Was wurde nun besser?

Ein schrecklicher Tyrann wurde staatlicherseits ermordet. Und nun? Wo sind die Belege, dass der gewaltsame, gezielt herbeigeführte Tod eines Menschen den Rest der Welt besser macht? Dass er abschreckt? Länder mit Todesstrafe, vor allem die USA, haben alptraumhaft hohe Verbrechensraten.

Und dennoch: Morden folgt auf Morden. So wird es weiter gehen. Als hätte es einen Saddam nie gegeben. Demokratie, wenn sie denn je kommt im Nahen Osten, braucht Mord als »wichtigen Meilenstein« nicht. Mord ist kulturlos, archaisch und wüst – gleich wer ihn wozu begeht.

Menschen leben friedlich, wenn Sinn und Chancen ihr Dasein erfüllt. Wenn sie angstfrei und satt sind. »Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.« Nicht umgekehrt. Und schon gar nicht die Moral, die Bush und die Seinen leitet…

Irrwitz und Verlogenheit…

…hatten schon immer Methode – durch die Bank:

  • „Unsere Respekt vor den Menschenrechten verlangt von uns, ihn hinzurichten“ (Irakischer Ministerpräsident Nuri al-Maliki)
  • »Die Exekution Saddam Husseins ist ein Sieg für das irakische Volk und kein anderes Land sollte sich diese zuschreiben.« (stv. iranischer Außenminister Hamid-Resa Assefi)
  • “Ich sehe nicht ein, warum wir tatenlos zusehen müssen wie ein Land kommunistisch wird, nur weil seine Bevölkerung verantwortungslos ist.“(Henry Kissinger über Chile)

Mit Bildern des Deliquenten mit dickem Tau um den Hals. Respekt! Warum wird Abartigkeit immer nur mit weiterer Abartigkeit beantwortet? Andererseits muss man hier daran erinnern, dass ein anderer Tyrann vor kurzem den Alterstod starb. Das ist gut so. Allerdings unbehelligt von den USA und anderen selbsternannten Terroristenverfolgern und ohne Schuldspruch. Das sagt alles.

Über reinard

Allen Neugierigen sei meine Webseite http://www.hr-schmitz.de ans Herz gelegt. Dort gibt's alles Un-/Wesentlich zu mir und über mich.
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