


Aber: Zu gross. Schade, aber alles geht nun mal nicht.

Ja, und dann die Toskana

Sie folgt nach Norden der Region Umbrien.


Reizvoll, sie mal nicht im Frühjahr zu erleben, sondern an einem derart wolkenreichen, sonnigen aber kühlen Sonntag wie heute.






Hotels gibt es hier ausreichend, die Preise sind z.T. unverschämt. Wir fanden dann schliesslich eins südlich von Siena, mit 85 € m. Fr. knapp über dem »Einheitspreis«. Dafür liegt es fantastisch ruhig, hat alles, was wir brauchen, z.B. Internet 🙂


Auch das Essen war lecker. Wir sind also zufrieden mit dem Tag.

Reisestatistik

Tagesleistung: 168km 05:30h 03:15h 94km/h 48,1km/h 35,8km/h

GPS Track Logs 2008-10-05 Todi – Siena.kml

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4 Antworten zu * Rund Europa 2008 – 3. Etappe, 8. Tag: Todi – Siena

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  4. Günther Schäfer sagt:

    Postkartenbilder habt ihr geschossen, sehr schön. Das muss doch ein wenig über den „Schmutzeindruck“ hinweghelfen, Reinard ! Ich denke, die Toskana kann sich den Schmutz nicht leisten, oder ?
    Schade oder Gott sei Dank (?), ihr seid jetzt ja fast wieder zurück.

    Schöne Grüße von Günther

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