* Europa2010: 64. Tag, Skodra – Prčanj/Kotor

Sonntag, 05.09.2010

Sonntag, 05.09.2010, 20:32:07 :: Prčanj/Kotor, Hotel Bokeljski Dvori

Letzter Blick aus dem 7. Stock

Nach der Nahrungsverweigerung gestern Abend hatten wir die Nacht bestens überstanden. Der nächste Morgen bracht wieder den gewohnten Sonnensein. Die Temperatur ist zwar gesunken, aber das kommt mir ja entgegen: Bestes Reisewetter. Das Frühstück hat man uns dann zugebilligt. Ob wir die einzigen Gäste waren ist unwahrscheinlich, aber wir waren alleine in diesem Riesenrestaurant, wir hätten uns durch das umfangreiche Frühstücksbuffet essender Weise durchwühlen können; aber wer kann schon Eier unterschiedlichster Zubereitung, Börek, Würste/Schinken/Speck, Obst, Wurst- und Käseplatten am frühen Morgen…

Jedenfalls: Gestärkt kamen wir schön früh los, Montenegro, die Bucht von Kotor ist unser erstes Ziel.

Die alte Holzbrücke in Shkodra ist immer noch die einzige Verbindund zum anderen Ufer des Bojana oder Buna, der Zoll Albanien/Montenegro ist ein Klacks,…

…nicht zu vergleichen mit Ukraine oder Moldavien. Hat Albanien mittlerweile auf eine Ein-/Ausreisegebühr verzichtet (Visum ist ja schon lange nicht mehr), so hat Montenegro sich seit 2006 entschlossen, eine »Ökoabgabe« in Höhe von 10 € zu erheben, Bapperl rechts unten eingeschlossen. Jetzt hängen in der rechten Fensterscheibenecke drei Aufkleber: Deutsche Umweltplakette, Bulgarische Vignette und eben das Montenegrinische Ököbapperl. Demnächst kommt die Schweizer Vignette dazu, ich fürchte allmählich um den verkehrssicheren Durchblick.

Imprerssionen

Zweisprachigkeit führt zu lustigen Schildern

Panta rei

Allesw fliesst, alles ändert sich, ich weiss. Nur wie. Heute besuchten wir auf dem Weg nach Norden zum dritten Mal Ulcinj.

Und drehten sofort wieder um. Un wussten, das war das letzte Mal. Nicht anders während der Fahrt: Die »jugoslawische Adria« ist eine Katastrophe. Lis sah sie vor ca. 35 Jahren zum ersten Mal, ich 2005 und 2007. Schon dieser Unterschied von fünf bzw. nur drei Jahren reicht um zu konstatieren, dass diese wundervolle Küste totgebaut ist, mit Beton, Plakaten, Werbewänden und mörderischem Verkehr; selbst jetzt im September.

Der Weg durch die italienischen Berge ist abwechslungsreicher und erholsamer, wir überlegen, die Fähre nach Venedig zu nehmen.

Die Bucht von Kotor…

…allerdings besitzt noch immer ihr oberitalienisches Flair; das Nordufer allerdings beginnt, mit Neubauten zu zuwachsen. Blüht dieser himmlischen Bucht das Schicksal der Adria? Am Buchteingang, in Tivat, holen wir Euros aus dem Automaten und sitzen bei Cappuccino und Eischreme (oder besser dem, was Touristen unter dem jeweiligen Namen zugemutet wird) an der Mole, am Mittelmeer.

Sowas fehlte unterwegs, in Griechenland eine Selbstverständlichkeit. Und so bestätigen wir uns gegegenseitig mal wieder: Es geht nichts über Griechenland, speziell die Ägäis…

Und dann entscheiden wir uns zur frühen Hotelsuche in der Bucht, um dann morgen echt Kilometer zu machen – Augen zu und durch, soweit wir eben kommen, Promajna vielleicht. Wir finden ein kleines Familienhotel, wo Eltern und (Schwieger)-Kinder einen traditionellen Betrieb führen, erweitert durch Internetzugang im Restaurant. Das Essen ist so wie früher »beim Jugoslawen«, mit Zwiebelchen, Aivar usw.

Picasa

Technorati Tags: , , , , , , ,

Dieser Beitrag wurde unter EST, Europa, Foto, LT, LV, Reisen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf * Europa2010: 64. Tag, Skodra – Prčanj/Kotor

  1. Brigitte sagt:

    Irgendwo wird das Schweizer Vignettchen schon noch Platz finden, ist ja nicht so gross.

    Kleines Land, kleine Vignette 😉

    Liebe Grüsse
    und weiterhin gute Fahrt
    Brigitte

Schreibe einen Kommentar