Motivation durch beidseitige Amputation

Astrid Scharlau stellt in ihrem Blog anhand einer Parabel dar, wie »der Grieche« sich derzeit vorkommt, der Mensch, der die korrupte Welt in Griechenland nicht herbei geführt hat, aber – und das wie überall! – dafür abgezockt wird, dass die Einen sich auf Kosten der Vielen bereichern. Und bitte: Nicht schon wieder abwehren! Nachdenken und in sich gehen ist angebrachter. Denn in der Tat: Mit abgehackten Händen ist schlecht arbeiten.

Ich bin nicht Astrids Meinung. Die Situation ist weit schlimmer. Und sie tut gut daran, die Situation aus griechischer Sicht in dieser für manche drastischen Form darzustellen. Das Problem ist eher: Niemand will derartiges hören oder lesen. Denn es wird als ein PAL angesehen, nach wie vor (»Problem anderer Leute«). Europa zerfällt, wie jeder seiner Nationalstaaten, in seine individuellen Bestandteile. Und das ist ja gewollt. Denn so lässt sich trefflich herrschen (»divide et impera«). Seit den Römern spätestens, und Machiavelli hat das ja im »Fürsten« erschöpfend abgehandelt, ist offenkundig, wie die Welt der Menschen funktioniert: »Brot und Spiele«. Leider funktioniert es immer noch, immer besser, trotz Bildung und und und…

Das darf aber nicht dazu führen, dass man aufgibt. Und deshalb ist ihr Beitrag wichtig. Wie anders als mit derartigen Versuchen soll sich denn, wenn überhaupt, etwas ändern?

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