Ein Kollateralschaden vom Feinsten…

… ist das, was SPON schildert (*): Die abziehenden britischen Truppen lassen ihre Mitarbeiter, speziell irakische Dolmetscher im Irak zurück, für viele wohl der sichere Tod, da sie den »Gotteskriegern« als Kollaborateure gelten.

Anstatt die Asylanforderungen zu lockern oder aus offensichtlichem Grund entsprechend zu interpretieren, stellt sich die britische Administration auf den Standpunkt, dass einer eben Pech hat, wenn er den Sprung nach Merry Old England nicht schafft, sondern in die Hände der heimischen Schlächter fällt.

Maggie, what have we done?

  • »They were all left behind
    Most of them dead
    The rest of them dying
    …«

Roger Waters (Pink Floyd)

Oder, um noch einen echt englischen Klotz drauf zu setzen:

  • Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehn.

William Shakespeare – immerhin..?

Nein – schade. Es stammt von Fr. Schiller: »Mohr (im Abgehen). Der Mohr hat seine Arbeit gethan, der Mohr kann gehen. (Ab.)«

Fr. Schiller, Die Verschwörung des Fiesco zu Genua; 3. Akt, 4. Auftritt

(Wie schön, dass es das Internet gibt :-))

Vielleicht das noch – aber dann mach‘ ich Schluss: In Othello ersticht der Mohr sich selbst, nicht Hamlet, der Prinz von Dänemark. Dänemark würde auch nicht passen, den die Dänen haben beim Abzug ihre Dolmetscher mitgenommen. Kompliziert das alles, Weltliteratur und Weltgeschichte.

Über reinard

Allen Neugierigen sei meine Webseite http://www.hr-schmitz.de ans Herz gelegt. Dort gibt's alles Un-/Wesentlich zu mir und über mich.
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