Was in den Parteien bisher allenfalls verklausuliert geäussert wurde, hier (*) sagt eine es definitiv und offen:
Vollbeschäftigung ist eine Illusion
Alles hängt an freien Stellen wusste die StZ immerhin schon im Juni zu titeln. Und letztes Jahr dachten schon welche über Alternativen nach. Noch kurz davor hatte ich von einer neuen APO geschwärmt – u.a. auch in diesem Zusammenhang. Nun sind wir also noch ein Stück weiter: Ein Thesenpapier in der SPD, mehr als ein Jahr später. Und das, nachdem selbst Münte lange davor die Heuschrecken als ein Ungeziefer ausgemacht hatte, das am Sozialstaat nagt. Aber nicht die erhielten einen Maulkorb; den hatte er sich selbst umgebunden…
Nicht das Wissen macht’s aus: Man muss es einsetzen.
Ach übrigens:
Und was für Deutschland gilt, gilt für die EU etc. …
Aber da kommt er nun wieder, unser Bundesregierungskontrolleur, der Mahner, der selbsternannte Qualitätssicherer, der ständig versucht, Regierung und Parlament vor sich herzutreiben. Das tun die Arbeitgeberverbände und deren Hintermänner eigentlich schon mehr als genug – bis zum Erbrechen und darüber hinaus. Man kann’s wirklich nicht mehr hören: Lohnzurückhaltung, Deregulierung, Entlastung… Sein Weihnachtsvortrag war auch nichts weiter als die Fortsetzung dieses ungeniessbaren Einheitsbreis.
Kurz:
Es ist immer wieder das Problem der Dummheit (Becks rasierter & gekämmter Arbeitsloser), Dreistigkeit (Hartz-IV-Jobs statt Festanstellung), Unaufrichtigkeit (»Wer ernsthaft sucht, der findet«), ja Verlogenheit, der Unterwerfung allen Lebens unter die Knute des Kapitals und die Darstellung dieses Sachverhalts als unausweichliches Schicksal; das offensichtliche Versagen von Politik und Politikern; der Ausverkauf der Regelungskompetenz des Staates unter dem Hinweis auf »die Globalisierung«, ganz gleich, was man darunter verstehen will oder soll.
Links:
- NachDenkSeiten. Anmerkung: Für dieses Weblog unbedingt viel Zeit nehmen. Es ist eine Fundgrube für Menschen, deren Gedanken entweder flachgekämmt oder ausgegangen sind – für alle strubbeligen sowieso… Ausgesprochen empfehlenswert!
(*) intern: Journler 621












