Alt-Apollonia…

… war da schon interessanter heute morgen.

Aber der Reihe nach. Gestern sind wir ja wieder frustriert von Vlore nach Norden entwichen. Viele Moeglichkeiten gibt’s da nicht. Weder Orte noch Strassen. Was heisst Strassen – spaeter, das is ein anderes Thema.

Fier jedenfalls sollte unser Standort fuer die Nach sein, da wir Apollonia in jedem Fall sehen wollten. Wir fuhren also in die vermutete Richtung – und fanden ein Hotel! Top! Neu! Frei! Niemand kann deutsch, englisch, italienisch (das funktioniert sehr haeufig!)… Aber dass das Zimmer 2.500 Euro kosten soll, das glaubte ich dann doch nicht. Leke dann, ok. Das sind ca. 20 EURO. Gepaeck wird uns hochgetragen (2. Stock, Veranda mit Rundblick)…

Traumhaft kitschig modern… Bis dann der Blick auf das Preisschild an der Tuere offenbart, dass die Zimmer hier gestaffelt vermietet werden: 0-2 Stunden 1.000 Leke, 2-4 Stunden 1.500 Leke usw.

Damit war das Ambiente und die Ausstattung auch erklaert.

Ok., gut geschlafen, trotz Massen von Moskitos (Netz gespannt nach der ersten Attacke). Abendessen ausfallen lassen mangels Moeglichkeiten; ausserdem: Moskitofreiheit hatte oberstes Gebot!

Heute Morgen dann also Apollonia. Truemmer, wunderbare Lage, kleines (Kammer-) Amphitheater, alte Basilika, schlecht erhaltene Fresken… Dort dann auch (auf dem Gipfel) ein Restaurent & „Fruehstueck“: SALZIGER Schafskaese (gibt’s hier wohl dauernd, auch schon Gjirokster), Joghurt mit Oliven und deren Oel, geroestetes Weissbrot mit Rosmarin, Wasser und Cola. Was will man mehr…

Und jetzt was zu den Strassen…

Also, im Prinzip gab es bisher keine. Erst ca. 50 km vor Durres begannen Teile der Fahrbahn, sich als Strassen zu enttarnen. Alles davor war bestenfalls das gewaltsam oder eher eruptiv verteilte Gemenge aus Steinen, Kies, Sand, Asphalt, Teer, Wasser…

Das Auto faehrt noch, das ist das Wichtigste. Mal sehen, ob Renault diese Fahrt sponsert…

…und den albanischen Autofahrern

Wenn ich mich in Polt’scher Diktion versuchen wuerde, dann klaenge das in etwa so: Der Albaner ist ein friedlicher und freundlicher Mensch. Wenn der Albaner sich in sein Auto setzt (zur Marke spaeter!), dann verwandelt er sich. Total. Der ist dann nicht wiederzuerkennen. Nichts ist wie vorher. Es gilt in jeder Situation: „Entweder stirbst du oder ich.“

Zur Automarke ist schnell alles gesagt: 99,99…% (oder so…) faehrt Daimler. Die haben hier ein Nest. Alle andere Marken sind Parias.

Es gibt da dann noch Unterschiede. Wer zu Recht oder Unrecht zum noetigen Kleingeld gekommen ist, is relativ leicht abzuschaetzen. Jedenfalls die Mehrheit der Daimlerfahrer nicht. Dafuer sind die Geraete (bei diesen Strassen!) in zu gutem Zustand.

Durres…

…verlassen wir wohl auch schnell. Moloch, Autos, Autoschlangen, Bauruinen in unermesslichem Ausmass, dazwischen Menschen… Heute ist Sonntag, es ist heiss und sie wollen an den Strand. der ist hier vorhanden, mit Sonnenschirmchen bestens gegen Sonnenbrand und Austrocknung geschuetzt. Nicht unser Fall.

Kommt jetzt also Tirana. Muss. Ist Hauptstadt. Puhh!!!!!!!!!!!!!!!

Über reinard

Allen Neugierigen sei meine Webseite
http://www.hr-schmitz.de
ans Herz gelegt. Dort gibt’s alles Un-/Wesentlich zu mir und über mich.

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Eine Antwort auf Alt-Apollonia…

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