* Drei Tage Deutscher Herbst…

…und kein bisschen Freude. Im Ernst: Wir sind jetzt den dritten Tag wieder in Deutschland und es ist kälter, nasser und windiger als »da unten«. Athen, das wir am 2.11. am frühen Abend verlassen haben war allerdings auch nicht der Renner; muss man so sagen.

Also der Reihe nach

Die Überfahrt von Naxos nach Athen hatten wir ja auf den Hinweis hin, der Wind könne noch doller werden, auf Samstag vorverlegt. Mit einem fürchterlichen Superschiff, der Nissos Chios, kommend von Samos, wurden wir also am letzten Tag des Oktobers nach Piräus gebeamt, das Teil schaufelte sich mit knapp 50 km/h durch die recht turbulente See (ok., 27 kn, für Nicht-Landratten).

Naxos Chora links, rechts die Stellida

Ich habe danach beschlossen, Isomatte und Schlafsack nicht mehr mitzunehmen; die Zeiten sind endgültig vorbei, festverschraubte Bistrotischchen und unergonomische, harte und kalte Stühlchen an Deck ist das einzige, wenn man nicht in die Pullmansitze sinken und sich dem Fernsehgedudel ausliefern will. Ein Eckchen oder eine Bank zum sich einrollen, das kann man vergessen. Ok., jeder wie er will, mir jedenafalls haben die klappernden Seelenverkäufer besser gefallen. Dabei fällt mir ein, dass ja die Fortsetzung zu dem zuvor verlinkten Artikel auch noch fehlt. Ach, es fehlt so vieles. Aber gemach: Wieder zuhause in Todoque nächste Woche, dann wird alles besser. Laue Wintertage laden zum beschaulichen Tippen am Tage und zum abendlichen Kaminfeuer und Grillen…

Jedenfalls, nach fünf Stunden waren wir dann in Piräus und – da man uns vor den Hotels um die Plakas herum gewarnt hatte (die Hotels warnen unfreiwilligerweise selbst, im Internet, mit ihren Preisen!) – hatte uns Maria telefonisch im Hotelchen Elektra in Piräus avisiert, zum »Sonderpreis« von 40€ pro Nacht, o.F.

War ok., das Zimmer, aber da Piräus nie zur Ruhe kommt waren die Nächte zum Verrücktwerden. Gut, man kann das Fenster schliessen (sagt z.B. Lis), dann ist Ruhe – im Karton. Ich will aber Luft, keinen Karton und so lag ich i.W. mit Luft wach. Eine dritte Nacht hätten mir meine Nerven nicht verziehen.

 

Was macht man an einem…

…nass-kalten 1. November in Piräus resp. Athen? Man geht ins Museum, klar. Aber halt! Da schon der Abend zuvor in einem herzallerliebsten »Café« mit dem Charme einer spartanisch ausgestatteten Waschküche mit einem knappen Abendessen endete und der Hotelbesitzer unsere Frage nach einem morgendlich-sonntäglichen Frühstück mit typisch griechischer »Oxi«-Kopfbewegung abgefangen und beantwortet hatte, setzen wir uns also in die Metro und fuhren für 1€ pro Person in die Plaka, die Altstadt an den Monastiraki-Platz. Dort, weiter östlich an der Hauptkirche, liegt das Café Metropol, da wussten wir, da gibt’s Frühstück und ein bisschen Gemütlichkeit. Der Platz ist i.Ü. mittlerweile fertig, die Dauerbaustelle verschwunden. Schön ist er geworden.

Wie gesagt, etwas weiter, weg von den Fressgassen, die zu dieser frühen Stunde natürlich ohne Touristen vor sich hin träumen (bzw. der Besitzer träumen davon, dass bis Mittagessen das Wetter freundlicher wird; was sich dann bewahrheiten wird).

Ja, ganz hinten, oben – das ist die Akropolis…

liegt das Metropol. Die Metropolkirche selbst wird mal wieder grundrenoviert; wenn auch viele der Häuser drum herum es eher bitter nötig hätten – ok., lassen wir das, Staat und Kirche, das hatten wir schon an anderer Stelle. Aber auch aktuell ist es ein Thema.

 

Im Schatten der Hauptkirche ein der kleinen Stoppelkirchlein, wie man sie in Athen öfter, eingepfercht oder einfach mit schmucklosem Beton überdacht, findet.

Ja, und im Metropol selbst,…

…da endlich gibt es dann ein Frühstück, mit zwei Spiegeleiern für jeden, verziert mit zwei symbolischen Andeutungen von ham, einer üblichen Dauermarmelade und so weiter. Und das ganze für lächerliche 9,50 € pro Person – mit einem nur zu Dreiviertel gefüllten Kännchen Heisswasser für den in Griechenland allgegenwärtigen Lipton-Beuteltee natürlich. Alles inklusive.

Trotzdem: Herrlich! Griechenland, Athen at it’s best. Nichts anderes kann mithalten. Und solchermassen gestärkt und in der (erfüllten!) Hoffnung auf No Rain! geht’s ab durch die Touristen-Abfang-Gassen (sorry, muss natürlich »Δεν Βροχη!« heissen)

Ein kleines, richtiges Theater ist hier verborgen

zum neuen Akropolis-Museum.

Davon dann bald mehr.

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3 Kommentare zu * Drei Tage Deutscher Herbst…

  1. Reinard sagt:

    @Günther: Ok., das ist der »normale« Preis, immer so, denke ich. Komm‘ nach La Palma, da isses deutlich billiger 😉

  2. Günther Schäfer sagt:

    Wie du es beschreibst, Reinard, wäre Athen für mich ein Alptraum.
    9,50€ für dieses „Superfrühstück“ auch ein Alptraum. Was kostet das dann in der Hochsaison ? Wahrscheinlich 15 €.

    Schöne Grüße Günther

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