Mit einem beherzten Biss…

… melden wir uns aus Rosenau. Sagt Euch nix? Egal. Hier, ein paar Kilometer entfernt, steht Schloss Bran. Immer noch nicht?

Drakula!

N a also. Wir sind in Transilvanien, ganz in der Naehe von Bram Stockers Vampirschloss haengen geblieben. Pension Stefi. Kein Knoblauch an der Decke. Keine Pfaehlchen gespitzt. Voellig ungeschuetzt versuchen wir also, hier die Nacht durchzustehen…

Aber nachdem wir heute Morgen das Schloss derer von Hunedoara im gleichlautenden Ort besichtigt haben schreckt uns nichts mehr.

Die Fahrt hierher war teilweise stressig, weil es ein gutes Stueck die Verkehrsader nach Bukarest ging, Sonntagsfahrer und lebensmuede Italiener (!) auf der Strasse hatte. Wir sind dann auf eine „braune“ Nebenstrasse ausgewichen, die war geteert, also befahrbar. Die rumaenischen Strassen zeichne sich dadurch aus, dass sie zuweilen einen Mittelstreifen, immer aber Schlagloecher haben. Diese gar heftige.

Die suedlichen Karpaten verfolgten uns gegen spater staendig zur Rechten. Gewaltig nach all‘ dem Flach-Flach der vergangenen Tage…

Hermannstadt (Sibiu) haben wir in aller Hitze ein wenig durchstreift und uns mit einem Eisbecher belohnt. Es wird maechtig renoviert. Eine sehr schoene Stadt. Wie ueberhaupt die Staedte und auch Die Doerfer groesstenteils ein Bausubstanz haben, nach der wir uns die Finger lecken wuerden in unseren flurbereinigten Betonwuesten und glattgebuegelten Doerfern. Nur: Renovieren dringend erforderlich.

Jetzt am Abend waren die Doerfer voller Menschen: Die jungen treiben sich auf der Strasse herum, die alten sitzen vor ihren Haeusern – wie im Bilderbuch.

Zum direkten Kontakt zur Bevoelkerung kam es in einer Kleinstadt (Name folgt), alsd wir die dortige Wehrkirche besichtigen wollten. Die alte Frau rief uns von der anderen Strassenseite „Guten Tag und Auf Wiedersehn“ zu und kam dann mit 3 Rosen fuer Lis herueber, lud uns ein, ihre Wohnung zu besuchen. Was wir taten, betreten, wie erbaermlich einfach die Menschen im Hinterhof wohnen. Sie pflegt dort ihre bettlaegrige Mutter, die zitternd im Wohnzimmer lag und uns anstarrte…

Hinsitzen und wohl etwas trinken haben wir dankend abgelehnt, mit dem Hinweis, dass wir noch bis Bukarest muessten. Kontakt, ohne ein Wort zu verstehen… Aber sie hat Lis zum Abschied umarmt – wohl auch, weil wir ihr fuer die Rosen ein paar Lei gegeben hatten.

Tja, und jetzt haben wir was Guters gegessen , das hier geschrieben und jetzt gehen wir in die Pension Stefi, Bilder versorgen.

PS: Rosenau ist Rasnov…

Über reinard

Allen Neugierigen sei meine Webseite http://www.hr-schmitz.de ans Herz gelegt. Dort gibt's alles Un-/Wesentlich zu mir und über mich.
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Eine Antwort auf Mit einem beherzten Biss…

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