Nachrichten aus Khmelnitskyi

Wir werden hier einen Tag bleiben. In der Ukraine bei Freunden, die wir letzes Jahr zum ersten Mal besucht haben. Die Fahrt von Chelm hierher war einigermassen anstrengend, obwohl km-maessig gar nicht so schlimm – die Strassenverhaeltnisse und die Lastwagen waren’s…

Chelm…

…selbst haben wir uns gestern morgen genauer angesehen. Es war einst zusammen mir Prezmysl weiter suedlich (Schreibweise???) das k.u.k-Bollwerk gegen das Zarenreich. Von daher grundsaetzlich eingermassen praechtig: Barock-Klassizistisches, Kirchen, einen grossen ehemaligen Klosterbereich mit schoenem ruhigen Park, herumwuselnde Priester… Einen schoenen Marktplatz, nichts mehr von der Befestigungsanlage; weiss nicht, wo wir haetten suchen koennen.

Die Fahrt durch Galizien..

…nach Lemberg (L’viv) fuehrt durch weite Ebenen, die bis zum Horizont allenfalls duch einen Waldrand unterbochen werden, entlang von Sumpfgebieten oestlich des Bug, durch Waelder mit Teichen und Tuempeln…

Wir haben auch gelernt, dass in Galizien Bergbau betrieben wird, Foerdertuerme, rauchende Schlote, Busse voller Arbeiter nach Schichtende und nicht zuletzt immer mal wieder ein Held der Arbeit aus Stein, Beton oder Metall (sieht jedenfalls so aus): Bergmann, mit zuversichtlichem Blick, in die Ferne gerichtet, die sooo rosig nicht aussieht.

Arm sind die Menschen hier; parrallel auf der anderen Seite des Bug – und damit der Grenze – in Polen sieht alles viel freundlicher aus. Und in Belarus nun allemal! Besonders, was die Strassen angeht. Regionen, nur ein paar hundert Kilometer voneinander entfernt, kulturell identisch (Kirchen, Doerfer, Holzhaeuser) und dennoch – Unterschiede teilweise gravierendster Art.

L’viv…

…das ehemalige Lemberg, in dem einmal ueber 200 Jahre lang fast nur Deutsch gesprochen wurde, macht da keine Ausnahme. Die Innenstadt ist Weltkulturerbe. Natuerlich zu Recht. Es steht dort „Bau-Material“ herum, das Groesstenteils auf seine Renovierung wartet. Und dennoch: Was fuere eine praechtige Stadt! Trotz Kopfsteinpflaster auf manchen Strassen, dass man selbst einen schweren Traktor nicht drueber schicken mag. Und dennoch fliesst der Feierabendverkehr darueber, schwer, chaotisch, sich verknaeuelnd, aber irgendwie geht’s dann am Ende doch.

So…

…und weil wir hier im Internecafe sitzen, gibt’s heute auch keine Bilder…

Über reinard

Allen Neugierigen sei meine Webseite http://www.hr-schmitz.de ans Herz gelegt. Dort gibt's alles Un-/Wesentlich zu mir und über mich.
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2 Kommentare zu Nachrichten aus Khmelnitskyi

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