Was passiert denn nun…

…mit unseren Briefen, wenn die privaten Briefträger nicht zu Hungerlöhnen bei Springer und Konsorten arbeiten dürfen nächstes Jahr? Und die Kunden, so erfahren wir, können zukünftig ihre Briefe dann nicht bei den Hermes-Filialen abgeben. Wo denn dann, um Himmels Willen? Schlimme Vorstellung, gell?

Und was passiert dann mit der ganzen Post, wenn 20.000 bis 60.000 Stellen wegfallen? Werden die dann in den Müll gekippt? Nein, nicht die dann Arbeitslosen, die Briefe natürlich! Und vor allem: Was passiert denn eigentlich heute mit all den Briefen, täglich? Oder werden es erst nächstes Jahr so viele? Und warum?

Das sind Fragen…

…die sich vielleicht dadurch schnell klären lassen, wenn man weiter liest, dass Pin, die Springertochter, bereits in den Startlöchern verhungert ist und so ca. 55 Mio Miese machen soll dieses Jahr. Da wäre es sicher dienlich gewesen, gegen die mit 9€ prassenden Postler mit Leuten anzutreten, die morgens mit einer Thermoskanne Caro und ’ner Stulle auf Tour geschickt worden wären; Sachleistungen sind Trumpf, denn die den armen Privaten möglichen paar Euro pro Stunde und Zusteller hätten letztere ja eh‘ für nichts anderes ausgeben können.

Oder glaubt jemand, es würde für mehr reichen? Nur zum Nachdenken: Der Mindestlohn von 8,90 € ergibt ca. 1.500 € brutto. Die nun beleidigte Konkurrenz »kann höchstens« − nach eigenem Bekunden − ca. 1.000 brutto. Aber sehn wir’s realistisch: Die Post wird all die Briefe austragen, so wie bisher auch. Mit Briefträgern, die mit ihren 1.500 brutto oder ein bisschen mehr binnen Jahresfrist in die Millionärsriege aufsteigen und sich dann arbeitslos melden werden. So wie bisher auch. Und dann dürfen die Privaten…

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2 Antworten zu Was passiert denn nun…

  1. Gunter sagt:

    Also Reinard, jetzt reicht’s aber! Jetzt muß der Lügenblatt-Verlag doch tatsächlich 1000 Leute entlassen, weil er die Briefe nicht austragen darf. Und nur weil Du und diese linksradikalen Politiker sich für diesen irrsinnig hohen Mindestlohn eingesetzt haben. Unser rechtslastiger Ministerpräsident sieht das schon richtig: keine Mindestlöhne und wenn doch, dann 1€-Jobs! Und das am besten flächendeckend! Jetzt wo die Wirtschaft so toll läuft müssen die Unternehmen doch endlich mal wieder richtige Gewinne machen, so Steigerungen von 5-10% im Jahr sind einfach zu wenig. Und den unverschämten Arbeitnehmern (besonders diesen Lokführern, die ganz Deutschland ins Chaos verwandeln können) muß man doch endlich mal entgegentreten.

  2. Günther Sch. sagt:

    gut, dass du die Lösung gefunden hast, Reinard.

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