Über kostenlose Routenplaner…

…und andere Dinge, die es im Internet kostenlos gibt – und zwar legal! – braucht uns ja niemand was zu erzählen, Google, Wikipedia, tralala – alles umsonst, kennen wir.

Alles?

wer jetzt zu Beginn der Ferien sein Ränzlein schnürt, sein Auto belädt und (in Deutschland bei Regen…) in die »schönste Jahreszeit« entflieht und dazuhin einen Internetanschluss hat, der macht dann mal eben noch so nebenher eine Routenplanung. Mal sehen, ob es da nicht doch Ausweichstrecken gibt, falls es klemmt, staut oder so…

Ja, wie und wo? ADAC zum Beispiel. Oder GoogleMaps oder eben irgendwo, wo eben »routenplaner« steht, die Webseite gut aussieht, klare Maske »Von«, »Nach« und »Planen« gedrückt. So.

Mist, jetzt wollen die auch wieder Name, Vorname, Email, Strasse, PLZ, Wohnort. Also gut. Aber jetzt! Nein, halt: »AGBs gelesen« auch noch anhaken. Jetzt aber: »Planen und gewinnen« ! geklickt und – immer noch nicht, der Zugangscode kommt erst noch mit Email. Also Email checken, aha! Da drauf klicken und jetzt endlich. Aber das ist auf den Seiten überall so, weiss man ja als geplagter und gestählter Internetuser. Geplant, gedruckt, leider keine Ausweichstrecke. Naja. Also los jetzt, Computer aus und weg, sonst ist die Autobahn voll.

NEIN !!!

Vierzehn Tage später ist der Urlaub rum, man kommt wieder nach Hause. Der Alltag beginnt wieder. Weitere 14 Tage später kommt da eine Rechnung von ROUTENPLANER. 64,95€. Routenplaner? Was war das noch mal? Ach ja, vor über 4 Wochen, bevor wir gefahren sind, da hab‘ ich doch wegen der Ausweichstrecke… Aber wieso 65€ ? Nicht alles kostenlos? Für einmal Route abfragen?

Das war eine Abzockfalle.

Mist, aber bezahlen, nein, das wäre ja noch mal schöner. Man schaut sich darauf hin auch die Webseite noch mal an und entdeckt, dass die Kosten tatsächlich da stehen, ganz unten, wo man nie hinkommt. Der »Planen«-Knopf, der schicksalsschwere, ist viel weiter oben, schön bunt, so herrlich aggressiv-orange. Dabei heisst orange doch »Achtung!«. Ok., die AGBs? Naja, können wir ja mal reinschauen, was da so steht. Murmel-murmel-murmel… Da! Widerrufsrecht! – Vier Wochen nach Auftragserteilung. Wo ist der Kalender? Da. Auftrag war am…, Rechnung heute. Mist! Die Rechnung kam mehr als vier Wochen nach der »Auftragserteilung«.

Wo stand eigentlich in der Bestätigungsemail was von Widerruf oder Kosten? Nirgends. So, und was jetzt? Nach der dritten Mahnung, mit all ihrem Juristengedröhne? Zahlen?

Nicht bezahlen!

Und wenn doch? Lehrgeld? Man wird sehen. Vor allem bleibt die bange Frage:

Warum legt diesen Betrügern…

…keiner das Handwerk? Es geht doch, mittlerweile sogar bei »Grossen«. Und nie Nie sagen. Der Nächste ist der Nächste…

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Ein Kommentar zu Über kostenlose Routenplaner…

  1. Günther Schäfer sagt:

    Danke, Reinard. All das wusste ich nicht. Bin zwar deshalb auch noch nicht reingefallen, wäre möglicherweise bald so gewesen.

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