* Rund Europa 2013, 21. Tag: Zitsa – Meganisi

Samstag, 29.06.2013, Meganisi, Il Paradiso

Frühstück mit Baguette à la Zitsa, heiss aus dem Ofen, eine Kruste zum, zum… weiss auch nicht. Wir decken uns noch ein mit kleinen Schoko-Croissants, Sesamkringeln, gefüllt mit Schafskäse – wir können das Naschen nicht lassen…

Durch den Epirus nach Lefkada

Letztes Jahr im Herbst waren wir im Parforceritt von Thessaloniki nach Meganisi gerauscht. Heute wird es gemütlicher. Von Zitsa dorthin sind es nur ca. 190 km, eine gemütliche Fahrt über Ioaninna, Prevesa, Lefkada. Routine. Schade, aber eine andere Strecke wäre Unsinn. Es ist ohne Übertreibung mittlerweile so, dass wir in Europa nur noch wenig »Ausweichstrecken« finden, Strassen, die wir noch nicht gefahren sind oder es wenigstens versucht haben, solches zu tun.

Aber das ist eben an Albanien und Griechenland so eigenartig: Das Staunen, das Gefühl von Leichtigkeit,…

…von Gewissheit, man kommt an dieser oder jeder Taverne vorbei, ja, dort haben wir damals… – kurz: Langweilig sind diese Strecken dennoch nicht. Nicht hektisch, denn der Verkehr ist mässig. Und wider alle Erwartung erkennen wir unsere Quasistammkneipe am Strassenrand nicht wieder. Routine ist anders. Wir registrieren, dass die Tunnelpassage in Prevesa nicht teurer geworden ist (3 €), dass die Oleanderbüsche blühen wie verrückt, über Kilometer die Strasse links und recht mit ihren weisen, rosa und roten Blüten säumen, fast alles andere ist schon braun. Im Gebirge blühte noch der Ginster hier und da.

Und dann das Meer

Das Ionische. Die Strasse meist parallel zur Küstenlinie. Zuweilen touristisch aber griechisch – gibt es nur hier. Aber es ist gut, dass sich nicht alle davon überzeugen möchten…

Strassenkapellchen

Es ist ja schon fast eine Leidenschaft: Diese Kapellen, Parekklisaki (παρεκκλησακι), am Strassenrand. Nirgends anders als in Griechenland findet man sie in derart grosser Zahl und Ausprägung. Die ersten begegneten uns tatsächlich in Süditalien, wenige zwar, aber es war nachvollziehbar, historisch. Im Süden Albaniens schon häufiger und dann im Epirus und südlicher in Massen. Ich denke immer, ich müsste sie alle auf den Chip bannen…

Wie sie da stehen, oft schüchtern, alte, neue, verfallene, Massenware, zuweilen mit Blumen – meist Plastik – geschmückt, mit Namen selten, meist namenlos, wahrscheinlich vergessen: aufgestellt zum Gedenken an einen Unfall. Vielen Unfälle…

Das gehört wohl nicht dazu…

Dann Lefkada

Es ist kein Verkehr entlang der Lagune, der Festung und über die Brücke, hinüber auf die Insel.

Unerwartet wenig Touristen tummeln sich in Strassen, Gassen und Geschäften, jedenfalls weniger als wir befürchtet haben. Wir kommen ohne Stockungen bis Nidri, viel zu früh, die Fähre geht erst um 18 Uhr.

Aber wir kennen ja dieses Café gegenüber der Anlegestelle, Eis, Salat und Internet. Kein Cappuccino? Doch, klar. Auch. Und Lis besorgt sich noch ein paar Badelatschen, der Kiesstrand auf Meganisi ist nicht hüftgerecht…

Penetrant bettelnde Kinder stehen Hand aufhaltend und fordernd neben uns im Café, die Mama mit dem Kleinsten auf dem Arm bleibt verborgen, wir sehen sie erst auf der Fähre. Wir bieten dem Mädchen das ganze Brot aus dem Brotkorb an, der zum Salat kam. Sie aber streckt keck und stolz das Kinn vor, als wäre das Angebot eine schwere Beleidigung: Sie will Zaster, den muss sie liefern. So jung sie sind, diese Kinder, sie verhalten sich schon wie Erwachsene. Wieder diese Gedanken hinterher: Sollte man doch, was bringt es?

Bis zur Abfahrt der Fähre also Café…

Überfahrt

Blau ist das Meer hier schon. Richtig blau. Postkartenblau. Blau und wirklich.

Tagesleistung, Tracks & Links:

  • 2013-06-29;Zitsa-Meganisi;185;03:55;04:27;95.5;47.2;22.1
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