* Rund Europa 2019 (2), 3. Tag: Altenburg – Berlin

Sonntag, 01.07.2019, 22:04:49 :: Berlin
Montag, 08.07.2019, 16:00:20 :: Iława, Polen

Unser Frühstück nehmen wir im Hotel in einem Raum ein, der uns spontan an Ukrainische Verhältnisse erinnert – also in einer »Ukrainischen Bar« sozusagen.

Vor Abfahrt fülle ich endlich Motor-Öl nach und freue mich, dass das Senfle nach wie vor nicht sehr durstig ist.

Eigentlich sollten wir jetzt Altenburg erkunden, das zu grossen Teilen wunderbar renoviert ist.

Da die Temperatur (noch?) erträglich ist fahren wir zunächst hinauf zum Schloss Altenburg, einer imposanten Anlage, die u.a. auch das Altenburger Schloss und Spielkartenmuseum umfasst. Wir wandern durch den recht ungepflegten Schlossgarten hin zum Schlosshof.

Das Museum hat Montags geschlossen, ein Blick auf den dortigen Kartenfundus bleibt uns also verwehrt.

Warum ich mich für Spielkarten interessiere? Das liegt einfach daran, dass ein sehr guter Freund aus fernen Uni-Tagen in Hamburg ein grosser und fast besessener Sammler nicht nur von Kinofilmen und deren Programmen und von Comics ist, sondern seit vielen Jahren auch von Spielkarten, über die er auch veröffentlicht. Als unverständiger Laie schüttelt man ja zunächst den Kopf. Ich konnte aber über die Jahre erfahren, dass die Geschichte der Spielkarte eine veritable Kulturgeschichte ist – sei es, nur als Beispiele, in Bezug historischer Begebenheiten, Technik- oder Filmgeschichte. Ich kann also nachvollziehen, wie faszinierend (und kostspielig!) das Sammeln von Spielkarten ist. Und deshalb hätte ich schon gerne einen Blick in die Altenburger Sammlung geworfen, da ja nu auch das Skatspiel hier erfunden wurde.

Ok., es hat nicht sollen sein. Wen es jetzt interessiert, hier ein Einstieg:

  • Altenburg
  • Literatur über Spielkarten
  • Spielkartenmuseum Leinfelden-Echterdingen
  • Deutsches Spielkartenmuseum Leinfelden-Echterdingen

    Das Schloss- und Spielkartenmuseum verkörpert beinahe klassisch den Verbundtypus innerhalb eines größeren und regional verankerten Museums – ein „Mehrspartenhaus”. Es ist ein stadt- und kulturgeschichtliches Museum mit einer Dominante des Kunsthandwerks. Die Spielkarten sind eine Spezialsammlung. Das Skatspiel wurde in Altenburg erdacht, und die Stadt kann auf eine Tradition der Spielkartenherstellung verweisen, die bis ins ausgehende Mittelalter zurückreicht.

Bei erträglicher Temperatur fahren wir anschliessend durch ostdeutsche Städte, Dörfer, Felder und Wälder, u.a. durch Leipzig und vorbei an meiner Geburtsstadt Wittenberg.

Unterwegs suchen und finden wir eine Thüringer Bratwurst und selbst ein Grieche in Treuenbrietzen liegt am Weg. Da können wir natürlich nicht einfach weiterfahren …

Wir erreichen schliesslich den Moloch Berlin und quälen uns hoch nach Mitte/Kreuzberg, wo unser Freund aus La-Palma-Zeiten auf uns wartet.

Einen sehr vergnüglichen und unterhaltsamen Abend verbringen wir im Biergarten und Tanzpalast von Clärchens Ballhaus.

Auch Verwandtschaft gesellt sich dazu und sehr spät auch noch drei junge IranerInnen, die derzeit in Mailand Architektur studieren; Berlin muss also irgendwie ein Vorort der italienischen Metropole sein …

Ja, es wurde sehr spät.

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