Kochilantigate war gestern…

…doch was kommt nach Sonntagabend, 18 Uhr?

Würde man dem »Herrscher über die Irren«, Urban Priol (neben Georg Schramm wohl die letzte moralische Instanz im Deutschen Fernsehen), glauben können, der zum Thema Wortbruch sehr richtig bemerkte

Quatsch, der Wortbruch ist elementarer Bestandteil jeder Politik! Das hat mich geärgert, wie sehr der Wortbruch letztes Jahr verunglimpft worden ist. Als ob nicht jeder Politiker nach der Wahl sein Wort bricht. 2005 hat Angela Merkel auf jedem Marktplatz posaunt: “Eine große Koalition wird es mit mir nicht geben.” Roland Koch fand 2008 nichts wichtiger als die Jugendkriminalität, und jetzt? Wenn alle Politiker, die ihr Wort gebrochen haben, in der Versenkung verschwinden würden, hätten wir keine mehr übrig.

Nachdenkseiten

oder wenn gar sein letzter Satz in Erfüllung ginge, man ginge wieder richtig gern zur Wahl. Keiner verspricht mehr was, alle tun das Richtige. Man kann sie alle lieb haben. So leicht ist es ja nun leider nicht, aber »was Richtiges« könnten die Hessen schon tun am Sonntag. Zum Beispiel deutlich machen, dass sie ein Standpunkt haben und dass ein grün- und rot lackierter Gümpel allemal besser ist als eine erwiesenermassen korrupte, gelb-blau eingefärbte schwarze Socke. Wenn schon das mit dem Kreuzchenmachen und dem Politikerversenken nicht hinhaut, dann doch wenigstens das. Sonst ändert sich ja gar nichts.

Aber wie es so ist mit Wünschen… Die Erfahrung macht ja auch Ban_Ki-moon – wenn er’s Ernst meint. Was ich ihm glaube. Nur Macht und Biss, die fehlen.

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