Man kann es ja mal probieren, oder?

Genprofile von Schulkindern zur Prävention wollen die englischen Behörden jetzt Zug um Zug erheben, nachdem die Videoüberwachung bestens funktioniert (auf 14 Bürger kommt derzeit 1 Kamera) und die Bürger sich »daran gewöhnt« haben, ständig unter Kontrolle zu stehen. Nachdem das Programm Fingerabdrücke aller Grundschüler wohl gut läuft sind die Behörden nun der Ansicht, dass sich mit der Erfassung des Genprofils der Kleinkinder schon sehr früh feststellen lässt, wer mit 10 oder 12 Jahren kriminell sein wird.

Abtreibung wegen vermuteter krimineller Neigungen…

…wären dann der folgerichtige nächste Schritt. Übertreibung? Aber nein!

Tony Blair gab 2006, als er noch britischer Regierungschef war, bereits den noch weiter gehenden Plan nach der Devise vor: „Wir können schon vor ihrer Geburt gegen unsoziale („antisocial“) Kinder vorgehen“

telepolis, s.o.

Wie hiess der Spruch?

Noch gestern standen wir am Abgrund. Heute sind wir einen entscheidenden Schritt weiter.

Ackermann’s Ruf nach dem Staat…

…ist auch so ein Versuch nach dem Motto »probieren kann nicht schaden«. Privatisierung der Gewinne und Sozialisierung der Verluste ist schon immer eines der Grundprinzipien kapitalistischen Wirtschaften. Aber dass ausgerechnet das Schweizer Schlitzohr, das zuletzt i.S. Steuerhinterziehung in Liechtenstein und anderswo (ja wo wohl?) den Entrüsteten gespielt hat, dieser Donnerblitzbub setzt sich doch grinsend vors Mikro und fordert unsere Steuergelder als Kompensation für sein und seiner Kumpane Missmanagement – oder nennen wir es besser miese Lumperei.

Ok., es braucht immer zwei,…

…den Betrüger und den, der sich betrügen lässt. Preisfrage: Wer schützt den erstgenannten eher? »Die Mitte« oder…

Eben. Und jetzt sind wir dran. Wenn sogar die Hohen Gerichte andauernd Gesetze am kassieren sind oder sie wenigstens – wie heute – »abmildern«, dann sollten wir wachsamer werden. Oder wenigstens wachsam.

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1 Antwort zu Man kann es ja mal probieren, oder?

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