Tirana toppt Napoli…

…also, zumindest was den Verkehr und die Fahrweise angeht:

Strassen, soweit erkennbar bzw. vorhanden, ohne Leitlinien. Demzufolge faehrt jeder dort, wo gerade frei ist. Unter staendigem Gehupe. Die Polizei greift an Kreuzungen wohl nur bei deadlock ein, dh. wenn sich alle so verkeilt haben, dass nichts mehr geht, wenn nicht wenigstens einer nachgibt. Aber das tut keiner.

Ampeln, Zebrastreifen etc. werden grundsaetzlich und von niemandem beachtet. Ob rot, ob Gruen, ob aus (kaputt?) – egal, jeder geht oder faehrt, wie gesagt: immer dorthin, wo gerade noch kein anderer ist. Schneiden ist absolut Trumpf!

Ok., gestern war Sonntag und wir hielten den Verkehr fuer stark. Heute ist Montag und … Was soll man noch sagen?

Die Stadt (baulich) ist ueberschaubar, weniger bombastisch, als ich dachte. Alles eine nummer kleiner als z.B. Sofia. Polizei und Wachleute ueberall, Dealer und Wechsler auch ueberall.

Ach ja: Die Polizei! Sie steht auch so ca. alle 20 km auf den Ueberlandwegen (Stassen …?) und halten einen an. Fragen, wohin des Wegs und wenn man nur fragend antwortet „english? german?“, dann laecheln und salutieren sie wieder wuenschen wohl gute Fahrt und weiter geht das Geholpere…

Das Hotel stammte aus dem Lonely Planet. Die erste Epfehlung war dicht, die zweite so klein, dass wir sie sicher uebersehen haetten, wenn wir nicht gewusst haetten: DA MUSS SIE SEIN!

War es auch. Alles ok. Nachdem der Hotelier erst mich gesehen hatte, dan Lis, bekamen wir ein schoeneres Zimmer. Gut, gell? Das Abendessen gegenueber in einer Pizzeria auf dem Dachgarten war „total cool“, der anschliessende Rundgang bei Nachtbeleuchtung (der Hauptplatz, NICHT die Nebenstrassen…) nicht ueberweaeltigend aber schoen bunt.

Dass das Bett nachts zwei mal zusammenkrachte lag nicht an unseren Aktivitaeten. Es tat es beim Umdrehen, nur so nebenbei…

Gefruehstueckt haben wir dann in einer Grotte mit Kalkstein, buten Lichtern, ausgestopftem Getier u.ae. unter dem Haus, das u.a. das Hotelchen beherbergt.

Jetzt sitzen wir in der Wandelhalle der Oper (!) im Internetcafe …

Und gegenueber ist ein grosses leeres Podest auf dem Platz. Wie in Gjirokaster. Da fehlt einer drauf. Enver Hoxha, oder wie er sich schreibt, der stand da mal goennerhaft, aus Beton wahrscheinlich. Aber das ist (eine andere) Geschichte…

Jetzt geht’s weiter nach Kruje und Shkodar, nachdem wir am Ufer des „Flusses“ waren, der Tirana angeblich durchfliesst. Vermutlich war es die betonierte Wasserrinne, denn sonst war da nix, wo er lt. Stadtplan sein sollte. Verkehr, ja, klar. Aber kein Fluss.\

Bis bald.

Über reinard

Allen Neugierigen sei meine Webseite
http://www.hr-schmitz.de
ans Herz gelegt. Dort gibt’s alles Un-/Wesentlich zu mir und über mich.

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Eine Antwort auf Tirana toppt Napoli…

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