Die Sache mit Facebook…

Montag, 13.01.2014, 20:00:11 :: Galanado

…ist die, dass es so einfach ist, ein paar Bilder an seine Freunde zu schicken – ein, zwei Klicks auf dem iPhone und sie wissen, was man gerade so macht, dass man also noch unter den Lebend weilt etc. Und wir haben das Gefühl, es gibt darunter welche, die das interessiert, denn sie reagieren. Das geht von Taiwan bis La Palma.

Alle anderen werden später beliefert

Es ist einfach ein Unterschied, ob man so nebenher mal schnell fotografiert und klickt oder ob man sich an den Schreibtisch setzt, einen Klassenaufsatz schreibt und die nötigen Bilder raussucht, einbettet, hoch lädt; vom häufig miserablen Internet gar nicht zu reden.

Das nur zur Erklärung, nicht zur Diskriminierung der Facebookverächter. Wir kennen strickte Gegner der ersten Jahre, die »nieeeeeeemals!« sagten und heute recht eifrig mit uns über diese Plattform kommunizieren und sei’s nur um schnell die Festnetznummer von Galanado zu erfahren um dann anzurufen – aus Irgendwo in Irland zum Beispiel…

Ausserdem lese ich, dass die jungen Leute sich bei Facebook langsam verabschieden und die über 45-Jährigen dort Platz nehmen…

Und ehrlich: Man muss sich ja nicht jeden Käse ansehen. Wer Freunde hat, merkt sehr schnell, ob es sich lohnt, nachzuschauen, ob und was sie treiben. Wir erleben, dass wir so in Verbindung bleiben, die oft anders kaum möglich wäre. Und wenn man nach einem Jahr oder länger wieder zusammentrifft, dann kann man da weiter machen; wirkliche Kommunikationsbrüche gibt es kaum.

Ganz anders im Weblog

Zugegeben, es dient in erster Linie mir selbst als Tagebuch auf Reisen und oder zu wichtigen Anlässen. Ich habe es immer so verstanden, dass jeder mitlesen mag, der möchte, wer keinen Hinweis mehr wollte, den habe ich vom Verteiler genommen. Aber ich habe auch gelernt in den mittlerweile neun (!) Jahren, dass manche unruhig werden, wenn ich lange nichts schreibe. Nun, in der zweiten Jahreshälfte 2013 gab es Gründe dafür, dass nichts kam.

Aber ein Grund ist sicher Facebook, wo man eben doch schneller was abladen kann, was einem mitteilenswert erscheint. Darunter leidet das Blog – und das geht nicht nur mir so, das beobachtet man weltweit, dass Weblogs an Bedeutung verlieren. Dass Kommunikation dadurch zwangsläufig flacher/dünner wird, kann ich nicht finden.

Ich werde jetzt also langsam anfangen, das Reisetagebuch 2013 zu vervollständigen, danach die Reste der Grossen Rundreise von 2012.

Aber es ist eben viel Arbeit. »Nebenher« haben wir auch angefangen mit Griechischstunden – ein gaaaanz schwieriges Thema, mehr für mich als für Lis.

Rund Europa 2014

Auch hierzu gibt es Überlegungen, aber dazu ein andermal. Für alle, die jetzt doch ein paar Bilder aus Naxos sehen möchten, kann ich nur empfehlen Facebook oder Picasa.

Hier ein kleiner Einstieg:

Fahrt nach Azalas

2014.01.13 :: Strandspaziergang

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2 Antworten auf Die Sache mit Facebook…

  1. Reinard sagt:

    Also, wir fühlen uns nicht als Gäste oder Fremde, wir sind hier eingebunden, wohnen hier. Das liegt zuerst wohl an unserer Vermieterin. Sie gehört zu einer alteingesessenen Familie am Ort. Jede/r kennt Popi. Sie hat dazuhin noch ein Magazin/Kafenion, das KAFENION LEFKAS, kurz vor Galanado. Und ihr Onkel ist Hotelbesitzer, neben »unserem« Hotel Elizabeth in der Chora. So waren wir von Anfang an gut vernetzt und bekannt, die neuen Mieter von Popi eben. Aber es leben auch einige Deutsche hier, verheiratet mit Griechen und Rentner. Und dass wir anfangen, Griechisch zu lernen, wird wohlwollend abgenickt.

  2. Klaus Windolph sagt:

    Mich würde eher interessieren, wie es sich in Galanado lebt. Ist es nicht schwierig, in einem rein griechischen Dorf als Deutsche? Die naxiotischen Dörfer sind doch entweder frei von ausländischen Bewohnern, Touristen und Hotels oder eben Tranferdörfer wie Mili, Azalas, Mousouna oder Küstenorte mit touristischer Infrastruktur. Liebe Grüsse, Klaus

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