Für die Kinder

Über mich und Litauen

Das erste Mal besuchte ich Litauen im Jahre 1995. Es war im Januar, Montagmorgen. Es war dunkel am Flughafen. Nicht gerade viel Licht. Es war kalt. Es war nass, mit etwas Eis auf dem Boden. Überall standen Soldaten und Polizisten mit irgendwelchen Gewehren herum. Es war eine seltsame Situation für mich, irgendwie zum Fürchten. Heute haben wir 2006 und vieles hat sich verändert und ändert sich noch. Litauen ist ein normaler Teil der Europäischen Gemeinschaft und für mich kein dunkles unbekanntes Land im östlichen Unbekannten mehr. In den letzten Jahren hatte ich Gelegenheit, die meisten osteuropäischen Länder zu besuchen. Um sie zu sehen. Zu vergleichen. Zu lernen. Es ist sehr beeindruckend, wie unterschiedlich sie sich entwickeln und verändern. Seit dieser Zeit komme ich jedes Jahr nach Litauen. Und ich glaube, ich werde dieses Land und seiner Menschen so lange besuchen wie ich kann. Viele wurden sehr gute Freunde. Sie kamen auf mich zu, sie halfen mir, sie zeigten mir ihr Land, erzählten mir von ihm. Einzelne sind heute in Deutschland und Italien.

Über die Bilder

Die meisten Bilder, die hier überall hängen, zeigen Blumen. Aber sie sehen manchmal nicht »normal« aus wie in den Biologiebüchern. Also immer daran denken: Die Dinge sind nie normal, auch wenn sie normal aussehen. Man sollte immer wenigstens zweimal hinsehen. Dann gibt es da ein grosses Bild im 2. Stockwerk, das eine Landschaft auf der Insel Naxos, der grössten Kykladeninsel in Griechenland zeigt. Für mich drückt dieses Bild am besten aus, was es bedeutet, frei und im Einklang mit der Natur zu sein. Ein weiterer Grund dafür, dass ich dieses Bild ausgewählt habe, ist die Tatsache, dass ich viele Eigenheiten gefunden habe, die Griechenland und Litauen gemeinsam haben. So sprechen meine Frau und ich auch oft von den Litauern als die »Griechen des Nordens«.

Über die Kinder

Ich widme diese Bilder den Kindern Litauens, insbesondere den Kindern dieser Schule. Die Bilder dürfen niemals anderen Zwecken dienen, als sie den Kindern und allen Menschen zu zeigen, die als Gäste hierher kommen. Kinder sind das einzige, was wir haben, um zu überleben. Also behandelt sie gut. Lehrt sie gut. Erzieht sie gut. Missbraucht sie niemals für eure Händel und Kämpfe. Lehrt sie, diese Welt und die Natur zu schützen und zu pflegen, denn sie sind einzigartig und wundervoll. Und sie sind das sine qua non für alles. Sie haben alles richtig gemacht, wenn die Kinder nicht Pink Floyds »We don’t need no education« singen.

Über die Schule

Ich kenne die Schule in Riese seit viel Jahren. Ich habe immer wieder gesehen, was insbesondere im Bereich des Handwerklichen und Künstlerischen von den Schülern hervogebracht wurde. Dazu braucht es den noch unverstellten Ideenreichtum der Kinder. Aber auch die Anleitung und Führung der Lehrer. Und nicht zuletzt eine Schulleitung, die das alles zulässt, fördert und vorantreibt. Ohne die Rektorin der Schule, Frau Stasia Civinskiene, wäre auch diese Bildergalerie als Anregung und in ihrer heutigen Form nicht entstanden.

Für Ihren Anstoss und Ihren Einsatz danke ich ihr hier ausdrücklich. Ich bin sicher, dass die Schüler dieser Schule sich glücklich schätzen können, von und mit dieser Frau und ihrem Kollegium zu lernen.

Alles Gute und viel Freude für Sie alle.

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Über reinard

Allen Neugierigen sei meine Webseite http://www.hr-schmitz.de ans Herz gelegt. Dort gibt's alles Un-/Wesentlich zu mir und über mich.
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