3. Tag: Budapest – Novi Sad

Samstag, 21.07.2006 :: Novi Sad
Sonntag, 31.03.2019, 21:56:06 :: Bilder, Erweiterungen

Wir verlassen unsere Donauinsel von Szentendre, nachdem wir nach einer Irrfahrt bis zur Nordspitze einen Geldautomaten gefunden haben und dem Verwalter des Campingplatzes sein Bargeld aushändigen können; Kartenzahlung ist ihm völlig fremd. Aber so haben wir ein paar ungarische Forint – wer weiss, ob wir die nicht brauchen können, eher wir Serbien erreichen …

Budapest

Wir fahren fast immer entlang der Donau, auch wenn wir sie nur sehr selten sehen. Das erste mal in Budapest, das wir nur nur symbolisch besichtigen.

Aber zu einer Erfrischen am Stadtufer reicht es doch, nicht zuletzt wegen der Forints.

Es ist sehr heiss, wie gehabt – unerträglich. Für alle, die nicht mitgefahren sind (und das sind die meisten …): Wenn man hier das Donautal bereist, die flache Landschaft und die Dämme besichtigt, dann kapiert man, warum die Leute bei der letzten Überschwemmung im Wasser gestanden sind samt ihrem Hab und Gut. Ein Gedanke kommt mir dabei: Manchmal sind die Dinge ganz einfach. Nur dadurch, dass der Mensch sie negiert, werden sie kompliziert. Will heissen: Wer zu dicht ans Wasser baut, der steht dann drin oder ersäuft gar. Ganz einfach.

Flach, flach, flach ist es. Paprika- und Sonnenblumenfelder ohne Ende, Wein … Wir sind mittlerweile auf unter 100 m ü.N.N. – angefangen haben wir so bei 300 … 400 m. Kein Wunder mäandert die Donau so breit daher. Nur noch wenig Gefälle bis zum Schwarzen Meer; dennoch: sie ist an vielen Stellen reissend – nicht zuletzt war sie das auch auf der Donauinsel in Szigetmonostore, wo wir gestern Abend ja sehr zaghaft und vorsichtig geschwommen sind.

Donauüberquerung

Bei Dunavöldvar sehen wir dann die Donau wieder und überqueren sie auch kurz darauf über die imposante József-Beszédes-Brücke. Damit sind wir auf der »richtigen« Seite der Donau, auf der auch unser Ziel Novi Sad liegt.

Unterwegs treffen wir auf eine Gulasch-Bude am Weg und essen einen solchen, trotz Hitze. Aber wir schaffen es nicht, aufzuessen, vielleicht hat das mildernden Einfluss auf die Temperaturen …

Fette Würste und Ungarischer Gulasch

Novi Sad

Letzte Kreuzung, dann sind wir da

Novi Sad war für mich neben Sarajewo und Mostar ein wichtiges Ziel. Sie ist die zweitgrösste Stadt Serbiens und damit eine jener Städte, die 1999 von der NATO heftig bombardiert und zerstört wurden. Erst letztes Jahr (2005) wurde alle zerstörten Brücken über die Donau wieder hergestellt – die wollte ich sehen, wo ich die Zerstörung nur von Bilder kannte. Wie leben die Menschen da heute?

Dazu hier mehr.

Zunächst suchen und finden wir ein kleines Hotel mit Parkplatz im Hinterhof, überall fantastische Pferde und nicht zuletzt auch ein Freilichtlokal auf dem grossen Platz, wo eine Menge Erwachsener und Kinder es sich wohl sein lassen und herumlärmen. Wir sind mittendrin.

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Allen Neugierigen sei meine Webseite http://www.hr-schmitz.de ans Herz gelegt. Dort gibt's alles Un-/Wesentlich zu mir und über mich.
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