Updates auf Von Mir Nix & Dir Nix

Montag, 24.09.2018, 15:47:52 :: Galanado

Neuigkeiten

Der neue Raki wird jetzt gebrannt

Es gibt Änderungen auf folgenden Seiten:

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* Rund Europa 2018 (2), 8. Tag: Sarandë (Ruhetag)

Donnerstag, 09.08.2018, 12:08:42 :: Sarandë, Hotel Porto Eda

Sarande, Blick vom Balkon am Abend …

… und am Morgen

Das Senfle hat keine Klimaanlage. Wenn mich unterwegs irgend etwas »kühlt«, dann nur der Fahrtwind. Nach also sieben Tagen Fahrt nach Süden gönne ich mir eine Ruhepause in Sarandë. Es ist die Touristenstadt in Südalbanien, jetzt im Hochsommer bei mörderischen Temperaturen offensichtlich der Renner.

Und was tu‘ ich dann hier? Sarandë hat wenig, was mitteleuropäische Normaltouristen mögen, aber ein Flair, das ich mag. Es ist touristisch, jedes Jahr mehr, aber eben albanisch. Obwohl, immer wieder höre ich deutsch, englisch, französisch natürlich italienisch (Korfu liegt genau gegenüber) – die anderen Sprachen kann ich schlecht identifizieren. Also kurz: Ich mag ihn, den noch wenig professionellen Touristenumtrieb.

Und dann das Hotel: direkt am kleinen Fischerhafen (und es gibt auch noch Fischer!), gut ausgestattet und eines der sehr wenigen Hotels, in denen das Internet tagaus, tagein wirklich und einfach funktioniert. Das ist nach meiner Erfahrung hier unten herum fast nirgends so. Besonders nicht in Deutschland und Österreich.

Ausserdem gibt es gegenüber hervorragendes italienisches Eis, drei üppige Kugeln mit Sahne für 2.80 €, den Chef-Salat mit zwei Flaschen Tonic für knapp 8 €, Tischen auf der Strasse – es wird langsam griechisch. Ja überhaupt: Es leben viele Griechen hier, ab und an sind bereits die Ortsschilder zweisprachig.

Reisen im Sommer auf der Balkanroute?

Die Frage ist berechtigt. Normalerweise würde ich das überhaupt nie nicht tun – wenn es nicht Verpflichtungen gäbe …

Ich hatte zu Beginn die schlimmsten Erwartungen, ich fur ja an dem Wochenende los, das laut ADAC das katastrophalste des Jahres überhaupt ist. Ich habe mich daher konsequent auf Strassen bewegt, die der Stoßtrupp, der mit Wohnmobil und Anhänger mit dem putzigen Namen »Eifelblick« unterwegs ist, wohl eher nicht kennt beziehungsweise meidet, da die viele Kurven …

Jedenfalls bin ich verkehrstechnisch gut durchgekommen, alleine die allfälligen Staus an Zollkontrollen (die es ja eigentlich gar nicht mehr braucht) und durch die grösseren Städte schlauchen, weil Stillstand ganz unmittelbar zum sprunghaften Anstieg der Innentemperatur des Autos führt. Nette Episode hierzu: Am Zollübergang von Montenegro nach Albanien stand der Verkehr, kilometerlang. Da fischte die Polizei mindestens zwei Gruppen von Jungs raus, die mit funkelnagelneuen AUDI-Sportwagen »unterwegs«
waren … Und plötzlich winkten die albanischen Zöllner die Riesenschlange einfach durch, keine Blick auf Papiere mehr. Sie hatten wohl genug.

Dass ich bei der Einreise nach Montenegro die abgelaufen Grüne Versicherungskarte hinreichte war ein kurzer Schock. Aber die gültige fand ich dann durch etwas Nachdenken doch noch, bevor ich zum Kauf einer Versicherung genötigt worden wäre.

Fazit: Es lief alles glatt bisher – aber im Frühjahr ist’s schöner. Schön sind jetzt allenfalls die ersten Stunde, so ab 7 Uhr.

so wie hier bei Knežak in Slowenien …

… oder hier vor der Einfahrt zur Bucht von Kotor …

… oder bei Seniče beziehungsweise Ploče in Kroatien.

Oder hier zuletzt, kurz nach Lezhë

Was noch?

Ja, ich sitze hier, tippe, sichte und ordne die Bilder der vergangenen Woche, was eben ohne Internet nur unvollständig möglich ist. Da es sehr heiss ist, mache ich praktisch nie halt – der Kühlung wegen –, um zu fotografieren, alles passiert während der Fahrt und daher meist durch die Frontscheibe. Dass da fotografisch Mängel nicht ausbleiben ist wohl klar.

Mehr Bilder gibt’s dann später …

… da ist jetzt erst mal Arbeit nötig.

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* Rund Europa 2018 (2), 4. Tag: Murvica (Zadar) – Baška Voda

Sonntag, 05.08.2018, 20:03:18 :: Baška Voda, Pension Palac
Sonntag, 02.12.2018, 23:01:02 :: Galanado

Bis Baška Voda sind es nur 215 km, weiter will ich heute nicht kommen. Vorausgesetzt, ich bekomme dort ein Zimmer, was allerdings sehr unwahrscheinlich ist, jetzt im Hochsommer. Aber davon später.

Šibenik, Primošten, Trogir, Split …

… lasse ich alle rechts liegen. Die Strasse ist fast immer frei, störend immer wieder nur die Camper. Die immer wieder einladenden Ausblicke auf Meer und vorgelagerte kahl-graue Inseln wechseln sich ab mit der drögen Fahrt durch die Pampa.

Nur, lange vor Omiš, dem alten Piratennest, gibt’s einen kilometerlangen Stau. Erst in Omiš selbst wird dann der Grund erkennbar: Der Verkehr auf der Kreuzung wird von mehreren hektisch rudernden Trillerpfeifenpolizisten geregelt. Menschenmassen, mit Sack und Pack, Kinder mit Plastikkram – aber kein Wegegeld …

Aber als ich die Kreuzung überquert habe läuft alles wie von selbst – ein Wunder und schöne Erinnerungen an damals, als wir im Schatten dieser Alleebäume gefrühstückt haben …

Selbst der kleine Ort Marina, wie der Name schon sagt, ein – einst – kleiner Hafen mit ein paar Häusern, vor dem Meer versteckt, weit hinten in einer kleinen Bucht, ist völlig übervölkert, Boote ohne Ende, Badende an allen freien Stellen entlang der Strasse.

Ich überdenke die nunmehr dreizehn Jahre auf dieser Balkanstrecke: Neue Strassen, neue Hotels, Restaurant, Apartments an jeder Ecke. Die eh‘ schon karge Landschaft verwüstet …

Diese Aufnahme stammt aus Montenegro, zwei Tage später. Ist aber typisch …

Wenn die Menschen, die hier wohnen, wirklich etwas davon hätten. Aber die unansehnlichen Klötze sind gewiss keine Familienprojekte der Ansässigen. Wenn, wenn, wenn …

Nach Baška Voda …

… geht es dann bald ab, es liegt nördlich von Makarska, einem der kroatischen Eldorados. Aber dass auch Baška Voda überfüllt sein könnte …

Sie haben im Palac tatsächlich ein Zimmer frei, ja sogar ein Zwei-Zimmer-Apartment für 60€, bei Barzahlung 55€ … Es mag im ersten Moment widersprüchlich sein, aber es sind letztendlich diese Preise, die es mir erlauben hier zu bleiben, denn das Publikum stammt ganz überwiegend nich aus aller Herren Länder, selten ein Wort Englisch oder gar Französisch. Italienisch ja, aber das sind meist Camper. Mit anderen Worten: 55 € sind wohl zu viel für Kroaten.

Aber es ist voll hier, fast überfüllt. Ich merke das aber erst richtig am Abend, als sich alles auf die Hafenpromenade ergiesst. Zunächst kann ich in Ruhe und im Schatten meinen Cappuccino geniessen, gepaart mit Kaltem …

Mit dem Parken war es zuvor jedoch erst einmal so eine Sache in all dem Gewühle – Parkplätze, wie ich es bisher gewohnt war, gibt es keine. Ich kam schliesslich auf dem öffentlichen Parkplatz unter. Die Freikarten hatte das Hotel bereits alle vergeben, aber man versicherte mir, dass sie das am nächsten Morgen schon geregelt kriegen. Naja, drauf fahren war sehr einfach. Hoffentlich wird das morgen früh umgekehrt auch so sein.

Volksfest

Was ich am Abend dann geboten kriege, ist lokales Brauchtum im Überfluss. Die gesamt Hafenpromenade steht voller Buden, Kinder »reiten« auf Kuschelpferden, -giraffen und -bären im Kreis, dirigiert von Mama, Papa oder Oma. Und ob das kurze aber fulminante Feuerwerk hier erfunden wurde, sei’s drum, es ist schön, gefühlt weit draussen über dem Meer. Und das Konzert, die Musik, der Chor – einfach mal reinhören …

Google Fotos

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* Rund Europa 2018 (2), 3. Tag: Postojna – Murvica (Zadar)

Samstag, 04.08.2018, 21:12:56 :: Murvica, Hotel Fortuna

Nach durchgeschwitzter Nacht und einer durch keine jungen Französinnen gestörte kalte Dusche, fahre ich kurz nach 7 Uhr los – ohne Frühstück. Erst viel später, in einer Schnellbäckerei in Matulji – aber eben: Viel später …

Ach ja, und so sieht das Haus aus, in dem ich unterm Dach war, eins von den kleine Fensterchen …

Es hat abgekühlt und die Stimmung ist so, als wäre das ein geruhsamer Morgen. Wo ich heute Abend landen werde, darüber mache ich mir noch keine Gedanken. Doch, Zadar, das müsste hinkommen. Das Hotel, wenige Minuten vor der Grossstadt …

So früh fährt ja auch noch kein Schwein. Denke ich und eine ganze Zeit stimmt das auch, auf den kleinen Nebenstrassen Richtung Grenze nach Kroatien. Dann die ersten Probleme. Meist sind es die Camper mit Anhänger („Eifelblick“, „Schwalbe“ …) und ein paar Übervorsichtige. Sie wissen in den engen Strassen nicht, ob sie durchpassen.

Grenze

Und dann kommt es knüppeldick, nachdem der Verkehr nach und nach immer zäher wurde: Ein ganzer Strauss von Autoschlangen bildet sich an der Grenzstation nach Kroatien. Sie prüfen jeden Pass! Sicher, Kroatien ist nicht Teil des Schengenraums (vielleicht Ende 2018!), aber die Jahre zuvor verfuhren sie doch deutlich lässiger.

In Mučići, hoffe ich, nachdem ich da endlich durch bin, wird es was Ordentliches zum Frühstück geben. Es gibt aber kein Frühstück, das Mädel ist schon mit der Frage nach einem Cappuccino völlig überfordert. So fahre ich eben weiter. Das war einmal die Gaststätte mit bester Verpflegung und problemlosem Service. Ich vermute, dass mit der fertig gestellten Autobahn die ganzen Restaurants und Wechelkiosks hier auf der Landstrasse ihr Geschäft im Wesentlichen einstellen können.

In Matulji schliesslich, kurz vor der Gabelung Opatja-Rijeka, sehe ich aus dem Augenwinkel eine Bäckerei und fahre hinters Haus auf den Parkplatz des Einkaufszentrums nebenan. Ich erstehe zwei mit Käse überbackene Röllchen aus Blätterteig, sie sehen verlockend aus. Da ist aber eine Art Saitenwürste im Teig, wie ich beim ersten Abbeissen erschreckt feststelle. Das ist zu viel auf leeren Magen – ich fische die wurstartigen Gebilde heraus und entsorge sie im nächstbesten Mülleimer. Wasser habe ich noch, also würge ich die Teighülle hinunter, damit ich wenigstens meine Pillen nehmen kann.

Und dann das Meer!

Es ist immer ein erhebender und begeisternder Augenblick, wenn die Landschaft verschwindet und das Meer plötzlich den Rest bis zum Himmel einnimmt. So war das beim ersten mal, im Mai 2005,


2005-05-03, Opatjia

als wir zum ersten mal diese Strecke fuhren und diesen Augenblick in Opatjia erlebten: Wir sind da, wir sind angekommen. Die Adria! Und so auch dieses mal wieder.

Rijeka und Bakar

Ich meide ja die Autobahn, die um Rijeka herum führt, so gut es eben geht. Also muss ich durch. So denken wieder nicht viele, die Ansammlung von der Grenze hat sich auf die Autobahn verkrümelten, in der Stadt nur der übliche, vielfach durch Baustellen behinderte Verkehr.

Bakar, zwar schon oft besucht, will ich mir trotzdem nicht entgehen lassen. vielleicht gibt’s ein Plätzchen am Hafen, für einen Drink im Schatten. Gibt es, viele, aber nicht für mich. Kein Platz in irgendeinem Café. Also weiter, um die Bucht herum, Richtung Senj.

Novi Vinodolski und Senj

Jer grössere Ort bedeutet Stillstand, Hitzestau, endloses Warten, trillerpfeifende Polizisten, die bei dieser Hitze in voller Montur an den Kreuzungen mit den Armen rudern. Mörderisch.

So auch in Novi Vinodoskli

Die Tourismusbranche beherrscht die Wirtschaft. Hotels, Zeltlager, Bungalows, Appartements, Zimmer in Privathäuser und Nebenwohnungen können 10000 Touristen unterbringen. Die Stadt bietet Freizeiteinrichtungen und Sportanlagen an. Das Vinodol Tal ist berühmt für Weinherstellung. Die im Gebiet hergestellte Weine ähneln denen von der benachbarten Insel Krk, Žlahtina ist die Hauptsorte.

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Und das merkt man …

In meinem geliebten Senj ist erst recht der Teufel los, ich bewundere beim Vorüberrfahren Stadtmauer, Türme und das Stadttor. Es passiert also doch viel, so über die Jahre. Aber zu dieser Zeit aussteigen? Nein. Nein.

vielleicht doch noch der Hinweis: Die Rote Zora, die sollte man gelesen haben.

Es war das Buch, das den Übergang markierte: sein erstes Kinderbuch. Kurt Kläber, deutscher Revolutionsschriftsteller und linker Kulturfunktionär, schrieb es im Schweizer Exil, obwohl er keine Arbeitserlaubnis hatte. Es war ein Versuch. Würde ihm ein Jugendbuch gefallen? Gelingen?

Hauptproblem die Hitze

Das iPhone fällt wieder aus, wie gestern, es wird zu heiss, man kann es kaum anfassen, dann bootet es plötzlich, geht aber nicht an.

Das Trinkwasser tagsüber hat die Temperatur von frisch aufgebrühtem Tee.

Vor allem die Camper stören, diese fahrbaren Zweifamilienhäuser und natürlich die mit Anhänger Marke „Eifelblick“. Und die kroatischen Wochenmendfahrer.

Irgendwo unterwegs ein kleiner, ganz coolen Supermarkt, ich hole Joghurt und Wasser, will aber eigentlich gar nicht mehr raus aus dem Laden. Das aber würde auffallen, fürchte ich.

Also rette ich mich ins Eiscafé gegenüber, nehme drei Kugeln Eis und stelle mich damit vor den Wassernebel spendenden Ventilator! Rettung! Was für eine Erfindung! Das es so was gibt …

Selbst malerische Buchten animieren mich nicht zum Baden – ich muss ja wieder zurück in den heissen Senf, salzig!

Nirgends ein Plätzchen in den Stassencafés, wo wir sonst immer in Ruhe sitzen, vergangene Stunden nochmals an uns vorüber ziehen lassen, spekulieren, ab wann wir eine Unterkunft suchen sollen …

Murvica (Zadar)

Ich lande im Hotel Fortuna wie vor drei Jahren, sie haben freie Zimmer. Vier Cola, mehr oder weniger am Stück getrunken, stellen mich zunächst wieder her, so dass ich zum Abendessen ein exceleenetes Beef vom Grill geniessen kann.

Heute Abend geht das iPhone weder an noch lädt es. Es ist heute wohl den Hitzetot gestorben.

Der Durst hört nicht auf! Ich trinke, trinke, trinke.

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* Rund Europa 2018 (2), 2. Tag: München – Postojna

Freitag, 03.08.2018, 22:18:33 :: Postojna (Adelsberg), privates Zimmer unterm Dach :: Apartment Grmek, Pod Jelovico 7, 6230 Postojna, Slovenija
+386 5 726 55 00

Vier-Länder an einem Tag

Der bundesdeutsche Tourist, der den Süden erreichen will, fährt Autobahn und/oder nutzt einen der grossen Alpenpässe. Ich schleiche mich hingegen auf Nebenstrassen durch

  1. Deutschland,
  2. Österreich,
  3. Italien,
  4. und Slowenien.

über drei Pässe, wobei der Felberntauernpass samt -tunnel das Schlimmste für das Senfle war. Aber er hat’s gepackt.

Felberntauerntunnel:

Der 1967 fertiggestellte Felbertauerntunnel wird als Einröhrentunnel im Gegenverkehr betrieben und befindet sich in einer Seehöhe von 1607 bis 1650 m. Er ist 5282 m lang und somit der elftlängste Tunnel Österreichs.

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Laut ADAC die schlimmsten Reisetage des Jahres …

…sollen heute und morgen sein. Ich nehme das gelassen, denn die ersten 100 Kilometer am frühen Morgen sind stimmungsvoll, ländlich und stressfrei, selbst auf der Autobahn bis Rosenheim und am Irschenberg herrscht Ruhe und Eintracht.

Im Touristengebiet Walchensee sind wohl noch keine Touristen unterwegs.

Solche Sträßchen fährt ja auch kein normaler Urlaubsreisender.

Erste in Kitzbühel dann der erste gewaltige Stau, obwohl derzeit ja alles schneefrei ist. Ab da ist dann auch der Felbertauernpass angeschrieben.

Danach von Touristenverkehr fast nichts – ausser mir. Dann aber wird es zusehends heiss, es ist aber gerade mal 11 Uhr.

Also Pause auf der Gailberghöhe vor Kötschach-Mauthen in Kärnten, dort wo auch die Motorradfahrer haltmachen. Aber nur ein geledertes Paar hat gerade seine Jause beendet. Wo also sind die angedrohten Urlauber?

Bis hoch zur Grenze auf dem Plöckenpass bietet sich noch einmal ein Apfelsafthalt im Plöckenhaus.

Es ist sowas von heiss, dass ich eigentlich den Fahrtwind nicht entbehren kann – aber der Körper fordert anderes und mehr und das energisch.

Von Kärnten nach Friaul (Julisch Venetien)

Und dann bin ich in Italien, im historischen Karnien. Es ist mittlerweile nach 15 Uhr, ich muss mich sputen. Trotz aller Sehenswürdigkeiten um- und durchfahre ich Tolmezzo, Gemona und Udine ohne Halt, überquere das fast leere, weiss im Sonnenlicht strahlende Flussbett des Fiume Tagliamento, der dann bei Bibione ins Meer mündet. Aber ich weiss, dass es sich hier überall lohnt, genauer hinzuschauen: Schlösser, Burgen, Museen…

Und alles ohne Autobahn. Der Preis: Ich verfahre mich mehrfach, weil für Menschen wie mich keine Schilder vorgesehen sind.

Und bei solchen Äckern kann man die Plage der Bauern erahnen …

Gorizia (Görz)


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Gorizia (deutsch Görz, slowenisch Gorica, furlanisch Gurize) ist eine Stadt am Isonzo im Nordosten Italiens direkt an der Grenze zu Slowenien. Gorizia hat 34.742 Einwohner (Stand 31. Dezember 2016) und ist Hauptstadt der Provinz Gorizia, die zur Region Friaul-Julisch Venetien gehört. Daneben ist sie Sitz des Erzbistums Görz.

Wikipedia

Wieder so eine Stadt mit bewegter und sehr abwechslungsreichen Geschichte, die so viele Namen hat, dass man nicht weiss, wie man sie nun nennen soll. Nennen wir sie Görz, das ist am kürzesten. Durch sie fahre ich um am unbemenschten Grenzübergang nach Slowenien zu gelangen, die Grenze geht direkt durch die Stadt.

Ob diese Schranken irgend wann doch wieder zur echten Grenze werden? Und ob es Zufall ist, dass sie so ähnlich heisst wie Görlitz?

Und so fahre ich in die beginnende Abenddämmerung. Mein Ziel ist nun endgültig Rakitnik, habe ich mittlerweile entschieden. Das kenne ich seit 2016 und die schöne Unterkunft bei Familie Gril dort auch. Und das herrliche Frühstück, im Freien …

470 Kilometer sind es dann am Abend, als ich in Rakitnik parke und nach einem Zimmer fragen gehe.

Nun bekomme ich zum ersten Mal den tatsächlich herrschenden Tourismus zu spüren, hier draussen auf dem flachen Land in Slowenien.

Das Schild hat seine Richtigkeit bestätigt mir der Hausherr, nachdem ich trotz alledem geklingelt habe. Nebenan sei eine ganz neu eröffnete Pension, vielleicht da …

Eine Superblondine ohne allzu viel unnötige Bekleidung öffnet freundlich und verneint: Alles voll. Aber in Postojna, im Hotel Soundso, dort gäbe es ganz sich freie Zimmer – und nicht teuer. Gross und Blau, gleich bei der ersten Ampel. Ein Zug an ihrer Zigarette, ein einseitig zahnloses Lächeln und die Tür ist zu.

Also zurück nach Adelsberg.

Postojna (Adelsberg):

Bis 1918 war die Stadt Teil des Herzogtums Krain in Österreich-Ungarn. Sie lag an der Verbindung Wien-Marburg-Laibach-Triest, die den einzigen Zugang der Donaumonarchie zum Meer darstellte.
Die Weltoffenheit und auch der Wohlstand des Vielvölkerstaats wirkten sich in besonderem Maße auf Postojna aus. Die nahe Tropfsteinhöhle, die schon lange bekannt war, wurde ab 1820 durch die Entdeckung neuer Teile schnell ein Anziehungspunkt für Touristen. Mit dem Bau der Eisenbahn von Wien nach Triest erhielt Postojna einen Bahnhof, der die Besucherzahlen vervielfachte. So ist die Stadt bereits seit fast 200 Jahren auf den Tourismus ausgerichtet.

Wikipedia

Mittlerweile ist wirklich Dämmerung. Nachdem ich dort in Postojna bei der Ampel auf dem Parkplatz des verlassen wirkenden Krankenhauses anstatt vor einem Hotel gestrandet bin, beginnt nun die richtige Suche. Dem ersten Hinweisschild »Sobe Rooms« folge ich in den Aussenbezirk – und habe Glück. Naja, meint das ältere Ehepaar vom Balkon herunter zu mir, der ich schon fast im Dunkeln stehe. Eigentlich sei alles belegt, aber ganz oben unterm Dach, das Zimmer, das sie eigentlich nur an Wen-auch-immer-und-wer-da-schon-ist vermieten … Also wenn, die beiden jungen Französinnen nichts dagegen hätten – sie fragt mal.

Sie haben nichts dagegen, räumen das Bad und die Küche etwas auf und die Dame des Hauses bezieht das Bett, das, von Vorgängern zerwühlt, doch ganz sicher auf mich gewartet hat.

Es ist heiss, aber ein Bett; Wasser und was zu Essen von meiner Mittagssause habe ich auch noch, ich werde den nächsten Morgen also ganz sicher erleben.


Dat …


… von dat.

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* Rund Europa 2018 (2), 1. Tag: Stuttgart – München

Donnerstag, 02.08.2018, 21:16:16 :: München

Autobahn, Autobahn, Alleine, Biergarten

Was soll ich über eine Fahrt von Stuttgart nach München berichten? Baustellen, besonders auf der Schwäbischen Alb, notorische, nie blinkende Neben-einem-Autofahrer …

Es is ein ungewohntes Gefühl, sich im voll gepackten Senfle alleine auf den Weg nach Griechenland zu machen, so gut und gerne 2.500 km. Zumal zunächst nur Autobahn droht, gute 200 km. Bei voller Fahrt, das heisst 120 – 130 km/h bei offenen Fenstern, das muss sein, aber geht auf’s Hörvermögen und die umwedelte Schulter schmerzt gegen später. Zugluft eben.

Der Biergarten am Abend dann, der entschädigt. Im Frühjahr blühten hier die Kastanien, jetzt hängen sie voller Früchte. Die Zeit dazwischen, sie war nicht angenehm, der heissen Sonne wegen und überhaupt …

Morgen früh geht’s dann richtig los. Es ist dann der Freitag von dem Wochenende, vor dem der ADAC alle in Urlaub reisenden warnt. Und ausgerechnet da fahre ich los!

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* Rund Europa 2018 (2), 0. Tag: Rückkehr nach Naxos

Mittwoch, 01.08.2018, 20:21:18 :: Stuttgart

Sie blühte …

… nur einen Tag (20. Juli)

Nachdem unsere gesamte Sommerplanung bereits am 1. April zerstoben war und wir mit der Fähre Patras – Venedig als Krücke letztlich dann Deutschland gesund und ohne Problem erreicht hatten, ging ja auch der zweite Teil der Planung (Donauquellen und -mündung, rumänischer Teil) im Strudel der Ereignisse unter.

Was mir bleibt – Lis wegen der noch ausstehenden Bestrahlung zurück lassend – ist eine Fahrt alleine zurück nach Naxos, das Senfle gut beladen – mit TÜV, neuen Vorderbremsen und Antriebswellen. Es wird also hoffentlich alles gut gehen, trotz entsetzlicher und absehbar nicht enden wollender Hitze und einer »grösseren« Anzahl Touristen auf der Balkanstrecke.

Ich hoffe, dass ich jeweils eine Unterkunft zu erschwinglichem Preis ergattern und berichten werde. Die Fahrtroute werde ich jeweils dann wählen, wenn ich weiss, wo die ruhigeren Strassen zu erwarten sind.

Mich erwarten dann heisse Tage mit meinem Sohn und Enkelsohn auf Santorini und Naxos. Lis wird dann Mitte September mit dem Flieger nachkommen.

Für mich geht’s morgen früh los.

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Die USA haben Europas Wirtschaft (und Politik) im Würgegriff

Dienstag, 22.05.2018, 19:01:53 :: Weilimdorf

Noch vor ein paar Jahren hätten Artikel wie die folgenden nur Kopfschütteln hervorgerufen. Heute spüren wir ihren Wahrheitsgehalt. Und die Schmerzen werden noch zunehmen.


Veröffentlicht auf © Infosperber.ch


Urs P. Gasche / 22. Mai 2018 auf auf © Infosperber.ch – Das Sanktions-Diktat der USA ist nicht neu. Die EU-Staaten und die Schweiz haben sich US-Gesetzen meist ohne zu murren unterworfen.

Unter dem Titel «Warum Trump Europa bedenkenlos ignorieren kann», schreibt Jeremy Shapiro, Direktor des «European Council on Foreign Relations»: «Die Europäer rufen ab und zu aus. Sie tun jedoch nie etwas, das Washington beunruhigen könnte.»

Tatsächlich haben sich europäische Staaten, einschliesslich der neutralen Schweiz, in der Vergangenheit gesetzlichen Übergriffen der USA meistens unterworfen – sogar ohne grossen Protest seitens der Regierungen. Diese akzeptieren, dass einige US-Gesetze und -Erlasse «extraterritorial» gelten, also auch in der EU und in der Schweiz. Diese fordern nicht einmal ein Gegenrecht.

«Ich spürte die Macht der USA eindrücklich», erzählt der damalige Nationalbank-Präsident Philipp Hildebrand in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Es war im Jahr 2003, als die USA einseitig auf die Daten der Swift in Brüssel zugriffen. Das heisst: auf den Grossteil des internationalen Zahlungsverkehrs. Seither habe sich das Machtgebaren der USA «noch massiv verschärft», erklärt Hildebrand.

Gegenwärtig geht es vor allem um das Sanktions-Diktat der USA: Europäische Konzerne – und US-Bürger in diesen Konzernen – müssen sich an den verschärften US-Wirtschaftsboykott gegen den Iran halten, obwohl die EU und die Schweiz die Sanktionen lockern möchten.

Duckmäusertum der Europäer

Die Europäer sind in einer schwierigen Lage, weil sie solche Übergriffe der USA in der Vergangenheit ohne Gegenmassnahmen schluckten. Aufgrund des unter anderem Namen immer noch aktuellen «Trading with the Enemy Act» aus dem Kriegsjahr 1917 können US-Präsidenten schon seit hundert Jahren Sanktionen gegen Länder, Unternehmen und Privatpersonen im Ausland verordnen. Gegenwärtig sind Sanktionen gegen über 6000 Unternehmen und Personen in Kraft, die mit über zwei Dutzend Ländern finanziell verflochten sind, beispielsweise mit dem Iran, Russland, Venezuela, Nordkorea, Libanon oder Libyen.

Eine umfassende Liste mit allen betroffenen Ländern, Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen veröffentlicht das «Office of Foreign Assets Control» Ofac.

Diese Amtsstelle ist beim US-Schatzamt dem «Unterstaatssekretär für Terrorismus und finanzieller Geheimdienst» unterstellt. Die «Umgeher von Sanktionen» sind säuberlich aufgeführt («Foreign Sanctions Evaders List»).

Unter den «Umgehern» befinden sich gegenwärtig 15 Unternehmen oder Personen mit Sitz oder Wohnsitz in der Schweiz.

Auszug aus der US-Liste von Schweizer «Sanktionsumgeher»

Kein US-Bürger – auch wenn er im Ausland wohnt – und kein Unternehmen der Welt darf mit den rund 6000 Eingetragenen auf der Sanktionsliste Geschäfte betreiben.

Das Ofac veröffentlicht alle verhängten Strafen und Bussen. Im Juli 2017 beispielsweise musste die chinesische «Zhongxing Telecommunications Equipment Corporation» 106 Millionen Dollar zahlen, weil das Unternehmen gegen die US-Sanktionen gegen den Iran verstossen hatte.

US-Bürger und Bürgerinnen, die in Verwaltungsräten oder in Geschäftsleitungen europäischer oder Schweizer Unternehmen arbeiten, machen sich nach US-Gesetzen strafbar, wenn sie gegen Sanktionen verstossen, welche die USA gegen den Iran, Personen aus der Ukraine oder gegen andere Länder und Personen verhängt haben. Sie müssen in den USA mit ihrer Verhaftung, der Blockierung ihrer Konten oder der Konfiszierung ihres dortigen Eigentums rechnen.

Europäische und Schweizer Aussenpolitik wird zur Makulatur

Banken, Versicherungen und Konzerne müssen entweder die lange Sanktionsliste der USA einhalten oder sich aus allen Geschäften mit den USA und in Dollar zurückziehen. Die meisten europäischen Banken und Konzerne unterwerfen sich der Sanktionspolitik der USA.

Wenn die Regierungen der EU oder der Schweizer Bundesrat verkünden, sie würden sich bestimmten Sanktionen nicht anschliessen, streuen sie der Öffentlichkeit Sand in die Augen.

Im August 2017 gab ein Sprecher der UBS gegenüber der «Sonntagszeitung» zu: «Wir berücksichtigen die Sanktionen der USA und setzen sie weltweit um.» Auch die Credit Suisse räumte ein, sie halte «die verschiedenen nationalen und internationalen Sanktionsprogramme ein». Allfällige Kundenbeziehungen mit Personen und Unternehmen, welche die USA auf ihre Sanktionsliste setzen, würden möglichst aufgelöst.

  • Im Klartext: Man spielt nach den Regeln der USA. Die Schweiz und die EU sind aussenpolitisch nicht mehr souverän. Die angeblich eigenständige Sanktionspolitik gegenüber Russland oder dem Iran ist reine Makulatur.

Angekündigter Wirtschaftsboykott gegen den Iran

Das zeigt sich exemplarisch an der jüngsten Ankündigung Präsident Trumps, den Iran mit umfassenden Sanktionen wirtschaftlich auszubluten.

Der Iran hat vom europäischen Flugzeugkonzern Airbus hundert Passagiermaschinen im Wert von 27 Milliarden Dollar bestellt. Der französische Energiekonzern Total hat einen Auftrag von 5 Milliarden Dollar zur Erschliessung iranischer Erdgasressourcen. Der deutsche Siemens-Konzern baut im Iran Kraftwerke. Auf diese und viele andere Geschäfte mit dem Iran werden Europas Konzerne verzichten, um die USA zufriedenzustellen.

Offiziell hält die EU am Atomvertrag mit dem Iran fest. Dieser sieht eine weitere Lockerung der Wirtschaftssanktionen vor. Doch diese Vertragsbedingung können Europas Länder nicht einhalten, weil sich die genannten Banken und viele weitere Konzerne dem Boykott und den Sanktionen anschliessen müssen, welche die USA gegen den Iran verhängen.

Da helfen auch die Massnahmen nichts, welche die EU-Kommission am 18. Mai lautstark verkündete. Denn multinationale Unternehmen riskieren in den USA Bussen und andere Repressalien, wenn sie ihre Iran-Geschäfte weiterführen. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker räumte denn auch kleinlaut ein, dass die EU vor allem kleineren und mittleren Unternehmen, die in den USA nicht tätig sind, zu Geschäften mit dem Iran verhelfen wolle.

Das wird nicht genügen, um die im Atomvertrag versprochene Lockerung der Sanktionen einzuhalten. Dann dürften im Iran die Hardliner die Oberhand gewinnen und sich nicht mehr an den Atomvertrag gebunden fühlen.

«Sich mit vereinten Kräften wehren»

In einem Leitartikel vom 17. Mai ruft die «New York Times» Europa auf, sich gegen das Tyrannisieren («bullying») der USA mit vereinten Kräften zu wehren. Die Folgen von Konflikten, welche die USA mit verursacht haben, bekämen die Europäer mit Flüchtlingen, Migranten, Terrorismus, Islamphobie und Rechtspopulismus zu spüren. «Vor allem Deutschland, Grossbritannien und Frankreich müssen gegenüber Washington eine harte Haltung zeigen und den Iran-Vertrag sowie die internationale Ordnung mit allen Mitteln retten», fordert der Leitartikel der «New York Times».

Die Erfahrungen der Vergangenheit legen nahe, dass dies ein frommer Wunsch bleibt.

© Infosperber.ch

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* Rund Europa 2018 (2), 5. Tag: Baška Voda – Đenovići

Montag, 06.08.2018, 22:04:40 :: Đenovići, Montenegro. Hotel Flammanti
Sonntag, 02.12.2018, 23:30:26 :: Galanado

Das mit dem Frühstück klappt am Morgen hervorragend. Aber wie befürchtet, das mit dem Auto auf dem abgeschlossenen Parkplatz erst mal nicht. Das Senfle steht da zwar wohl verwahrt, die Schranke aber ist und bleibt geschlossen, ein Wärter ist nicht in Sicht. Ich hoffe, er kommt bald, es bleibt aber beim Wunsch. Nach einigem Hin- und Herrennen und drei Telefonaten zwischen Kellner und Wärter öffnet er die Schranke aus der Ferne. Derweil steht die Sonne bereits heiss am Himmel …

Es wird heute eine eher eintönige Fahrt, immer der Küste entlang, viele Kurven, viele lohnende Ziele, die ich mal wieder besuchen könnte, aber wie immer wieder betont: Ich habe wenig Zeit und es ist elend heiss, das Auto muss rollen, damit wenigsten etwas Fahrtwind mich kühlt. Jeder Stau ist für mich eine kleine Katastrophe. Längere Staus eine grosse. Auch sei daran erinnert, dass nahezu alle Aufnahmen während der Fahrt und meist durch die Frontscheibe gemacht wurden; die Qualität leidet da natürlich.

Makarska …

… kann man leicht umfahren, der Kern der Stadt liegt ja unten am Meer. Vor Jahren hatten wir da im Herbst eine unschöne Erfahrung am Morgen mit dem genervten und unwilligen Personal, dem ich vor Zorn um ein Haar das Frühstückstablett vor die Füsse geworfen hatte – naja, jedenfalls hatten wir daraufhin beschlossen, Makarska nie mehr zu betreten. Dass die halbe Nacht schräge Musik die ganze Stadt erfüllte, war noch hinnehmbar gewesen.

Ploče und Opuzen

Die Orte liegen am sich weit ausbreitenden Delta der Neretwa, die, über Mostar aus dem bosnischen Erzgebirge kommend, hier in die Adria fliesst.

Am etwa 40 km langen Unterlauf der Neretva wird ihre Ebene intensiv landwirtschaftlich genutzt. Auf dem Gebiet Bosnien-Herzegowinas betrifft das nur die Fläche zwischen dem Fluss und dem Sumpfgebiet Hutovo Blato, während das eigentliche Flussdelta der Neretva erst hinter Metković beginnt und damit zu Kroatien gehört.

Nahe der Stadt befinden sich die Ruinen der antiken Stadt Narona, deren damalige Bedeutung von der Lage am Fluss und in Meeresnähe abhing. Auf den letzten 25 km ab Metković ist der Fluss seit der Regulierung im Jahre 1895 für kleine Schiffe befahrbar. Das Delta der Neretva spielt eine große Rolle für die Landwirtschaft im südlichen Teil des Landes, da es zu den wenigen bewässerten und sehr fruchtbaren Ebenen der Region gehört. Seit 1881 und in größerem Maß nach 1945 wurden große Teile der Sumpflandschaft trockengelegt und so für die Landwirtschaft nutzbar gemacht. Im Zuge der Arbeiten blieben von den ehemals 12 Flussarmen nur noch drei übrig.

Bei Ploče in Kroatien mündet der Fluss ins Adriatische Meer.

Wikipedia

Zuvor aber bildet sie diese paradiesische Deltafläche, voller Gärten und Felder, vor allem auch mit Orangen und anderen Früchten, die entlang der Strasse um das Delta herum an unzähligen Ständen angeboten werden.

Grenzen

Jetzt kommen sie dann, diese letzten Schranken auf dem Balkan auf dem Weg nach Süden. Zunächst die kurze Durchfahrt durch Bosnien-Herzegowina bei Neum, diesem einzigen und sehr schmalen Zugangs Bosnien-Herzegowinas zur Adria, der Dubrovnik vom übrigen Kroatien trennt. Nach nur wenigen Kilometern ist man dann zwar wieder in Kroatien, aber Grenze muss eben sein.

Aktuell ist es nach der Wahl des Präsidiums dort wieder schwierig in Bosnien-Herzegowina. Das neugewählte Triumvirat ist sich spinnefeind. Eine erhebliche Zahl der Kroaten traut ihrem eigenen Vertreter nicht über den Weg und der Serbe spielt mit einer Sezession … Immer wieder Serbien.

Nun also erst mal Einfahrt nach …

… Neum…

… durch …

… und wieder raus.

Bis …

…Dubrovnik …

… das ich tief unter mir liegen lasse.

Nach einigen weitere Touristendörfern und kleineren Staus dann ein grösserer:

Montenegro

bei der Einreise nach Montenegro fiel meine Grüne Versicherungskarte durch, abgelaufen 2017. Ich finde Gottseidank die gültige in der Fahrzeugtasche! Hätte sonst Versicherung kaufen müssen.

Herzeg Novi

moderne Festungen…

… die alte Festung

Endspurt

Ich habe Glück: In Denovici wechselt das Personal wohl selten, zwei Kellner erkennen mich sofort wieder. Sie weisen mir den Parkplatz vor dem Hotelaufgang an.

Und die Besitzerin auch, sie freut sich richtig und natürlich hat sie ein Zimmer für mich. Das Internet tut wieder nicht zuverlässig beziehungsweise meistens gar nicht. Aber schwimmen am Abend, das geht und beste Küche gibt’s wie gewohnt.

Dass ein Zimmer frei ist, wider Erwarten – ich bin einfach ein Glückspilz. Und es ist einfach ein herrliches Plätzchen, obwohl derzeit übervölkert, laut und nervig.

Aber nach zwei, drei Cola und einem Bad geht es mit wieder gut …

… und ich kann mich auf den Abend freuen.

Der Abend …

… ist dann dem Genuss gewidmet. Da das Internet durch die vielen Gäste völlig überlastet ist, bleibt mir nur das hier.

Picasa

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* Rund Europa 2018 (1), 1. Tag: Naxos – Piräus – Patras

Montag, 23.04.2018, 23:46:07 :: Patras, Hafen
Dienstag, 24.04.2018, 12:46:46 :: ANEK LINES, Elyros; auf der Höhe von Fier, Albanien

Vorbemerkung: Die Internetverbindung auf der Fähre ist extrem langsam. Einige Bilder werden möglicherweise erst später eintrudeln …

Stelida, Naxos

Es hat alles soweit gut geklappt.


Naxos


Paros


Bucht von Paros

Die Überfahrt nach Piräus. Ein Schulklasse aus Naxos, die mit dem Bus zum Hafen gebracht wurde. Viel Geschnatter.

Plötzlich, irgendwann schon fast in Piräus, steht ein junger Mann neben mir. »Bist Du Reinard?« fragt er mich und lächelt von oben, da ich sitze. Und zwar ziemlich ratlos.

Peinlich. Es ist Nikiforos, Sohn unserer guten Freunde. Wir sollten sie wohl öfter besuchen, wenn aus Kindern junge Frauen und Männer werden …

Die Fahrt

Die Autobahn ist fertig, es is dunstig, wir fahren ständig gegen die Sonne. Wenig Bilder. Aber die Strecke sind wir schon zwei, drei mal gefahren. Aber eben noch nie auf einer fertigen Autobahn, ohne Baustellen, Staus …

Patras

Mein erstes Eis in diesem Jahr, in der Innenstadt von Patras, wo wir uns ein wenig umsehen.

Im Terminal lassen wir unsere Tickets umbuchen, was erwartungsgemäss problemlos klappt, ich muss lediglich nochmal zum Auto zurück – sie wollen meinen Personalausweis und die Autozulassung sehen.

Dabei sticht mir dieser schaurige Sonnenuntergang ins Auge: Die feurige Sonne hinter Stacheldraht.

Wir haben noch viel Zeit, daher gehen wir auf die Empore und zwingen uns Pizzaschnitte und Spinopita zusammen mit Eistee hinter die Kiemen. Dann geht’s los.

Ein kleine Verwechslung

Es ist mittlerweile Nacht, als wir das Terminal verlassen. Der weiße deutsche Camper neben unserem Senfle war schon weggefahren. Die Frau war vor uns am Schalter gewesen und hatte Tickets für die Rückfahrt erstanden. Sie waren also jetzt unterwegs auf Urlaubsfahrt und würden nicht mit auf dem Schiff sein. Ein schwarzer Transporter hatte vermeintlich deren Parkplatz eingenommen. Ein Pole, wie wir beim Näherkommen erkennen können. Was tut der hier?

Hochsteigende Angst, Horror, als wir an unserem Auto stehen.

Das Auto ist leer. Nur ein paar Bücher und Plastiktüten und Ähnliches liegen noch im Innern. Ich versuche aufzuschließen, es geht nicht. Ich will die hintere Klappe aufschließen. Auch das geht nicht. Sie ist offen.

Ein lähmender Schreck erfasst uns. Koffer, Computerrucksäcke, Taschen, Schlafsäcke – nichts ist mehr da. Ausgeräumt. Sie haben alles mitgenommen. Unfassbar.

Wir laufen zur anderen Seite der breiten Straße und alarmieren die dort in ihrem Fahrzeug Wache haltenden Polizistinnen. Wie kann das sein? Unter ihren Augen? Sie kommen langsam herüber gefahren, sind aber auch ratlos. Ich schaue auf das Nummernschild vom Senfle. Es ist ein griechisches, nicht mehr unseres, auch vorne nicht.
Sie haben das Senfle vollständig verändert. Warum? Alles dreht sich in unser Köpfen.

Ich fasse es nicht. Lis bekommt fast einen Schreikrampf und geht völlig konfus hin und her.

Im dem Augenblick sieht sie ein paar Schritte weiter weg einen anderen Twingo. Es ist ja Nacht, nur gelbe hohe Straßenbeleuchtung. Aber der Twingo ist tatsächlich gelb. Und es ist tatsächlich unserer.

Unversehrt, verschlossen und alles ist drin.

Da stehen also zwei völlig identische Twingos nebeneinander und wir geraten an den falschen!
So eingeschränkt kann nachts das Blickfeld sein. Wir auf den Parkplatz neben dem schwarzen Transporter fixiert!

Nicht nur die Polizei freut sich und fährt wieder auf ihren Beobachtungsposten.

Alptraum Hafen

Die vielen Flüchtlinge und Schlepper. Schon am Tag hängen sie an den Zäunen zur Strasse, überklettern sie hin- und herüber. Nachts dann, in der Schlange zum Schiff: Sie öffnen direkt vor uns in Gruppen zu zehnt oder mehr die LKWs und schieben blitzschnell einen Flüchtenden hinein. Warum sind die LKWs nicht verschlossen? Warum die Schleuser auf dem Gelände? Die Polizei-Einsätze halten sich in Grenzen obwohl die Luft voller Blaulicht, weniger mit Sirenengeheul ist. Wir beobachten das mehrfach, an fast allen LKWs. Nur ein Fahrer steigt aus und verjagt die jungen Männer. Kommt ein Polizist in die Nähe, verschwinden sie im Dunkel und über den Zaun.

Es ist gespenstisch.

Bei der Einfahrt zu den Parkplätzen bei den Schiffen werden alle Autos, auch die LKWs von unten und innen, peinlichst abgesucht. Aber den Jungen Mann im LKW vor uns – will den weder der Fahrer noch der Kontrolleur finden?

Es bleiben viele Fragen.

Das Schiff

Es heisst »Elyros«, benannt nach einer einst bedeutenden antiken Stadt auf Kreta. Gegraben wurde dort offenbar noch nicht.

Elyros (Ἔλυρος in Greek) is an ancient city, located in southwest Crete, on Kefala Hill near the village of Rodovani. It has not been excavated. Elyros was flourishing at least as early as the Greek Classical Period, e.g. 500 to 350 BC.[1] In the Classical Period Elyros was the most important ancient city in southwestern Crete, having about 16,000 inhabitants. It was an industrial and commercial city with large weapons production. Syia and Lissos were its harbours. Apollo, Phylakides and Philandros, sons of Apollo and nymph Akakallida, were worshiped there.

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Dafür haben wir aber eine hervorrage Aussenkabine auf einem nahezu leeren und bestens ausgestatteten Schiff. Die Betten sind bequem und halten uns bis zum nächsten Morgen gefangen.

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