Da reist man nun ungehindert…

…durch Europa und dann liest man das hier: Amerikanische Touristen werden vor Deutschlands Staedten – insbesondere im Osten – gewarnt. Und offenbar wurden Skinheads wiederholt aktiv, waehend wir auf Achse waren und den taeglichen Nachrichten nicht so folgen konnten.

Nachtrag, 17.5.: Karsten Heye zieht eine realistische Einschaetzung wieder zurueck. Schade, findet DER SPIEGEL. Ihm ist wohl beizupflichten…

Wir wurden jedenfalls ueberall sehr freundlich begruesst & bewirtet & behandelt. Fast ueberall fand sich jemand, der deutsch konnte, aus der Zeit als er/sie in Deutschland war; Verwandte noch in Deutschland haben – so wie zuletzt der Besitzer des Campinghotels bei Methoni (Nordgriechenland, nicht Peloponnes…): Schwester in Schwaebisch Gmuend, er kannte auch Stuttgart.

Und niemand, der uns komisch, kritisch, missmutig oder gar feindlich begegnet waere. Alle waren sie erfreut, meist sogar ueberrascht, dass dass deutsche Menschen zu Besuch kommen; und z.B. nicht bloss am Schwarzen Meer in der Sonnen liegen wollen (was bei den derzeitigen Temperaturen eher zu Erkaeltungen als zu Freude fuehen wuerrde)… Offenbar hat der immer mehr wieder aufkeimende Fremdenhass, der in Deutschen Staedten bis zum Todschlag fueheren kann, sich noch nicht ausgewirkt auf unserem bisherigen Weg:

  • D, A, SLO, BIH, SCG, BG, TR, GR

Ja, wie war das jetzt? 15 Tage unterwegs, fast jeden Tag was Neues, Anderes? Jeden Tag und immer wieder die fragen: Was ist anders? Wie sind die Menschen? Aber auch ganz praktische Fragen: Wie sind die Toiletten? Papier? Wasser? Handtuecher? Wird das warme Wasser tun? Ist das Auto am naechstem Morgen noch da & heil? Alles o.k., nix kaputt – abwarten, vielleicht die Stossdaempfer…

Auch hier in Naxos, gleich heute Morgen die Frage des Cousins von Maria: Kann man durch Serbien wieder sicher reisen? „Is it secure?“ Ich denke es ist, keine Anzeichen, dass nicht.

Er lebt i.Ue. auf Paros, kam mit demselben Boot wie wir gestern Nacht an und moechte der Gemeinde Kinidaros (Maria’s Stammdorf) ein Stueck Land schenken. Darauf soll eine Art Musikakademie entstehen – Musiker aller Laender sollen dort zusammen kommen und musizieren. Er selbst stammt aus einer ausgedehneten Musikerfamilie – spannend. Undf wie das aussehen und klingen kann, das haben wir ja immer wieder erlebt, wenn Feste zum Musizieren & Tanzen Anlass geben.

Was ich sonst so lese…

…in der SZ vom 2. Mai und der ZEIT der letzten Woche: Der Irre Berlusconi gibt (innerlich) nicht auf und ist immer noch nicht fixiert. Die Grosse Koalition kommt auch nicht weiter voran. Die beiden Geisseln im Irak sind nach fast 100 Tagen endlich frei. Und der Herr Oettinger versucht sich an einer „Gesamtkunstwerk“ genannten Koalitionsvereinbarung…

Das Wetter:

Sehr windig, an sich angenehme Temperatur, dieser Wind aber kalt, daher insgesamt unwirtlich. Windgeschuetze Raeume bevorzugt.

Diese Wetterlage wurde wohl auch dem armenischen Airbus zum Verhaengnis, der letzte Nacht ins Schwarze Meer stuerzte. Tragoedien beschaeftigen einen ploetzlich unmittelbarer, wenn man sich unter den Umstaenden etwas vorstellen kann…

Über reinard

Allen Neugierigen sei meine Webseite http://www.hr-schmitz.de ans Herz gelegt. Dort gibt's alles Un-/Wesentlich zu mir und über mich.
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