* Rund Europa 2017, 2. Tag: Rund Methana

Freitag, 12.05.2017, 22:17:16 :: Methana, Pension Vienna
Dienstag, 16.05.2017, 20:08:06 :: Tyros
Samstag, 10.06.2017, 22:39:26 :: Galanado
Dienstag, 20.06.2017, 18:08:19 :: Galanado

Vorbemerkung: Es ist zuweilen wirklich trostlos mit der Internetqualität; die Hotelbesitzer klagen selbst, hoffen aber immer, dass ihre Gäste den Mangel nicht bemerken. Oft bringt ein Neustart des Routers ja kurze Besserung. Aber jedes Mal wieder die Diskussion und die Rechtfertigung, ich sei ja nun mal Profi und wisse dass das hilft. Oft danach zwar vDankesworte…

Aber für mich bedeutet es jeden Abend i.W. Schaffenspause, bis auf Bilder versorgen und Notizen machen ist meist nichts drin; Bilder zu verorten oder gar hochzuladen zusammen mit einem Beitrag – Fehlanzeige. Erst jetzt komme ich langsam dazu, nachdem auch hier in Galanado bis vor 2 Tagen nahezu Totalausfall herrschte. Sie sind wohl überall beim Aufrüsten, Kabellegen und Umrüsten auf VoIP – was ja selbst der Deutschen Telekom deutschlandweit zu schaffen macht. Nun denn…

Methana

Keine Sonne heute morgen, es wird wohl ein bedeckter Tag. Dass es also nicht so heiss wird, finde ich schön, den Fotos wird das fade Licht jedoch nicht so gut bekommen. Wir werden sehen. Auf jeden Fall haben wir Südwind und die Sahara in der Luft; das gibt zusätzlich »mildes Licht«.

Wir unterhalten uns nochmal lange mit der Vermieterin. Sie gibt uns auch noch den Tip mit der zweiten heissen Quelle mit auf den Weg. Davon dann später. Wir pflücken uns ein paar Mispeln, die einem hier fast in den Mund wachsen und freuen uns am Maikranz, wie er fast an jedem Haus hängt in Griechenland; bis zur Sommersonnwende, dann wird er ins Sonnwendfeuer geworfen…

Unser Frühstück nehmen wir im Café am Hafen zu uns. Die Strasse hinunter zum Ufer ist relativ steil und führt vorbei an maroden und toten Pensionen, aber auch vorbei an überaus prächtigen Oleanderbäumen. Ja, es sind richtige Bäume, mit dicken Stämmen, wie ich sie noch nie zuvor gesehen habe. Das in ganz Europa obligatorische violette Löwenmäulchen blüht aus allen Ritzen.

Im Hafen liegen die Fischerboote mit ihrem frischen Fang dicht bei, es riecht. Die Fischer selbst sitzen daneben und warten auf Kunden, die auch kommen. Lis inspiziert nur.

Wir verziehen uns so weit wie möglich, weg vom Boot. Einmal Spiegelei und Cappuccino, das reicht für beide. Die Rechnung bekommen wir vom allzeit fröhlichen Kellner mit einem gekonnten спасибо (danke) überreicht; er weiss nicht mehr, wer hier Russe und wer Deutscher ist. Es sind in der Tat mehrere Russen hier, die mit segelfreien Segelbooten und Katamaranen unterwegs sind.

Zu Methana…

…muss ich nun erst noch ein paar Worte verlieren, ehe es losgeht. Die Halbinsel ist weitgehend vulkanisch, von mehr als 30 Kratern und Kegeln übersät. Der Vergleich mit La Palma interessiert mich daher besonders. Die zuvor verlinkte Webseite von Tobias Schorr bringt alles Wissenswerte, ich würde mich nur wiederholen.

Nun geht es also los, nach Norden zur ersten Ausgrabungsstätte dieser Tour. Es ist das erst 1990 entdeckte mykenisches Heiligtum bei der Kapelle Agia Konstanti-Eleni.

Die Strassen sind durchweg gut, zwar oft sehr schmal. Bei dem »Nicht-Verkehr«, den wir den restlichen Tag erleben, aber kein Problem.

Die Rundreise

Trümmer

Die Halbinsel ist archäologisch interessant, was uns aber nun nicht nach jedem Trümmergrundstück suchen lässt. Das mykenische Heiligtum bei der Kapelle Agia Konstanti-Eleni interessiert uns aber schon. Es liegt gleich am Anfang der Tour, wir steigen vom kleinen Parkplatz kurz durch’s Gestrüpp nach oben. Und da steht ein Kirchlein mitten im Trümmerfeld.

Fast interessanter als die Trümmer ist das Kirchlein selbst. Es ist offen und schön geschmückt.

Nach einem letzten Blick in die Runde steigen wir hinunter zum Parkplatz, wo mich das dort parkende Monstrum interessiert: Es ist die Maschine, welche die kilometerlangen Rinnen an Griechenlands Strassenrändern frässt, das Bett für die Telefonkabel, hoch hinauf in kleine Bergdörfer, weit hinunter ans Meer, wo kleine Ansiedlungen und vielleicht sogar ein kleines Hotel steht.

Vulkane

Langsam wird es gebirgig, die erste Vulkankegel zeigen sich in der Ferne. Wir nehmen zunächst den Weg hinunter ans Meer, nach Ag. Georgios.

Es ist eine stille Landschaft, wild aber ruhig. Keine Touristen, keine Busse. Nur wir. Und unter und vor uns das Meer, auf dem immer die nächste Insel oder Küste schwimmt.

Das Meer, Boote und eine Taverne

Agios Georgios ist der erste Ort, den wir erreichen. Wobei – Ort: Es ist ein Schuppen, die Kirche und eine Taverne; der Rest der Häuser liegt weit verstreut.

Aber eben Taverne, das ist in Griechenland immer wieder der Ort, auf den man sich verlassen kann – es gibt Tzatziki, ein Stück Brot, Oliven und einen Kaffee. Und Fischer die da diskutierend sitzen, nebenher Tabli spielen – und das Meer mit Fischerbooten.

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Mehr braucht es eben nicht, wirklich nicht.

Proskinitaria und Kirchen

Auch an Kirchen, Kirchlein und Proskinitaria, den kleinen Wegkapellen, herrscht kein Mangel; ich denke, nirgends sonst wie auf der Peloponnes gibt es mehr davon. Grob gezählt habe ich mittlerweile wohl mehrere hundert im Archiv, die meisten hier auf der Peloponnes.

Wanderwege…

…gibt es natürlich in Hülle und Fülle, wir gehen aber keinen, obwohl es natürlich schon spannend wäre, den »Volkano« zu besteigen, dessen Zunge weit ins Meer ragt.

Wir würden sicher vieles entdecken, nicht nur ganze Hänge bedeckenden Ginster und Bruthöhlen von Insekten. Die Sonne fehlt, der Ginster flammt nicht, er ist »nur« gelb… Aber wir haben Glück, denn es regnet den ganzen Tag nicht.

Vathy, letzte Station

Nach dem Passieren von Kameni Chora gelangen wir wieder »in die Zivilisation«, erkennbar am Kabelbau, der sich auch auf dieser Inselseite die Strasse entlang frisst.

Wir machen in Vathy nochmals halt und genehmigen uns ein Eis ehe es zurück geht nach Methana City. Dort wartet ein Abendspaziergang und ein Abendessen auf uns. Also: Fortsetzung folgt.

Fotogallerie


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