* Rund Europa 2012: Der Stand der Dinge

Sonntag, 16.12.2012, 19:49:43 :: La Palma

Stand: Ende 2012

Zwischendurch…

…mal wieder ein Überblick. Man verliert ihn sonst. Noch immer sind nicht alle Tracks eingetragen; ich glaube, das sage ich seit Jahren. Und einzelne Reisetage jedes Jahr warten auf mein Engagement. Lis tritt mich Regelrecht. Und sie hat Recht. Wozu wäre das Neue Jahr gut, wenn nicht dazu, gute Vorsätze zu fassen. Aber bis dahin passiert noch was…

Was sich alles geändert hat

Seit 2001 fahren wir regelmässig mit dem Twingo durch Europa. Das sind zwölf Jahre RundEuropa. Es waren zunächst nur recht zaghafte Versuche, erfolgreich die Grenzen nach Osten zu überqueren (mit teilweise unendlich langen Wartezeiten), die EU war für Polen und die Baltischen Länder noch in einiger Ferne. Dieses Jahr sind wir von Deutschland bis fast ans Nordkap und hinunter nach Griechenland und durch die Balkanländer zurück nach Deutschland gefahren. 20.000 km und bis auf wenige unkomplizierte Grenzkontrollen (Ukraine, Albanien…) hat uns dabei nichts und niemand behindert – gehindert schon gar nicht. Ich denke, daran sollte man denken, wenn man über Europa schimpft – trotz vieler berechtigter Kritikpunkte. Es ist Frieden bei uns, seit ich lebe. Das hat keine Generation vor uns erlebt.

Technisch hat sich vieles geändert. 2001 kam die erste brauchbare digitale Kamera zum Einsatz, die Analoge blieb in ihrer Tasche zuhause, ich habe sie nie wieder ausgepackt.

2004 erstand ich ein GPS-Gerät (unseren »Bubi«), der uns half, die Wege zu finden; verlässliche Karten waren noch Mangelware. Treu dient er uns bis heute.

Weblogs gab es noch nicht, ich plante und dokumentierte in einem dazu eingerichteten Wiki, teilweise schon von unterwegs, denn langsam fanden sich auf der Reise schon Internetzugänge.

2005/06 war dann die Software soweit, dass man Bubis Tracks und Wegpunkte dazu verwenden konnte, den Fotos die Aufnahmekoordinaten zuzuordnen. Mein Weblog startete 2005. Die erste Griechenlandreise durch den Balkan wurde so – noch zaghaft – dokumentiert.

Ebenfalls 2006 kam Google Earth auf die Tischrechner und Laptops. Ich plante die Routen realistisch, meist ohne die staubtrockenen und selten aktuellen Papierkarten.

Nur eines hat sich nicht geändert: Wir fahren immer noch mit einem kleinen eher unscheinbaren, wendigen, zähen Twingo, der uns im Falle der Obdachlosigkeit nach Zurückklappen der Vorder- und Rücksitze zwei Meter Liegefläche zum Schlafen bietet. Wer bietet mehr?

(Fortsetzung folgt)

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Ein Kommentar zu * Rund Europa 2012: Der Stand der Dinge

  1. Helmut Hansen sagt:

    Liebe Lis, lieber Reinard,

    ich habe Eure Reise durch Europa nicht nur mit viel Interesse, sondern auch bisweilen mit ein wenig Bewunderung verfolgt.

    Da Europa Euren Schilderungen zufolge friedlich ist, war es denn auch weniger der Mut, den ich bewundert habe, sondern der „Aufbruch ins Unbehauste“. Mit 20.000 Kilometern auf Achse hat diese Unbehaustheit den geographischen Raum vom ‚Haus Europa“ weit überschritten.

    Im Buddhismus ist der Aufbruch ins Unbehauste eines der archetypischen Motive, die das Wesen einer geistigen Reise kennzeichnen.

    Mit herzlichen Grüssen
    Helmut

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