Albanien – Raeuberland?

Vorurteile. Alles vergessen, was einem unkundige Zungen je versucht haben, einzureden. Woher das kommt? Keine Ahnung. Fest steht fuer uns seit gestern:

Ein Highlight jagt das naechste

Noch nie haben wir bei einem Grenzuebertritt so freundliche, hilfsbereite, laechelnde Grenzbeamte erlebt wie die am albanischen Zoll. Und das an einer Stelle, die es auf keiner Karte gibt. Wir wissen seit gestern: Von Igoumenitsa nach Norden, das geht. Keine Umwege durch’s Gebirge…

Gut, die Strasse endet ca. 5 Meter nach dem Grenzbalken, den uns ein freundliche aeltere Herr in Uniform luepfte. Ab da nur Stein- und Sandpiste der uebelsten Sorte.

ABER: Eine Landschaft!

Beschreiben geht jetzt nicht. Nur: Berge, gruen, glatt, riesig, Taeler breit und weit und gruen und … Nur eigentlich keine Haeuser. Und wenn dann Ruinen der 1. oder 2. Art (wirklich alt oder alter/neuer Rohbau). So viel Unvollendetes haben wir noch nie gesehen. Selbst in Staedten wie Saranda, die erst,m die wir zu Gesicht bekamen.

Und dann: Butrint

Maerchen pur. Landschaft, Seen, Farben, Ruinen (1. Art), Weltkulturerbe, Griechen, Roemer, Venezianer, Amphitheater, Festung, Faehre (aus der praehistorisch-technischen Zeit; aber: funktioniert!).

Jedenfalls: Unbeschreibliche Erlebnisse hier und dort und jetzt und davor…

Ein Land ohne Schilder, Markierungen…

… dachten wir die ersten Stunden. Ohne GPS: verloren, da die Karten uns nicht helfen konnten. Keine Hinweise, ausser Himmelsrichtung und ab und zu ein Blick zum Meer. Irgandwann das erste Schild: Gjirokaster, 43 km. Luftlinie waren es noch 18 km…

In Gjirokaster nahmen wir dann Quartier. Die Menschen: Hier und unterwegs stets freundlich, liebenswuerdig, hilfsbereit; italienisch haetten wir brauchen koennen… Jedenfall fragt und ein aelterer Herr: woher? – Deutschland! „Herzlich willkommen in unsererrr schoenen Stadt!“

Was danach geschah: Er ist Lehrer an der Schule. Will wissen, was ich arbeite. Stets wird danach gefragt. Und nach den Kindern, soirtiert nach Soehnen und Toechtern. Hat man welche, wird das mit Befriedigung zur Kenntnis genommen und man kommt eine Riege hoeher…

Er zeigt uns den Bankomaten, erzaehlt uns ueber die Stadt… Und beim Essen treffen wir dann einen seiner Schueler: 15 Jahre, bedient im Restaurent seiner Eltern, perfekt in Tat und Englisch. Und immer freundlich laechelnd.

Also: Alles dufte, wir fahren jetzt ans Meer nach Vlora (das alte Avalon!) und weiter zu den Truemmern nach Apollonia… Bis dann.

Ach ja: Auf der Festung waren wir natuerlich auch, heute morgen, mit Stadtrundgang und Fotomanie…

Über reinard

Allen Neugierigen sei meine Webseite http://www.hr-schmitz.de ans Herz gelegt. Dort gibt's alles Un-/Wesentlich zu mir und über mich.
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