* Rund Europa 2011, 8. Tag: Brindisi – Vlorë – Sarandë (2)

Sonntag, 29.05.2011, gegen 09:00:00 :: Vlora
Sonntag, 05.06.2011, 16:52:22 :: Pisa, Hotel BacchusTavern

<–– Teil 1

Fahrt von Flora nach Saranda

Es ist Sonntag und die Albaner sind unterwegs, man merkt es: Mercedes-Autos überall. Der Strand ist bevölkert, die Strassenhändler bieten alles an, was China so an bunter Plastik zu bieten hat.

Wir fahren über staubige Strassen, dunkle Tunnel, durch breite wiesenbedeckte, blühende Täler Richtung Gebirge.

Sonntag, früher Mittag. Gutes Wetter. Berge. Jedem muss da ins Hirn kommen: Wo ein Albaner oder Grieche und Wald und/oder Berge: Da muss es eine Waldschänke geben, in der in irgendeinem Hüttlein am Wege ein Lämmchen oder ein Zicklein sich träge über dem Grillfeuer dreht.

Tut es natürlich. Und nicht nur eins. Und so kommen wir statt zu einem Frühstück zu einem frühen und sooooooo leckeren Mittagessen auf 700 m Höhe, in einem Wald in den Albanischen Bergen, dass nichts übrig bleibt.

Und ob Lis sich darüber freut oder nur friert, das wird nicht verraten. Das Wetter hatte sich mittlerweile kräftig geändert und sah zu diesem Zeitpunkt eher nach letzterem aus.

So wechselte es ständig, regnete aber nicht. Welche Gnade.

An dieser Stelle überlege ich mir mal wieder, was man eigentlich alles zeigen sollte. Wer noch keinen Appetit bekommen hat, fährt da eh‘ nicht hin allen anderen nimmt man die Überraschung, den Moment des Atemberaubenden. Albanien ist atemberaubend, zu Fuss, wie ich von einem französischen Couchsurfingfreund weiss, gewiss noch wilder, schöner und überraschender als mit dem Auto.

Immer noch beherrschend…

…sind natürlich die Einmann-Bunker aus der Zeit des Kalten Kriegs, als Albanien sich als Vorhut Chinas fühlte und den Rest der Welt von seinen unschätzbaren Rohstoffquellen oder was immer abhalten wollte.

Dazu gehört auch das rührende ehemalige UDSSR-U-Boot-Versteck bei Porto Palermo, wo man auch eine schnuckelige alte Festung findet, aus der Zeit, als noch mit Steinkugeln hantiert wurde.

Irgendwann kommt er doch, der Regen und taucht die hügelige Landschaft in ein ganz eigenartiges Licht.

Und irgendwann dann Sarande

Das Zentrum des südlichen Albaniens, nahe Butrint, einem der himmlischsten Fleckchen Erde, die wir kennen, Stadt und Hafen am Meer, die Hänge voller Neubauruinen, bunt, schmutzig – und dennoch liebenswert, wenn man sich arrangieren kann: Albanisch und Griechisch, Altes und Neues mischt sich hier in Stil, Sprache, Speisen.

Und wir finden nach längerem Herumkurven ein Hotel und ein Zimmer, das alle Rekorde schlägt: Ausstattung, Ausblick und Preis – und deshalb blieben wir hier auch einen Tag länger. Davon dann später.

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