* Rund Europa 2011, 19. Tag: Gythio – Monemvasia

Donnerstag, 09.06.2011, 19:08:37 :: Monemvasia, Hotel Aktaion
Dienstag, 14.06.2011, 12:43:31 :: Naxos

Calima?…

…heute Nachmittag, jedenfalls in Ansätzen, als wir in Monemvasia ankommen. Der heisse Wind heisst hier natürlich Scirocco und nicht Calima. Die Quelle liegt aber in beiden Fällen in der Sahara, die Temperaturen sind also entsprechend. Aber so schlimm wurde es dankenswerter Weise nicht. Der Staub aber, den hatten wir auch hier überall.

Noch aber sind wir erst mal in Gythio

Es war ganz freundlich…

…früh am Morgen…

…nicht aber wenig später.

Dabei hatte der Tag heute Morgen in Gythio erst schön aber dann so verhangen begonnen, dass wir schon enttäuscht überlegten, ob wir unter den Umständen den Sprung zum nächsten Finger machen sollten. Wolken im Gebirge, Regen am Ende, das können wir nicht brauchen.

Das an sich angenehme Hotel liefert wieder ein typisch griechisches Unfrühstück ab. Wir schlucken’s in der Erwartung, dass wir später was Besseres finden werden.

Und dann schleichen wir uns und verlassen dieses wirklich schnuckelige Städtchen und damit auch die wilde Mani…

…entlang der Küste nach Norden nach Skala, um dann den Bogen auf den dritten Finger zu kriegen; mit gemischten Gefühlen, denn es ist eben unbeständig. Aber mit der Erwartung, wie wohl im Vergleich zur Mani der östliche Finger sein wird. Ähnlich? Völlig anders?

Wir begegnen havarierten Frachtern,

traumhaften Buchten,…

…griechisch verramschte,…

…so mancher die Strasse blockierenden Ziegenherde…

…und natürlich massenweise Wegkapellchen.

Wir fahren durch die fruchbare Ebene im Delta des Evrotas und überqueren den Fluss kurz nach Skala. Orangenhaine, Oliven, Zelte mit Tomaten und Artischocken machen wir aus.

Bei Kokkinia erreichen wir wieder das Meer und sind nun »im Anflug« auf Neapoli in der Vatika; der östliche Finger beginnt hier.

Oliven nehmen wieder zu, es wird bergiger aber nicht so doll wie auf der Mani. Teilweise scheint die Erde unter den Bäumen zu glühen, so rot ist sie gefärbt.

Und immer wieder Strände mit Tavernen, wie hier in Plytra.

Ja, und dann Neapoli,…

…als Städtchen eher enttäuschend, aber in einer wunderbaren riesigen Bucht gelegen, in der Ferne

die Inseln Elafonisos und Kythira, die man natürlich besuchen sollte… Und die man bei der Rundfahrt durch die Berge von hoch oben bewundern kann. Neapoli war der südlichste Hafen Spartas, heute ein kleiner Touristenort, wo man im Café am Hafen eher russisch als griechisch hört.

Ein Versuch…

…war’s uns wert, entgegen der Kartenangaben, uns auf der Ostseite entlang der Küste einen Weg nach Monemvasia im Nordosten zu suchen. Der Versuch schlug fehl, er wurde zur Rundreise, aber er war nicht umsonst: Ein wundervolle Landschaft tat sich auf, dichte Nadelwälder, plötzlich in der Höhe, ein herrliche, menschenleere Badebucht, an der die Welt einfach endet

und bei der Rückfahrt (keine Autos die ganze Zeit, naja, vielleicht zwei oder drei…) nochmals der imposante Blick auf die Vatika-Bucht von Neapoli, verfallende Burgen und, und…

Plötzlich Nadelwald

Auf empfohlenen Pfaden…

…ging es dann quer durch die Halbinsel zum Endpunkt des Tages, nach Monemvasia, einer mehr als bemerkenswerten Inselfestung, einem Klotz im Meer, verbunden nur durch einen schmalen Damm. Und dieser Klotz tauch irgendwann auf, auf der Fahrt entlang der Küste…

…kommt näher und ist dann irgendwann am Hafen…

…und am Damm.

Und da steht ein Hotel mit einem Bett. Und das ist praktisch.

Denn wir sind fix und fertig, siehe Anfang des Berichts: Es ist berstend heiss, der Kreislauf verlangt nach Cola, Wasser, Kaffee. Und der Körper nach eine Dusche. Das alles gibt es hier und morgen früh können wir dann zur Besichtigung eilen – ehe die Sonne jede Aktivitärt vereitelt.

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  • 2011-06-09;166;4:12;2:45;85.4;39.5;23.9;Gythio-Monemvasia
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Eine Antwort auf * Rund Europa 2011, 19. Tag: Gythio – Monemvasia

  1. Helmut Hansen sagt:

    …eine schöne inspirierende Reise! Bekommt Ihr eigentlich etwas von den EURO-Querelen um Griechenland mit oder haben die Menschen auf der Peleponnes eine andere Zeitrechnung?

    Herzliche Grüsse
    Helmut

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