09. Tag: Pause in Finikounda

Unsere Fahrt von Kalavrita sollte eigentlich irgendwo bei Olympia, spätestens aber in Zacharo an den Gestaden des Mittelmeers enden. Eine nochmals imposante Fahrt durch die Bergwelt der Nordpeloponnes brachte uns auf die Idee, dass wir doch eigentlich dort in einem Bergdorf Lambia nach dem Hotel suchen sollten, das es dort geben soll. Wir haben es auch gleich gefunden. Aber wir hatten mal wieder nicht mit der zuweilen auftretenden griechischen masslosen Schlitzohrigkeit gerechnet: 60€ wollte der Herr am Tresen. Ob er sich wohl schon im Einzugsbereich der Cash Cow »Olympia« wähnte? Jedenfalls war sein Kollege ein paar Schritt weiter nicht weniger pingelig: 45€, aber ohne Warmwasser. Frühstück natürlich auch zusätzlich.

Ach ja: Frühstück überhaupt: In Menidi an der Bucht von Prevesa im Hotel Delfini hatten wir eines für 5€ pro Person. Je 3 Zwieback, 1 Nes-Tee, 1 Orangenplörre mit haufenweise Eis, dünnes Marmeladen-Surrogat. Man merkt, dass es offenbar Menschen gibt (vorzugsweise wohl Griechen selbst, Jäger scheinen hier besonders willkommen, weil sich das Waidmannshandwerk hier den Bergen wohl noch lohnt – für die Jäger wie für die Hotels…), die solche Wahnsinnspreise bezahlen. Ok., das zum Thema Frühstück.

Jedenfalls hat uns das bewogen, auch nachdem wir den Gardaseecharme in Zacharo gesehen hatten, bis Finikounda durch zu fahren – also nochmal 120 km oder so; bei Nacht, schlechter Ausschilderung, ohne Fahrbandrandmarkierungen…

Der Campingplatz…

…»Anemomylos« war unser Ziel, das wir dann so gegen 23 Uhr auch erreichten, im steten Kampf gegen Strassenauszeichnung. Ich weiss nicht, wo wir wann ohne GPS gelandet wären. Tagsüber sieht man die Schilder wenigstens…

Der Platz ist derzeit kaum besucht, allerdings (fast) alles in deutscher Hand, direkt am Meer, 20 m zu Fuss. Alte Oliven, Tamarisken, Wind – also wirklich angenehm. Anzumerken bleibt aber, dass man zuweilen den Eindruck hat, in einer mittelgrossen Mietskaserne zu leben. Aber vielleicht beherrsche ich nur die Regeln der Camper nicht…

Einen – zwar teuren – WLAN-Internetzugang gibt es auch, allerdings funktioniert die Online-Bezahlung nur bis zur Abbuchung seitens PayPal; der Zugang bleibt gesperrt, trotz Anzeige, dass und wann bezahlt wurde. Offline-Bezahlung und Einbuchung funktionierte trotz fehlender Anleitung irgendwann. Und so konnte ich wenigstens die E-Mails holen und ein paar Nachrichten überfliegen.

Über reinard

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