Nachbrenner: Journalisten aufgewacht (update)

Vieles von dem, was jetzt an vielen Ecken an Fundiertem nachgereicht wird, hätte Wochen, ja Monate früher kommen müssen. Arbeitet der um staatlichen Schutz bittende Qualitätsjournalismus so langsam? War das Thema Kinderporno-Sperren so sperrig, so kompliziert? Ich habe nicht den Eindruck.

Das Internet war schneller…

…bzw. die, die sich da »im rechtsfreien Raum« tummeln und durchblicken. Und während UvdL und ihre Sperrbande Zug um Zug den argumentativen Rückzug antreten müssen, Politiker aller Couleur Schlange stehen um nach Ausweitung der Sperrmechanismen auf alles mögliche Andere zu rufen, selbst wenn man dabei das Grundgesetz grob fahrlässig verletzt wie diese ungeheuerlich Erscheinung in Sachsen, SPD-Spitzenkandidat Thomas Jurk:

Wenn wir gegen das Grundgesetz verstossen, weil wir Pädophilen unmöglich machen kinderpornografische Bilder aus dem Internet herunterzuladen, dann nehme ich das in Kauf.

–– während all das passiert und die Apologeten Zug um Zug demaskiert werden, haben die Gegner kein Wort zurück zu nehmen. Sollte man – auch als »Unbeteiligter« mal drüber nachdenken.

Nur kurz: Mit dem Genossen Jurk spricht nicht nur ein vorsätzlicher Gesetzesbrecher sondern auch ein ahnungsloser Dummkopf, denn die Sperren verhindern ja gerade das nicht; das weiss jeder teenie an seinem Kinderzimmer-PC zuhause.

In welch argumentativ schwierigen Lage sich die Redakteure bei SPON befinden müssen, ihre Qualität zu halten, zeit der heutige Artikel über Jörg Tauss, der auch nicht ein Jota an Neutheitenwert enthält sondern nur nur Altes wieder aufkocht. Damit das tumbe Volk nicht aus dem dumpfen Nebel herausschauen kann. Das ist nicht Sommerloch. Das ist übelste Kampagne.

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