Ein Literat, ein Nobelpreisträger, eine Instanz?

Nun hat uns eben wieder einer enttäuscht. Der Grass’sche Zeigefinger war ja schliesslich schon was in Deutschland. Warum, und das will sich mir nicht so recht erschliessen, braucht einer mit reinem Gewissen so lange, um eine »Jugendsünde« einzugestehen?

Wenn’s denn eine war.

Und wenn’s keine war, warum hat er dann nicht den Schnabel gehalten und sein schlechtes Gewissen mit ins Grab genommen? Weil’s plötzlich zwickt im Gewissen, im Hinterkopf? Also, ich weiss nicht…

Oder ist’s am Ende einfach nur ein promotion-Trick für das »Bekennerbuch«?

Fragen, Fragen, Fragen…

Dienstag, 15. August 2006, 1:37 :: Nachtrag:

So knüppelig wie H. M. Broder das nun wieder im SPIEGEL (*) formuliert, muss es dann vielleicht doch nicht sein, zumal dem Autor mal wieder seine »stars & stripes«-Brille sehr hinderlich ist. Aber Deutlichkeit ist schon nötig.

Sag‘ ich doch. Auch der Zentralrat der Juden ist laut SPIEGEL meiner Meinung 😉

Zitat: „Die Tatsache, dass dieses späte Geständnis so kurz vor der Veröffentlichung seines neuen Buches kommt, legt die Vermutung nahe, dass es sich dabei um eine PR-Maßnahme zur Vermarktung des Werkes handelt“, sagte die Präsidentin des Zentralrats, Charlotte Knobloch. Der Schriftsteller sei stets als „strenger moralischer Mahner aufgetreten“, fügte sie hinzu.

Über reinard

Allen Neugierigen sei meine Webseite
http://www.hr-schmitz.de
ans Herz gelegt. Dort gibt’s alles Un-/Wesentlich zu mir und über mich.

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