* Rund Europa 2016: Reiseplanung (3)

Sonntag, 06.03.2016, 11:59:34 :: Galanado
Dienstag, 08.03.2016, 13:10:50 :: Galanado

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Also, in Montenegro waren wir also schon gelandet. Und ehe hier nun die Karnevalswoche losgeht, sollte der Reiseteil Montenegro – Hochdorf schnell noch ins Netz.

Apókriës (griech. απόκριες) ist das griechische Faschingsfest. Übersetzt heißt es so viel wie Fleisch vorbei und findet in den drei Wochen vor Beginn der Fastenzeit statt. Mit dem sogenannten reinen Montag, Kathari Deftera (Καθαρή Δευτέρα oder mgr. Καθαρά Δευτέρα, Kathara Deftera), endet die Faschingszeit. Da in Griechenland, anders als in Westeuropa, der Ostertermin nach dem julianischen Kalender und dem alten Mondzyklus bestimmt wird, endet das Fest nur manchmal in etwa mit dem deutschen Fasching.

Die Faschingszeit unterteilt sich in drei Wochen mit den Bezeichnungen Profoni, Kreatini (Fleischwoche) und Tirofagou (Käsewoche). Die Fleischwoche ist die zweite Woche und bildet vor allem mit einem Grilldonnerstag, dem Tsiknopempti (verbrannt riechenden Donnerstag) den Höhepunkt. Er hat Ähnlichkeit mit dem im alemannischen Raum als Schmotziger Donnerstag (vom alemannischen Schmotz = Schmalz, Fett) oder als Weiberfastnacht bekannten Brauch.

Alte Bräuche und Kostüme haben sich zum Beispiel auf den zu den Nordsporaden gehörigen Inseln Skyros und Skopelos erhalten. Die Feiern gehen wohl auf die Dionysien zu Ehren des griechischen Gottes Dionysos zurück, die am Frühlingsanfang gefeiert wurden und durch Akkommodation ins Christentum übernommen wurden. Die Hochburg des modernen griechischen Karnevals ist Patras.

Quelle: Wikipedia

Um 12:00 begann hier in Galanado das grosse Dorffest anlässlicher beginnenden Karnevalswoche. Der Zeitpunkt, mit diesem Beitrag gerade jetzt zu beginnen, war also völlig daneben, denn wir gehen jetzt gleich auf unseren Dorfplatz beziehungsweise zum Festlokal.

Aber das jetzt nur am Rande. Vielleicht gibt’s dazu einen gesonderten Beitrag.

Mittlerweile ist Dienstag, 08.03.2016…

…es kann also weitergehen. Also: Vom Süden Montenegros weiter bis Hochdorf, Germany. Auf Virpazar sind wir natürlich besonders gespannt.

Von Virpazar am Skodersee geht es hinunter ans Meer, nach Petrovac na moru; das ist ein Ziel das wir schon 2005 lieben gelernt haben, das aber mittlerweile so touristisiert ist, dass wir es nicht mehr mögen. Und dann geht es i.W. immer der Küste entlang bis Tivat beziehungsweise Lepetane am Eingang zur Bucht von Kotor. Dort setzen wir mit der kleine Fähre über und sind schnell in Đenovici. Das ist alles bekannt aber immer noch sehr schön und beschaulich 🙂

Kroatien

Am nächsten Tag (oder auch später…) geht es weiter nach Dubrovnik. Lis ist der Ansicht, wir sollten diese geschichtsträchtige Stadt nun endlich mal nicht nur von der Strasse hoch oben anschauen. Na, mal sehen, vielleicht wird es diesmal was – wenn nicht schon alles wieder mit Touristen überschwemmt ist…

Uuser nächstes Ziel – und das ist dann wieder etwas Neues – ist Ston auf der Halbinsel Pelješac. Der Ort besitzt die längste Festungsmauer Europas. Wir fahren dann über diese Halbinsel bis Trpanj, von wo aus man mit der Fähre wieder ans Festland nach Ploče gelangt. Die Stadt liegt nördlich der Mündung der Neretwa, die hier ein riesiges fruchtbares Delta bildet.

Quelle: Wikipedia

Nebenbei: Dass man sich das alles schon mal im Original in Street View von Google Earth ansehen kann, finde ich im Gegensatz zu Einigen, mit denen wir hie und da darüber sprechen, gar nicht verkehrt; schon der Strassenzustand, überhaupt die Tatsache, dass eine solche mit einem guten solchen vorhanden ist, lässt ja Rückschlüsse und Planungen zu, von denen man sonst vielleicht die Finger lassen würde. Zuweilen, das gebe ich zu, gingen wir auch in die Irre – allerdings nur mit Google, ohne Street View. So wie hier in Moldawien, 2010. Drei mal an einem Tag…

Nun gut, das gehört dazu.

Von Ploče geht es weiter nach Baška Voda, Omiš, Split. Auch dort wollen wir nochmals versuchen, nahe der Altstadt einen Parkplatz zu finden; dann würden wir uns da endlich auch mal umsehen; einmal ging’s eben wegen fehlender Parkmöglichkeiten nicht.

Salona, gleich nördlich von Split, die ehemalige Metropole der römischen Provinz Dalmatien, haben wir schon früher ausgiebig studiert. Sehr lohnend!

Von Split geht es also weiter über Trogir (lassen wir diesmal ebenfalls links liegen…) nach Primosten und schliesslich nach Šibenik. Ab da wird’s dann wieder neu: Wir umfahren Zadar und die tiefe Buch von Starigrad – gegenüber der Insel Pag – weiträumig. Es geht ins Landesinnere, nach Knin, Gračac, Gospić – einer vom Balkankrieg seinerzeit geschundene Gegend – und dann wieder hinunter ans Meer nach Senj. Ach ja: Der Schatz im Silbersee liegt da – jedenfalls der im Film. Senj, das ist ja eine meiner Lieblingsstädte – wegen der Roten Zora, den Uskoken und ihrer mittlerweile so toll renovierten Festung Nehaj.

Bald darauf verlassen wir die Adria: Kurz vor Rijeka machen wir in Bakar noch einmal Rast, denn dann geht es bald bei Opatija quer durch Istrien nach Triest.

Italien

Nun, hinter Triest ist Schluss mit mediterraner Wonne. Die Poebene winkt schon, Autobahn droht. Vielleicht gibt’s einen Abstecher nach Venedig, Padua, Vicenza, Verona lassen wir unbehelligt. Wir wollen über Brescia und Bergamo den Comer See erreichen – Lecco ist das Ziel.

Schweiz

Nun sind wir in sehr bekannten Gefilden: Den Comer See hinauf geht’s nach Chiavenna (wer weiss, dass die Stadt zu deutsch Kleben heisst?), über den Splügenpass und ab da immer dem Rhein nach bis Sargans. Von dort machen wir einen Abstecher an den Walensee. Der hat was nostalgisches: Im Sommer 1961 haben mein Freund Wolfgang und ich ihn per Fahrrad erreicht – der südlichste Punkt unserer Rundreise Stuttgart – Bodensee – Zürcher See – Walensee – Vaduz – Lindau – Ulm – Stuttgart.

Finally Germany

Lindau ist das nächste Ziel und Konstanz. Und von dort sind wir nach genau 200 km Autobahn dann in Hochdorf.

Wenn alles gut geht.

Und wer schliesst jetzt eine Wette ab, dass der Plan so durchgezogen wird?

Ich nicht.

Nachtrag:

  • 2016.03.19 :: Ich hatte vergessen mitzuteilen, wann wir starten: Es ist kein Scherz, bestimmt nicht: Am 1. April.

In alles Kürze

▾ Montenegro
– Vladimir – Virpazar 60 km
– Hotel Pelikan, Virpazar
– Virpazar – Petrovac 26 km
– Petrovac – Tivat/Denovici 50 km
– Denovici – Dubrovnik 55 km
▾ Kroatien
– Dubrovnic – Trpanj 110 km
– Ston: Die längste Festungsmauer Europas (Halbinsel Pelješac)
– Ploce – Igrana 37 km
– Igrane – Baska Voda 28 km
– Baska Voda – Omiš 27 km
– Omiš – Split 25 km
– Split – Trogir 29 km
– Trogir – Primosten 33 km
– Primosten – Šibenik 29 km / 208 km
– Ploce – Primosten 179 km
– Ploce – Šibenik 208 km
▾ Šibenik – Senj 252 km
– Šibenik – Knin 57 km
– Knin – Gospić 105 km
– Gospić – Senj 90 km
▾ Senj – Triest 184 km
– Senj – Bakar 56 km
– Bakar – Bregi 32 km
– Bregi – Vela Ucka 19 km
– Vela Ucka – Buzet 26 km
– Buzet – Triest 50 km
– Buzet – Padua 240 km
▾ Italien, Schweiz, Österreich, Deutschland
– Padua – Bergamo 195 km
– Bergamo – Lecco 44 km
– Lecco – Chiavenna 75 km
– Chiavenna – Montespluga 28 km
– Montespluga – Splügen 25 km
– Splügen – Murg/Walensee 100 km
– Murg – Lindau 100 km
– Lindau – Konstanz 50 / 90 km
– Konstanz – Hochdorf 200 km

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