* Rund Europa 2015 (1), Planung

Montag, 16.03.2015, 23:05:19 :: Naxos; dieser Beitrag wird bis zur Abfahrt ständig aktualisiert

Naxos – München: Der Plan

Ja, in wenigen Tagen geht es wieder los. Allerdings – und das ist ein Novum – werde ich diesmal alleine fahren. Lis ist bereits in Deutschland und bereitet sich auf ihre Hüftoperation vor. Aber es wird keine Fahrt wie die durch Belarus werden, denn es gibt nur noch sehr wenige sicher befahrbare und dazuhin schöne Strecken auf dem Balkan, die wir nicht schon gefahren währen. Naja, was heisst schön, landschaftlich wird man immer wieder überrascht.

Also, der Plan sieht derzeit so aus, Stand Montag, 16.03.2015, 23 Uhr:

  1. Naxos – Piräus – Thiva – Distomo – Delfi, 170 km
  2. Delfi – Zitsa, 350 km
  3. Zitsa – Durres/Tirana, 270 km
  4. Durres – Herzeg Novi, 230 km
  5. Herzeg Novi – Sibenik, 340 km
  6. Sibenik – Senj, 210 km
  7. Senj – München (2 Etappen), 560 km

Da ist noch einiges an Luft drin, denn ich habe 14 Tage Zeit. Ein Muss ist diesmal Distomo, das auf dem Weg nach Delfi liegt. Es ist eines der Dörfer, in denen die Deutsche Wehrmacht im 2. WK am 10. Juni 1944 grundlos (wenn es denn Gründe geben könnte…) unbeteiligte Dorfbewohner grausam niedergemetzelt hat. Kalavrita auf der Peloponnes hatten wir im Mai 2007 besucht. Das Erlebnis der Zurückweisung durch eine alte Frau hat und damals schwer getroffen, wenngleich es nachvollziehbar war. Das Thema Wiedergutmachung ist ja wieder tagesaktuell. Ohne dass ich in diese Diskussion an dieser Stelle einsteigen will, möchte ich aber wissen, wie Distomo auf mich wirkt. Man muss sich das zumuten, ebenso wie die KZ-Gedenkstätten.

Anmerkung: Die dritte Gedenkstätte ist der Schießstand von Kesariani. Tsipras hatte dort nach dem Wahlsieg Blumen nieder gelegt.

Delfi werde ich gegebenenfalls hinter mir lassen, oder nur dort übernachten. Es kommt eben immer darauf an, ob und wie man in der Nacht zuvor auf dem Schiff nach Piräus geschlagen hat, ob man also hinreichend fahrtüchtig ist für eine längere Strecke. Aber mit einer Übernachtung in Delfi in der Nicht-Touristen-Zeit macht man auch nichts falsch.

Die nächste Station wird Zitsa im Epirus sein. Anna hat dort den »Bookgarden« eröffnet und ausgestattet, den möchte ich sehen und natürlich freue ich mich auf das hervorragende Gebäck, das Kostas mit ihrer Hilfe jeden Tag zurechtzaubert. Mitglieder auf Facebook sind natürlich wieder in Vorteil: Anna, der Büchergarten und natürlich die Bäckerei.

Albanien

Auf welchem Weg ich durch Albanien fahre, mache ich vom Wetter abhängig. Ende März kann es noch ungemütlich sein, dann lohnt es nicht unbedingt, in tiefhängenden Wolken Stimmungsbilder zu machen… Aber da die letztjährigen Berichte immer noch ausstehen, kommt dazu auf jeden Fall noch was 🙂

Montenegro, Bosnien und Herzegovina

Mmittlerweile kommt man auch durch Montenegro ganz ohne Etikett auf der Scheibe. Es hat sich viel geändert in den letzten zehn Jahren. Auch nach Albanien passiert man die Grenze ohne Kosten und Mühen.

Kroatien…

…ist seit dem Sommer 2013 EU-Mitglied. Wie die Zeit vergeht.

Slovenien, Italien, Österreich?

Da warten wir mal wieder, wie das Wetter sich anstellt. Kann man Pässe fahren? Wo kommt einem schon der Osterverkehr entgegen? Denn ab 30. März sind Osterferien.

Und in Deutschland?

Besuche, Besuche: Schwager und Schulfreund in München, Sohn und Enkel in Nürnberg, Nachsorge meiner Zunge in Erlangen. Ja und selbstverständlich Lis, deren Hüft-OP am 25. März hoffentlich zur vollen Zufriedenheit über die Bühne gegangen ist! Mein Bruder, Freunde, besonders die bald wieder in See stechenden Wilts – ach, wer weiss, was alles passieren wird, Geplantes und vor allem Unvorhergesehenes.

Und Griechenland

Einer meiner grössten Sorgen – aber darüber ein andermal.

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