* Von Couch zu Couch…

…oder wie man Freunde findet in der Welt.

Alles hat ja seine Vorgeschichte. Und ich gestehe: 2007 haben wir’s zweimal getan, einmal in Albanien und danach in Tschechien.

Und was??

Wir haben nach Übernachtungsmöglichkeiten bei »wildfremden Menschen« gesucht.

Lis hatte auf der Suche nach Unterkünften im wilden Albanien Anfang 2007 das Reiseportal Couchsurfing.org gefunden und darüber tatsächlich einen Kontakt in Delvine in Albanien und später, auf der Reise nach Litauen, in Mähren gefunden. Man kann das nachlesen, es hat beide Male sehr gut geklappt.

Wie das funktioniert?

Ganz einfach. Auf der Basis von Gegenseitigkeit und ohne Kosten: »Schläfst Du auf meiner Couch, dann schlaf‘ ich auf Deiner.« Wenn man das Prinzip von konkreten Personen abkoppelt, dann funktioniert das so: Man schaut dort, wo man hin möchte, nach jemandem mit Couch und fragt per Email an, ob’s passt. Und andere fragen mich. Wenn’s passt, ist’s gut, wenn nicht ist keiner böse.

Voraussetzung zur Beurteilung sind die Profile, die man von sich im Couchsurfing-Portal anlegt und von den Empfehlungen und Freunden, die man »sammelt«. So entsteht ein zunächst anonymes Vertrauensverhältnis, weltumspannend.

Als wir nun in La Palma Fuss fassten, dachten wir, dass vielleicht auf der Insel hier die oder der eine oder andere ein Plätzchen suchen könnte und so haben wir in Couchsurfing avisiert, dass wir eine Übernachtungsmöglichkeit anbieten.

Man konnte fast von einem Ansturm reden. Am Ende waren es dann doch fast zu viele. Aber der Reihe nach. Einige, die anfragten, kamen einfach nicht. Das war nicht fein, machte aber keine Arbeit. Einer sagte mehrfach er käme, sagte dann wieder ab und rief am nächsten Tag wieder an usf. Das was unschön.

Aber bei allen anderen…

…freuen wir uns, wenn wir sie wieder sehen! Karin kam an Weihnachten für ein paar Tage, sah sich um und ist jetzt seit ein paar Wochen für länger hier und wwooft. Fred aus dem Elsass wanderte mehrere Tage über alle Berge, Tom machte den fliegenden Pinguin heimisch auf La Palma, Reiner war auf dem Weg in die Karibik und bestieg hier die Roald Amundsen; derzeit schwimmt er also irgendwo auf dem Atlantik. Und wenn er in Mittelamerika angekommen ist, dann wird er voraussichtlich Ann-Britt Sternfeldt besuchen, die, aus Australien vertrieben, hier auf La Palma eine neue Heimat suchte. Aber ihr war es hier zu kalt und deshalb haben wir eine Woche lang eine neue Heimat für sie gesucht, dauernd >24°C, Wald, Wasser und so. Sie ist jetzt in Costa Rica; einem Land ohne Armee übrigens… Und dazwischen war noch Jean-Michel zu Gast, pensionierter Lehrer aus Südfrankreich, der als konsequenter CS (=Couchsurfer) die ganze Welt bereist.

Und nicht zu vergessen…

…all die, die anderweitig untergebracht oder hier ansässig zu den fast schon regelmässigen CS-Treffen zusammen kamen, teils von der Insel, teils auf Urlaub: aus Barcelona, Birmingham, Białystok, Brüssel, Hamburg, Madrid, Slowenien. In Ostpolen haben wir damit z.B. jetzt eine Anlaufstelle, die wir uns immer gewünscht haben. Und klar: Unter solchen Umständen gründet man eine CS-Gruppe »La Isla Bonita«.

Ständig was los…

…und lauter gute und liebe Leute aller Altersklassen und keine(n) möchten wir missen! Es waren tolle Wochen seit Ende Dezember.

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