Amerika auf dem Weg zum Imperium…

…oder war’s das schon und es geht zuende?

Ich lese gerade wieder Heiliger Krieg: Amerikas Kreuzzug von Norman Mailer. Erschienen 2003, also noch kurz vor Beginn von Dabbeljuhs Irakkrieg.

Und neben mir liegt Emanuel Todds Weltmacht USA – Ein Nachruf und wartet darauf, ebenfalls wieder gelesen zu werden. Zu einer Zeit, da endgültig offenbar wird, dass im Irak alles, wie vorhergesagt, gescheitert ist und die Probleme im Gegenteil immer grösser werden. In einer Zeit, in der Deutschland sich endgültig zum Kumpan der USA in Afghanistan macht und die »ruhigen Zeiten« in Deutschland zu Ende gehen. Zu einer Zeit, da alte Gedanken an die RAF anlässlich der unsäglichen Haftdebatten um Mohnhaupt und Klar wieder hochkommen.

Es ist wirklich erschütternd, wie viel intellektuell erkennbar war und ist und wie wenig Menschen darauf zurückgreifen, sprich daraus lernen. Norman Mailer ist Jude und daher unverdächtig, wenn er über seine Landsleute urteilt – allerdings mehr über die in Israel:

  • … die Israeli haben etwas Einzigartiges verloren. Heute behandeln sie die Palästinenser, als wären sie, die Israeli, die Kosaken und die Palästinenser die Ghetto-Juden. «

Sagt Mailer. Nicht ein älterer, verschrobener katholischer Oberhirte aus Deutschland.

Über reinard

Allen Neugierigen sei meine Webseite http://www.hr-schmitz.de ans Herz gelegt. Dort gibt's alles Un-/Wesentlich zu mir und über mich.
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