Was alles „normal“ ist…


… wenn man reist und beobachtet. Naxos ist ja nun sicher nicht der Nabel der Welt, aber trotzdem von vielen Entwicklungen ebenso betroffen wie andere, hochwichtige Ecken:

– schon wieder Australier; die letzten hatten wir in Methoni getroffen (s.w.u.), jetzt haben wir welche als Zimmernachbarn. Was waere wohl, wenn wir immer nur „im Land“ bleiben wuerden, wie das immer wieder empfohlen wird? Wir unterhalten uns praechtig und intensiv ueber aller Moegliche – Musik, Politik, die USA… Warum trifft man auf Reisen nie Menschen, die den USA moralisch/politisch die Stange halten?

– Noch vor wenigen Jahren war es in Naxos eine Sensation: Albanische Reinigungskraefte. Nahezu alle Jobs wurden von griechischen jungen Maennern gemacht, dann auch von griechischen Frauen… Heue treffen wir auf diesem kleinen Inselchen Albaner, Rumaenen, Polen, Russen, Litauer beiderlei Geschlechts. Und -leider- man fuehlt sich nicht immer wohl dabei…

– Noch weniger wohl fuehlen wir uns aber, wenn wir die Natur betrachten: Es fehlen die Jungfische, die Seeigel, die Fischschwaerme, die Posidonien, die Seerosen. Vor 20 hahren, ja vor 15 Jahren, da gab’s das alles noch huellig & fuellig…

– Die Touristenzahlen werden immer spaerlicher. Zu Pfingsten war eigentlich immer reger Auftrieb. Am fehlenden Geld kann’s ja nicht liegen, wenn die Touristikbranche insgesamt froehlich gestimmt ist…

– Und wir bekommen E-Mails von wildfremden Menschen fuer die Webseite fuer Ernst-Juergen Koch. Die freuen sich darueber, dass das Leben dieses Abenteurerehepaars ein wenig nachvollzogen werden kann. Oder wie’s einer formulierte, dass man „sich so einfach durch zwei Leben klicken kann“. Also mal gelegentlich —

Dabei ist die Seite ja noch nicht fertig – aber wer reist sitzt eben nicht zuhause am
Computer (sondern in Naxos imn Internetcafe mit 2 Hunden auf den Fuessen, Lisa und deren Sohn Efendi, die damit schlafen ueberwachen koennen, wann er dann doch aufsteht, naemlich JETZT)…


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