* Rund Europa 2008 – 3. Etappe, 13. Tag: Cassis – Salon de Provence (1)

Freitag, 10. Oktober 2008

begonnen am Samstag, 11. Oktober 2008, 22:56 in St. Rémy, im »Hôtel du Soleil **«

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Es hat nicht geregnet gestern Morgen, das Frühstück im Garten unter den feurig gefärbten Weinranken der Pergola war gemütlich und lecker, mit Sonne. Französische Frühstück, versteht sich: Orangensaft, Frische Baquettes, Butter, Aprikosenmarmelade, guten Kaffee – wie man das erwarten darf in einem kleinen Hotel in einer kleinen Stadt an der Riviera im Frühherbst…

Vor der Abfahrt gingen wir noch einmal über den Markt, der schon die Provence verkündet

mit Seifen aller Farben und Gerüche. Daneben Blumenpracht, Gemüse, Früchte. Aber eben französisch, es ist einfach anders als auf deutschen Wochenmärkten. Und falls das Frühstück nicht ausreichend gewesen wäre:

Hier hätte es noch ein paar Happen gegeben – frische Austern, fachmännisch mit dem Taschenmesser gelöst…

links Marseille, rechts unten Cassis, in der Bildmitte die Uni von Marseilles

Die Calaques…

beginnt gleich hinter Cassis in Richtung Marseille (wohl die einzige Stelle, wo man recht dicht mit dem Auto hinkommt): Fjordartige weisse Kalksteinschluchten,

 

blaues Meer und normalerweise voller Touristen. Wir hatte Glück an diesem Freitagmorgen: Wir waren lange Zeit die einzigen. Und so konnten wir bewundernd schauen und staunen, was die Natur hier zu bieten hat: Eben diese tiefen weissen Schluchten, aufragend aus einem klaren, tiefblauen Meer, ein spartanische Pflanzendecke, der nackte Fels lässt nur wenige überleben, die sich da in den Felsspalten festkrallen und sich vom verdunsteten Wasser und, weiter unten, von der Gischt »ernähren«.

 

Die Menschen treiben es mit ihren Booten natürlich wieder auf die Spitze. Aber von der Landseite ist das ganze Gebiet ansonsten nur auf Wanderwegen zu erkunden. Für eine Tag Aufenthalt war keine Zeit mehr, gelohnt hätte sich, da bin ich mir sicher.

Mitten in diesem kargen bergigen Landstrich liegt auch die Universität von Marseille, von der aus viele Wanderwege in die Calaques hinunter führen…

 

Marseille

Irgenwann gibt die Hochfläche dann den Blick frei auf einen Moloch: Marseille. Man fährt in langen Serpentinen hinab. Und dann in der Schlange hindurch…

 

…um an den alten Hafen zu gelangen, die einzige Stelle wo wir freiwillig angehalten und uns umgesehen haben.

 

 

Zum Alten Hafen…

 

Der Alte Hafen beherbergt heute nur noch private Segelboote. Von seiner einstigen Bedeutung zeugen nur noch die gewaltigen Festungsanlagen. Über dem Ganzen thront die neobyzantinische Notre-Dame de la Garde.

 

 

Wolkenlos heiss, gehöriger Autoverkehr, man trifft sich offenbar gegenüber dem Hafen zum Mittag, zumindest alles, was Schlips und Kragen hast. Haben wir nicht und nach einer grossen Runde sitzen wir wieder im Twingo und machen uns auf nach Aix-en-Provence.

…und wieder raus…

…vorbei an hässlichen Industriebrachen, zuweilen auch hoch darüber hinweg auf gigantischen Autobahnbrücken und -kreiseln, Baustellen die meisten.

 

Fortsetzung folgt (Teil 2)

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