Resignation oder Konsequenz?

Wegsehen bedeutet in unserer Gesellschaft nichts anderes, als das Geschehene zu tolerieren. Ich jedoch als 22jähriger Bundesbürger sehe bei jeder gesperrten Seite, die mit einem Stoppschild verdeckt wird, das Versagen unseres Rechtsstaates, da er nicht in der Lage war, dieses Verbrechen effektiv zu bekämpfen, sondern auf ein Mittel zur Zensur zurückgreifen mußte.

[…]

Wenn jedoch am morgigen Tage die SPD dieses Gesetz ermöglicht, werde ich der SPD den Rücken kehren.

Tritt das Gesetz in Kraft, trete ich aus der SPD aus und verabschiede mich von einer meiner Generation fremden Partei.

Torben Friedrich in einem Offenen Brief an seine Partei, die SPD, in seinem Weblog

Torben Friedrich wird nicht der Letzte sein, der die SPD verlässt und vermutlich keine neue politische Heimat wird finden können, in dieser Parteienlandschaft. Aber konsequent ist das schon und was bleibt? Letztlich das Volk, über dessen Fähigkeit zum Protest Gesine Schwan ja öffentlich den Kopf zerbrochen hatte. Und wozu Axel Brüggemann im Freitag unter dem Generalthema »Land Guck-in-die-Luft« der Wahrheit über Deutschland die Ehre gab: Das Schweigen der Belämmerten. Was er beschreibt ist denn auch die Ursache dafür, dass auf den vorstehenden Link wieder kein Schwein klickt: Die Deutschen wollen eben ihre Ruhe haben. Bis zum bitteren Ende.



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3 Antworten zu Resignation oder Konsequenz?

  1. bagelcat sagt:

    ja – meine Enkel werden wahrscheinlich fragen: „Opi, was war denn die SPD?“ und ich kann nur hoffen, dass sie auch fragen: „Opi, was war denn die CDU?“

  2. Reinard sagt:

    Ãœber Twitter: Der Gesetzentwurf wurde mit 389 zu 128 Stimmen bei 18 Enthaltungen angenommen. =[

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