Baut die EU einen »Türken« ?

Ich hatte schon darauf hingewiesen, dass mit der Weigerung Ankaras, die Zypernfrage wie vereinbart zu lösen, eigentlich Schluss sein müsste mit Lustig und dass die Verhandlungen ausgesetzt werden müssen.

Dürfen sie aber nicht, können sie auch nicht. Es wäre mehr als falsch, nicht zuletzt wegen der bereits fortgeschrittenen Annäherung der Türkei an Russland, s.o. Dass der Papst sich saul-/paulusmäsig zum Beitrittsbefürworter gewandelt hat, ist dabei nur eine Arabeske. Wenn wir aber beachten, welche Schwierigkeiten uns noch erwarten im Nahen Osten, im Irak mit der Wahrscheinlichkeit, dass eine Dreiteilung (zumindest verwaltungsmässig) und damit ein autonomes Kurdengebiet entstehen könnte – all das und noch viel mehr, dann dürfte sich die Zypernfrage am leichtesten lösen lassen. Spätestens nach den nächsten Wahlen die in 2007 anstehen. Ausserdem darf man nicht vergessen, dass die stockkonservative südzyprische Regierung seinerzeit diesen ganzen Rattenschwanz produziert hat.

Und deshalb baut die EU nun eben ein Drohgerüst auf mit der Ankündigung, Kapitel auszusetzen, die eh‘ noch nicht dran waren. Es wird noch viel Mühe kosten, aber da es keine Alternative gibt (was auch Erdoğan weiss)…

Über reinard

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