* Europa2010: 24. Tag, Haapsalu – Viinistu (1)

Montag, 02.08.2010, 11:40:23 :: Raudondvaris, Internet mal wieder unterbrochen

Haapsalu, angeblich »Pärnu 2.0« war eine wirklich grosse Überraschung. Das Problem am Abend zuvor war mal wieder die Hitze und die Unfähigkeit, im Hotel (dem wir wegen eben dieser Hitze entflohen, so schnell es ging) mal schnell einen Blick auf unseren Tagestrack in GoogleEarth zu werfen.

Dann hätten wir leicht feststellen können, wo Althaapsalu, das Kurhaus etc. liegen – nämlich 300 bis 500 Meter von der Stelle entfernt, an der wir die Festungsruine am Abend zuvor besichtigt hatten.

Aber vielleicht was das gut so. Denn am Morgen darauf, ausgeruht und noch ungeknickt von der Nachmittagshitze, finden wir unter bedecktem Himmel ein nahezu menschenleeres, friedliches Städtchen vor. Holzhäuserreihen in der Morgensonne,…

…Seen und Meer…

…mit unaufgescheuchten Schwaneneltern samt Kindern,

…einen Eisbären, der einsam in der Seemitte darauf warten kann, dass das letzte Stückchen Eisscholle unter ihm wegschmilzt; die Möwe wird ihn dann kaum über Wasser halten…

…und einen Gärtner, der sich mit einer quietschenden und verrosteten Erdverdichtungswalze abmüht um den frisch gesäten Grassamen soweit unter die Erde zu bekommen, dass ein dem Gesamtgambiente gemässer Rasen daraus werden könnte.

Ein paar Caravancamper mit Würzburger Nummer

aber astreinem Hochdeutsch sind seit langem die einzigen nichtestnischen oder russischen Touristen; Deutsche gibt’s hier oben offenbar nicht…

Ja, die Promenade…

…hat uns dann gefangen genommen.

Sie beherbergt neben noch in der Vergangenheit dahin dämmernden Stein- und Holzvillen; bildschön, auch in

…viel vorzüglich Renoviertes

und neu Gebautes.

Ja, und natürlich

Das Kurhaus,…

…eine filigrane Holzkonstruktion, an der man sich schon von aussen kaum satt sehen kann.

Und innen geht es genau so weiter, ein zierlicher Traum aus Holz, die Farbe riecht noch, es ist wirklikch alles frisch. Übrigens auch der Kuchen und der Capucchino.

Auf alten Bildern kann man gujt erkennen, dass es schon früher so aussah. Und dass sich die Romanows, Tschaikowsky und andere sich hier wohl gefühlt haben, das kann man unmittelbar nachvollziehen. Für die Zarenfamilie wurde übrigens eigens ein Bahnhof gebaut seinerzeit.

Krönender Abschluss…

…des Besuchs in Haapsalu war dann der Auftritt des Go-go-girls der Haapsalu Four in der Orchestermuschel. Wie gesagt, es war noch früh, der Rest der Truppe schlief noch.

Und wer sich noch nicht satt gesehen hat: Picasa bietet mehr!

Und Senfle wartet…

…auf die Weiterfahrt nach Viinistu.


23. Tag | 24. Tag (2)

Dieser Beitrag wurde unter EST, Europa, Foto, LT, LV, Reisen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar