07. und 08. Tag: Von Berat nach Arta (GR) und Kalavrita

Berat war einigermassen erstaunlich und vielseitig und auch aufregend, eine rundum sehr schöne Stadt: Moscheen mit wunderschönen Auf-Holz-Bemalungen, ein winziges ethnografisches Museum, eine Burg, die über allem thront. Und das Hotelchen, aber das hatten wir ja schon.


Der weitere Weg…

… war, wie schon befürchtet, nicht der, den wir fahren wollten nach Gjirokaster – Jung und Alt versicherten uns, dass das so nicht ginge und so wurden aus 3 Etappen durch die Berge eben nur eine…

Gjirokaster erreichten wir wie berechnet, sagten »Guten Tag« bei »unserem jungen Kellner« vom letzten Jahr, assen was leckeres Einheimischen und fuhren dann in Richtung Ioannina über die Grenze. Das klappte alles prima. Was nicht klappte, war der Kelimkauf für Freunde in Naxos, der per E-Mail »beauftragt« worden war: Der Kelim hängt an der Wand, doch der Laden ist immer noch geschlossen. Keiner, den wir fragen, weiss, warum…

Kurz nach dem Dunkelwerden fanden wir ein Hotelchen an der Bucht von Prevesa, also »fast am Wasser«, ca. 500m – kann man also gelten lassen.

Von dort fuhren wir heute morgen hierher nach Kalavrita, ein Ort im Nordgebirge der Peleponnes, der dadurch traurige und tragische Berühmtheit erlangt hat, dass deutsche Befehlsempfänger dort am 13.12.1943 eine Massenexekution an der männlichen Bevölkerung durchführten – ein Racheakt, ein Wahnsinn, eine Ungerechtigkeit, eine grosse Schuld. Die Bundesrepublik fühlt sich da bis heute nicht in der Pflicht.

Möglicherweise eine Konsequenz daraus: Die Besitzerin des einzigen Ladens mit Literatur, u.a. zu diesem Thema, führt nichts in Deutsch oder Englisch. Postkarte mit Briefmarke mag sie uns mit unverkennbar angeekeltem Gesichtgsausdruck nicht verkaufen. Und einen anderen Laden für Postkarten gibt es nicht…

Das Café hat Internet…

…per WLAN. Und so sitzen wir davor, auf dem Hauptplatz, die Busse sind alle weg, und ich hole die E-Mails, schreiben den Bericht uns skype mit denen, die erreichbar sind…

Über reinard

Allen Neugierigen sei meine Webseite http://www.hr-schmitz.de ans Herz gelegt. Dort gibt's alles Un-/Wesentlich zu mir und über mich.
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