* Rund Europa 2017 (Oktober), 11. Tag: Poulithra (Ruhetag)

Samstag, 21.10.2017, 19:21:25 :: Poulithra, Hotel Polychni
Mittwoch, 14.03.2018, 21:07:01 :: Galanado

Ruhetag, das ist heute eine kleine Rundfahrt, hinaus aus dem Kessel von Poulithra, zurück nach Leonidi, Stadbesichtigung und Abendvergnügen. Soweit die Planung.

Zunächst bestaunen wir den Sonnenaufgang und geniessen das Frühstück an der Küchenbar unseres Apartments; sowas haben wir ja selten.

Sonnenaufgang- und Untergänge über dem Meer: Sie faszinieren vor allem, wenn man sie an ganz unterschiedlichen Orten für längere Zeit beobachten kann. Die faszinierendsten waren wohl die auf La Palma, wo man das ganze Jahr über den Gange der Sonne von Süd nach Nord und zurück beobachten kann und sie einem jeden Abend ein anderes Schauspiel bietet. Eine Freundin dort hat über Jahre jeden Abend ein Foto geschossen und damit Tageskalender fabriziert.

Plaka, der Hafen von Poulithra

Nach dem Essen fahren wir hinaus auf die Mole des kleinen Hafens. Es ist nichts los, bis auf den kurzen »Besuch« eines jungen Mannes, der offenbar seinem Moped mal so richtig alles abverlangen will und laut knatternd heraus gefahren kommt aber sofort wieder zurück donnert, sind wir alleine.

Besonders der Leuchtturm beeindruckt.

Viel mehr als beschauliche Stille gibt es also hier draussen nicht. Gerne hätten wir ja nochmal einen Kaffe genommen, aber es ist alles dicht.

Also weiter, in die Berge.

Rundfahrt

Davor sollte man sich zunächst einmal das fantastische Geländeprofil ansehen, was dank Google Earth auch ohne Drohne kein Problem ist. Es sieht ganz nach dem Rest eines Vulkankessels aus; vielleicht ist es das sogar, ich weiss es nicht. In der Bildmitte am Ufer die Hafenmole und den Zickzack nach oben werden wir nun gleich hinauf fahren.

Auf halber Höhe gibt’s dann den ersten Ausblick auf den eigentlichen Ort.

Je höher umso schöner und erhabener die Aussicht.

Keiner Menschenseele begegnen wir hier oben, dafür aber Fotovoltaik vom Feinsten.

Leonidi

Hder oben haben wir offenbar die Auswahl, in welchen Leonidi, Leonidio oder Leonidion wir nun weiterfahren möchten, nur eins ist klar: Ab jetzt geht’s bergab.

Nach kurzer Zeit schon öffnet sich das weite Tal, in dem Leonidi im fetten Grün liegt, umrahmt von diesen gewaltigen roten Felsen, die mittlerweile als Insidertipp für Kletterwütige gelten.

Ja, und dann sind wir auch schon unten und durch Olivenalleen fahren wir in die Hauptstadt der Südlichen Kynouria ein und finden leicht einen Parkplatz. Wie wir sehen werden, ist zumindest in dieser Jahreszeit hier alles sehr geruhsam und verträumt, die Touristenfahrräder finden keine Abnehmer mehr.

Ja, was zunächst eher langweilig aussah, wird immer spannender, je länger ich umherstreife. Wir finden eine Lädchen, in dem ein Junge richtig dankbar ist, dass jemand kommt und ein Eis isst. Unsere Blicke hängen immer wieder an den roten Felswänden, deren Farbe sich mit sinkender Sonne immer weit intensiviert.

Am Ende unseres Rundgangs ist natürlich ein – genau! – Cappuccino fällig, ehe wir dem Senfle die Sporen geben, um in Poulithra nach dem Rechten zu sehen. Dort wird Michalis sicher am Strand sitzen …

Diesen Hinweis nehmen wir zur Kenntnis – morgen geht’s in diese Richtung, aber auf dem Weg haben wir noch einiges vor, das wissen wir aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht.

Portraitsitzung

Michalis sitzt tatsächlich immer noch in der Abendsonne am Strand und kämpft mit seinem Ehrgeiz, die Berge so auf die Leinwand zu bringen, wie er sich das vorstellt. Ich finde, er ist heute nicht sehr viel weiter gekommen, aber da kann sich ein Laienauge natürlich täuschen.

Aber er sieht ein, dass heute der Durchbruch nicht mehr gelingen wird und packt zusammen. Denn er hat darüber hinaus noch etwas vor mit uns.

Eine Stunde sitzen wir wenig später regungslos auf ihrem Sofa, während uns Michalis mit flinkem Bleistift und wenig Radiergummi portraitiert.

Und so entsteht in einem verschlafenen Nest auf der Peloponnes das Porträt eines alten Paares mit betretenem Blick auf dem Sofa des Ikonenmalers Michalis.

Pizza in Leonidio

Nach getaner Arbeit lassen wir den Abend in Leonidi in einer urigen Pizzeria im Freien ausklingen. Dass wir die einzigen Fremden sind, fällt niemandem auf.

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