* Rund Europa 2017, 6. Tag: Tyros (Ruhetag)

Dienstag, 16.05.2017, 21:11:49 :: Tyros, Hotel Apollon
Mittwoch, 16.08.2017, 20:41:58 :: Galadado

Es sieht nach Regen aus heute Morgen – ein paar Tropfen fallen auch tatsächlich nach erfrischendem Bade beim Frühstück; aber es ist so schön ruhig hier – wir bleiben einen Tag länger und lassen alles baumeln.

Lis geht bummeln und fördert die eine oder andere Information zutage:

– Es gibt ein kleines Amphitheater, das den Namen von Melina Mercouri trägt

– Wir sind hier in der Kynuria, der zweisprachigen Landschaft am Argolischen Golf. Und so sind einige Schilder zweisprachig: Neben dem »normalen« Griechisch wird hier der tsakonische Dialekt gesprochen, der sich aus dem Dorischen erhalten hat.

– Die Kirche hat einen eigenwilligen freistehenden Glockenturm.

– Es gibt eine geöffnete Taverne, die auch als Eis-Café durchgeht.

Reisen bildet eben…

Tsakonisch (griechisch Τσακωνική διάλεκτος Tsakoniki dialektos) ist ein griechischer Dialekt, der noch in wenigen Dörfern der Regionen Lakonien und Arkadien auf der Peloponnes aktiv gesprochen wird. Tsakonisch ist der einzige noch heute gesprochene griechische Dialekt, der sich nicht aus der hellenistischen Gemeinsprache (Koine), sondern aus dem antiken dorischen Dialekt entwickelt hat.

Wiederentdeckt wurde das Tsakonische durch den französischen Gelehrten Jean-Baptiste Gaspard d’Ansse de Villoison auf dessen Griechenlandreise (1784–1786).

Erstmals gründlich erforscht wurde es durch den Deutschen Michael Deffner, der 1881 eine Zakonische Grammatik herausgab, und durch den Kreter Georgios N. Chatzidakis.

Wikipedia (dort auch eine ethnografische Karte)

Ich sitze derweil an meinen Bildern und am Schreiben des Tagebuchs und der offenen Blockbeiträge.

Irgendwann ist mir dann nach einem Eis auf Waffel. Der Wunsch erwächst meinen Gedanken an das Waffelhouse in Naxos, dem Platz mit dem besten Eis – nach dem in Gubbio. Beim Schreiben jetzt stelle ich fest, dass der Beitrag über dieses Über-Eis vom Mittwoch, dem 19.06.2013 noch gar nicht geschrieben ist. Also das war, als wir von Pesaro – nein, das führt jetzt weit, ich werde doch lieber den Beitrag schreiben.

Wo war ich? Ja, der Wunsch nach einem Eis. Wir also in das von Lis entdeckte Eiscafé. Ich bestelle voller Vorfreude eine Waffel mit vier Kugel und Sahne. Freudestrahlend verschwindet die Bedienung und werkelt drinnen.

Dass meine Bestellung objektiv ein Fehler war, erkenne ich sofort, als der Teller vor mich hin gestellt wird.

Aber ich kämpfe mich durch. Das Abendessen hätten wir damit auch erledigt.

Ansonsten…

…kocht uns die sympathisch mürrische aber stets freundliche Hotelbesitzerin gerne einen Griechischen Kaffee, zu dem sie uns immer wieder einlädt. Die Fischer haben wohl keine Lust zu fischen.Wir freuen uns über jedes Auto das kommt oder startet und natürlich darüber, dass es ausser uns auch noch andere Besucher gibt. Aber nicht mehr als drei oder vier…

Aber da ist der Tag auch schon vergangen – einfach so…

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