Jahresbrief 2009

Ist es ein Ritual ohne Bedeutung, Rückschau zu halten? Ich glaube nicht. Vor allem, wenn definitiv mehr hinter als vor einem liegt. Ich gehe durch’s Adressbuch, durch die Emails. Wer ist noch da? Wen haben wir wieder gefunden? Wen neu kennen gelernt? Wen gar verloren? Und dann denke mir so »mein Teil«, was hängen blieb vom vergangenen Jahr oder aus »grauer Vorzeit«. Und in der Tat, so langsam tauchen Schulkameradinnen und -kameraden wieder auf, Freunde, die man irgendwie vermisst hat. Und ein Abi-Treffen im Juni winkt auch.

Wir grüssen alle aus La Palma, unserer derzeitigen Heimat. Lis hat ihr Gehirn, ihre Aufzeichnungen und unser Fotoarchiv durchforscht und ihren mittlerweile schon traditionellen Jahresbrief (PDF, 28MB) erstellt. Obwohl wir dieses Jahr nicht auf grosser Europatour waren, war doch einiges los, neben Waldbrand und Calima insbesondere unsere »25-Jahre-Griechenland-Gedächtnis-Reise« nach Naxos.

Noch immer sitze ich am Schreibtisch neben einem Stapel an Diakästen (sic! Vor allem Naxos), die darauf warten, dass ich die Dias darin sichte und scanne. Ich bin bei Kasten 29; von wievielen, verrate ich nicht. Die letzten Kästen stehen noch in Hochdorf. Das nächste Mal sind dann die dran.

Ansonsten warten wir auf IKEA

Ob Diakästen, anschwellende Bücherberge, Festplatten, Zeitschriften, DVDs: So langsam wird hier der Platz knapp, Regale müssen her. Vermessen und bestellen, ganz einfach, es gibt ja IKEA und BILLY, seit 30 Jahren, auch auf den Kanaren!

Ob das jetzt wieder eine typisch kanarische Trödelei oder Geschäftspolitik der Firma mit dem Rentier ist, ich weiss es nicht. Jedenfalls war es uns gelungen, trotz fehlerhafter Bankdaten, die man uns per Email zukommen liess, doch endlich per Vorkasse unsere BILLY-Regale (! Ja die !) zu bestellen und zu bezahlen.

Das war Ende November. Innerhalb von fünf Tagen sollten die von Tenerife geliefert und im Lager von Breña Alta auf der Ostseite sein um dann vom Spediteur für noch zu kassierende 25€ zu uns gebracht zu werden. An sich kein Abenteuer sollte man meinen. Die Rechnung lag, am 4. Dezember ausgestellt, als kleine Kassenfresszettel am 6. Dezember bei uns im Briefkasten. Klar, im Umschlag, logo. Mit Briefmarke.

Darauf stand auch die Telefonnummer des Spediteurs. So einfach kann es sein, von IKEA seine Möbel – nicht – geliefert zu bekommen. Genau. Denn am anderen Ende der Leitung ist stets nur ein Anrufbeantworter, egal, wann man da anruft. Und Rita, die freundliche Dame bei der e-postalischen Auftragsannahme meldet sich auch auf die dritte Email nicht, die Firma IKEA auch auf an sie direkt geschickt Emails nicht. Nada. Funkstille. Dass Weihnachten von Anfang bis Ende Dezember geht hier, das ist nicht richtig, es gibt gerade mal den bei uns sog. »Ersten Feiertag«.

Und so werden wir uns im Neuen Jahr erst mal physisch auf Spurensuche machen, um zu erkunden, wo das IKEA-Lager und unsere Möbel versteckt sind.

Vorkasse ist Klasse! Ein erfolgreiches und friedvolles 2010 wünschen wir!

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2 Antworten zu Jahresbrief 2009

  1. Vielleicht ist IKEA nicht das richtige Möbelhaus. Hier in HH geht durch das Radio die Werbung von Möbel Kraft. Dort kann man mit einem auf 5 Jahre festgelegten Kredit, der bis dahin zinslos ist, kaufen. wahrscheinlich stecken die Zinsen in den Preisen, aber das merkt der hiesige Käufer nicht, denn der Preis scheint gleich, wie früher und der Käufer sieht ja nicht, dass die Möbel aus China kommen und dort sehr preisgünstig eingekauft sind. Man möchte heute gut leben und schon gar nicht daran denken, ob man in 5 Jahren noch Arbeit hat, denn dann ist die Schuldenlawine, die sich aufgebaut hat, tödlich. Kapitalismus scheint wohl doch ein tolles System zu sein oder? Den Chinesen sei Dank?

  2. Günther Schäfer sagt:

    Ist doch schön, ein so lang ausgedehntes Weihnachten zu haben ? Oder nicht ? Es ist schon interessant, wie Firmen liefern bzw. nicht liefern.
    Der Kunde muss zu allem Überfluss selbst auf die Suche nach seiner Bestellung gehen !!

    Wie wünschen Euch ein gesundes neues Jahr

    Günther & Veronika

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