Auswege aus dem Irak-Dilemma…

…werden fast ausschliesslich als politische Grossveranstaltungen diskutiert. Abzug, Rückzug, wann, wie.

Es gibt aber auch sehr persönliche Rückzüge, über die zwar berichtet wird, aber man muss sie schon suchen: Neben der Verweigerung der Teilnahme, der Fahnenflucht ist es zu häufig der Selbstmord. Zweiundzwanzig von 846 Todesfällen sollen es 2005 gewesen sein. Sind 2,6% Anteil relevant? Ist diese Frage statthaft?

Man weiss aus vielen Beiträgen, welche Opfer neben den »normalen« Gefallenen z.B. der Vietnamkrieg als letztes grosses Unternehmen der Amerikaner gefordert hat: Unterversorgte und allein gelassene körperliche Krüppel, chronisch Kranke, psychisch völlig Entgleiste, Drogen…

Und wir erfahren, dass aktuell Rehabilitanten in verschimmelten Zimmern wieder »zurecht gebogen« werden. Das gilt gilt wohl als heimatlicher Kollateralschaden.

Selbstmord…

…ist sicher ein Zeichen für absolute Verzweiflung, für den Druck aus Erlebnissen und Erfahrungen, die ein Weitermachen oder auch »nur« Weiterleben unmöglich erscheinen lassen. Die Geschichte des Colonel Westhusing sollte kennen und verarbeiten, wer derzeit locker für den Tornadoeinsatz plädiert – und nicht hinmuss…

  • Dann: es wir nicht nur mit Worten erzählt. Manche tun es durch Handeln und Leben und durch den Tod. Selbstmord ist eine Art, eine Geschichte zu Ende zu erzählen, und das Riskieren des Lebens ebenfalls. «

Sten Nadolny: Selim oder die Gabe der Rede

Links:

Über reinard

Allen Neugierigen sei meine Webseite http://www.hr-schmitz.de ans Herz gelegt. Dort gibt's alles Un-/Wesentlich zu mir und über mich.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Deutschland, Islam, Kultur + Gesellschaft, Naher Osten, Politik, Sicherheit, USA veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar