* Nicht nur auf La Palma…

…wird es heiss: In den vergangenen Tagen hatten wir warmen Sturm, eine wechselnde Luftfeuchtikgkeit von 10-20%, hohe Temperaturen von über 26°C, auch nachts. Auf La Gomera gab’s bereits die ersten Waldbrände.

Aber auch die ganze Erde »schwitzt« – wir wissen das alle. Und sie schwitzt nach den jeweiligen neuesten Erkenntnissen stets stärker als erwartet oder verhergesagt. Das ist ja bei fast allen ernsten Problemen so.

Und dass nichts passiert, das auch.

Sich und anderen in die Tasche lügen…

…das ist -wie gesagt – weit verbreitet. So auch i.S. Arbeitslosigkeit. Ob es darum geht, von der nahenden Vollbeschäftigung zu faseln, oder darum, dass der Wirtschaftsdaufschwung »bei den Menschen ankommt«: Was wirklich ankommt, ist, dass nur noch getrickst und gelogen wird. Es lohnt nicht mehr, Beispiele zu nennen.

Aber eins gibt’s doch zum Nachdenken: Laut Statistischem Bundesamt lag die Zahl der Erwerbstätigen im April bei 39,93 Millionen, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bei 27,15 Millionen. Und jetzt dürfen wir alle miteinander raten, was die restlichen 12,78 Millionen tun. Sollen wir sie der Wahrheit zuliebe mit den 3,41 Millionen offiziellen Arbeitslosen…?

Das wären 16,19 Millionen.

Von 3,4 Millionen Arbeitslosen zur Vollbeschäftigung?…

…titelt die Tagesschau.

Von insgesamt 43,34 Millionen Arbeitsfähigen können 37% ihren Lebensunterhalt nicht oder nicht vollständig selbst verdienen. Auf dem Weg zurt Vollbeschäftigung?

Aber wahrscheinlich muss man das alles ganz anders rechnern…

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6 Kommentare zu * Nicht nur auf La Palma…

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  2. Monika sagt:

    Hi,

    ich finde es empörend, wie hier mit Zahlen getäuscht wird. Ebenso empörend finde ich, dass Menschen von ihrem Erstverdienst nicht mehr leben können und gezwungen sind, noch einen Zweit- oder sogar Drittjob anzunehmen. Arbeit muss gerecht bezahlt werden! Leider gehen noch zu wenige auf die Strasse.

    Lieber Gruß
    Monika

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  4. reinard sagt:

    @alle: Ich empfehle Die DAX-Ritter& :: Auch wenn wir alles wissen (können), hier ist Stoff…

  5. Gunter sagt:

    Also Reinard, die 37%, die ihren Lebensunterhalt nicht verdienen, die haben ihn halt vermutlich auch nicht verdient. Die sollen sich mal ein Beispiel nehmen an den Herren Hund(t), Ackermann oder Claassen usw., bei denen reichts doch auch! Oder halt noch einen Zweit-, Dritt- oder Viert-Job annehmen für 2,50 € oder noch besser für 1€. Der Tag hat ja immerhin 24 Stunden.
    Doch nun im Ernst: daß die Arbeitslosenzahlen seit Jahren geschönt werden, indem man z.B. die 1€-Jobs mit hineinrechnet, ist ja bekannt. Und was die Schulbildung anbetrifft, wissen wir seit Pisa ja wo wir im Vergleich mit anderen Ländern stehen. Aber statt mehr Geld in Bildung zu investieren, schaffen wir das Abitur nach 12 Jahren, um Lehrer bzw. Geld zu sparen und die Jugendlichen dann nach ihrer Ausbildung ein Jahr früher in die Arbeitslosigkeit zu entlassen. Oder investieren Milliarden in Fehlspekulationen unserer Landesbanken. Und zum Einbringen der älteren Generation: wir sollen doch schon bis 67 oder irgendwann bis 70 arbeiten. Sinnvoller wäre es doch, Menschen die 40 Jahre oder mehr gearbeitet haben in den wohlverdienten Ruhestand zu schicken und die freiwerdenden Stellen den Jungen zur Verfügung zu stellen. Aber zum Thema Altersteilzeit schiebt man ja eine neuerliche Entscheidung mal wieder vor sich her.

  6. Eberhard Dommer sagt:

    Ich glaube es ist zu einfach aus den Zahlen der Erwerbstätigen und denen der Sozialversicherungspflichtigen Tätigkeiten die positiven Veränderungen am Arbeitsmarkt zu kritisieren. Sicher wäre es mir auch lieber wenn wir nicht 3,6 Mio Arbeitslose sondern vielleicht nur noch 2 Mio hätten. Die Frage ist nur was ist realistisch. Wir können auch den lieben Herrn Gauss nicht verbiegen und glauben dass jeder Mensch für hochwertige Aufgaben geeignet ist. Wenn selbst im Handwerksbereich nur noch die sehr guten Hauptschüler eine Chance haben den gestellten theoretischen Anforderungen gerecht zu werden. Wenn wir also realistisch die Situation betrachten dann müssen wir uns auch fragen welchen Beitrag können wir als ältere Generation leisten, wo kann ich mich einbringen um etwas zu verändern. Manchmal ist es ganz einfach!!

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