* Europa2010: 58. Tag, Fetesti – Varna

Montag, 30.08.2010, 22:19:13

Montag, 30.08.2010, 22:19:21 :: Varna, Aqua-Hotel

Wir sind jetzt in Bulgarien

Meine Güte, wo anfangen? Die Zeit läuft, Senfle läuft, nur das Internet läuft immer seltener. Selbst in in grossen Hotel wie diesem scheinen die WiFi-Meister ihr Fach nicht so recht zu beherrschen. Jedenfalls dauerte es wohl an die zwei Stunden, bis das hinbekommen haben, was sie verkauft haben: Internet auf dem Zimmer.

Wir sind heute Morgen relativ spät in Feteşti (Rumänien) losgefahren.

Bei einem kleinen Frühstück bei Freunden (der Stieftochter unserer Freundin Eleonore) haben wir uns wieder in interessanten Gesprächen und Diskussionen verfangen, Fortsetzung vom Abend zuvor. Aber wie wir von Odessa nach Feteşti kamen und was da wieder passiert ist, das muss nachgeliefert werden.

Über die Donau

Man muss das ja wirklich gesehen haben. Wer die Donau im Schwarzwald entspringen sieht kann sich nicht vorstellen, was daraus in Rumänien geworden ist. Das Delta der Donau bei Tulcea hat ja riesige Ausmasse. Aber auch auf ihrem Weg nach Norden im östlichen Rumänien bildet sie Inseln und fliesst in einer Breite, begleitet von Schwemmland links und rechts, da reckt sich keine Brücke von Ufer zu Ufer. Einzig in Feteşti führt eine mehr als 4 km lange Eisenbahn- und Autobahnbrückenkonstruktion von West nach Ost über diesen europäischen Riesenfluss.

Ich weiss nicht, wo im Westen die nächste Brücke ist, aber bis zum Delta verkehren allenfalls Fähren (Galaţi und Brăila). Das hatte uns schon im Juli 2006 verblüfft,. als wir vor einer angenommenen aber nicht vorhandenen Brücke stand.

Jedenfalls, über diese Brücke fuhren wir heute Morgen, danach aber nicht nach Norden sondern nach Süden, zunächst zum Kloster und der Höhle des Hl. Andreas; das war uns von den Freunden empfohlen worden. Man findet wenig über sie. die kleine Höhlenkirche soll vom Apostel Andreas 60 n. Chr. aus dem Stein gehauen worden sein und gilt als älteste Kirche Rumäniens überhaupt.

Link: beim Karpatenwilli über rumänische Orthodoxie

Die Landschaft…

…durch die wir fahren ist zunächst noch geprägt durch die Donau, entweder als träge Schleifen tief unten im Tal oder sehr direkt neben uns;

selten ist man ihr hier so nah. Dann wird es sehr hügelig und aus gedehnt, gähnend leer, von rechts nach links ist wie von links nach rechts und das bis zum Horizont: Felder, Weinberge,

Sonnenblumen, vor allem aber Brachen, verbrannt, hier und da begrenzt durch ausgewaschene Kalkabbrüche, oft auch als Steinbrüche enorm erweitert,

sehr selten ein Gehöft, ein Dorf. Ein stille und arme Gegend, dieser Teil der Dobrutscha.

Das Tropaeum Traiani…

…ist unser nächstes Ziel, das gewaltige Siegerdenkmal von Adamclisi (auch Adamklis[s]i geschrieben). In den Jahren 108/109 n. Chr. gebaut demonstriert es den Sieg Trajans über die Daker. Mehr als 40 m hoch ist es schon von weitem auf dem Hügel zu sehen; das war wohl auch die Absicht der Erbauer.

Hier in Varna interessierte uns nur ein Hotel. Morgen geht es weiter zum Höhlenkloster Alatschi. Aber das ist dann ein anderer Tag. Und ab morgen geht es dann nur noch nach Westen…

Picasa

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Eine Antwort auf * Europa2010: 58. Tag, Fetesti – Varna

  1. Günther Schäfer sagt:

    Schön, die Bilder der Dobrutscha. Dass dort einmal deutschstämmige Bürger gewohnt haben … wie und warum kamen sie dorthin ? Dass sie aus Russland kamen, ja das hat für mich im weitesten Sinne vielleicht etwas mit der W’dorfer Geschichte zu tun – oder ?

    Bleibt dort, wo es noch blauen Himmel hat und wenigstens etwas Wärme. Hier wird für heute Nacht bis zu 0° C angesagt. Metereologischer Herbstbegin !!! Schön, nicht wahr ! Der Sommer bestand aus drei barbarisch heißen Wochen im Juli – und das war’s dann schon, den Rest kann man knicken.

    Weiterhin gute Fahrt, lobt auch ab und zu mal euren Senfle.

    Grüße Günther

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